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Korruption in der Welt von 2013

Der Corruption Perceptions Index 2013 von Transparency International zeigt auf, dass Machtmissbrauch, verborgene Machenschaften und Bestechung weiterhin verheerende Auswirkungen auf Gesellschaften in der ganzen Welt haben.

Über zwei Drittel der 177 Länder aus dem Index von 2013 erzielen auf einer Skala von 0 (als sehr korrupt wahrgenommen) bis 100 (als korruptionsfrei wahrgenommen) weniger als 50 Punkte.

"Der Corruption Perceptions Index 2013 zeigt, dass alle Länder auf sämtlichen Regierungsebenen weiterhin von Korruption bedroht werden, angefangen bei der Vergabe lokaler Bewilligungen bis hin zur Durchsetzung von Gesetzen und Regulierungen", sagt Huguette Labelle, Vorsitzende von Transparency International.

Corruption Perceptions Index 2013: die Resultate

Im Corruption Perceptions Index 2013 teilen sich Dänemark und Neuseeland den Spitzenplatz mit 91 Punkten. Afghanistan, Nordkorea und Somalia schneiden dieses Jahr mit je nur 8 Punkten am schlechtesten ab.

"Die Spitzenreiter machen deutlich, dass Transparenz Verantwortlichkeit fördert und Korruption stoppen kann", so Labelle. "Dennoch sehen sich die besser platzierten Länder mit Herausforderungen hinsichtlich Staatsvereinnahmung, Politikfinanzierung und der Vergabe großer öffentlicher Aufträge konfrontiert".

Der Corruption Perceptions Index basiert auf Experteneinschätzungen zu Korruption im öffentlichen Sektor. Ein guter Zugang zu Informationen und klare Regeln betreffend das Verhalten in öffentlichen Positionen wirken sich positiv auf die Punktezahl aus, während sich fehlende Verantwortlichkeit gepaart mit ineffektiven öffentlichen Institutionen negativ auf die Korruptionswahrnehmung auswirken.

Korruption im öffentlichen Sektor untergräbt globale Initiativen

Korruption im öffentlichen Sektor bleibt gemäß Transparency International eine der weltweit größten Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen der politischen Parteien, der Polizei und des Justizsystems. Öffentliche Institutionen müssen bezüglich ihrer Arbeitsweise offener und Amtsträger bei der Entscheidungsfindung transparenter werden. Die Aufdeckung und strafrechtliche Verfolgung von Korruption ist und bleibt notorisch schwierig.

Künftige Anstrengungen hinsichtlich Klimawandel, Wirtschaftskrise und extremer Armut werden durch Korruption massiv behindert, warnt Transparency International. Internationale Gremien wie die G20 müssen härter gegen Geldwäscherei vorgehen, Unternehmen transparenter machen und die Rückführung gestohlener Vermögenswerte fortführen.

"Es ist an der Zeit, jene zu stoppen, die trotz korrupter Handlungen straffrei davon kommen. Die rechtlichen Schlupflöcher einerseits und ein Mangel an politischem Willen in Regierungen anderseits begünstigen die nationale wie internationale Korruption und verlangen nach intensivierten Anstrengungen im Kampf gegen die Straflosigkeit der Korrupten", sagt Labelle.

Weitere Informationen:

Transparency International - Austrian Chapter, http://www.ti-austria.at

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