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CSR-Circle: „Nachhaltiges Investment“

Wiederum „Full house“ bei der Podiumsdiskussion des CSR-Circle im DSCHUNGEL WIEN.

BILDINFOS: Das CSR-Team mit PodiumsteilnehmerInnen. Sandra Majewski (stv. Obfrau), Dankl, Martina Siebenbürger (DCHUNGEL) – stehend. Reisinger, Deutsch, Kiesling, Lernpass, Friesenbichler, Arno Ettenauer (Gugler Cross Media), Träg- sitzend
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Moderiert von Cornelia Dankl, Obfrau des CSR-Circles und Roswitha Reisinger, Magazin BUSINESSART - LEBENSART diskutierten Karin Kisling / Kontrapunkt GmbH, Petra Träg / SOS-Kinderdorf-Stiftung, Peter Deutsch / Vorstandsvorsitzender der BONUS Pensionskassen Aktiengesellschaft, Reinhard Friesenbichler / rfu und Richard Lernbass / Software-systems.at Finanzdatenservice GmbH die Frage,

„Was ist „nachhaltiges Investment?“, und lässt sich mit umweltfreundlichen und sozialverträglichen Finanzierungen tatsächlich Geld verdienen?

Mehr als 100 EntscheidungsträgerInnen und Interessierte aus Wirtschaft, CSR und der österreichischen Nachhaltigkeitsszene folgten der Einladung des CSR-Circles.

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Statements:

Karin Kisling fordert: „Staatliche Strukturen genau unter die Lupe nehmen!“
Wir von Kontrapunkt unterstützen institutionelle Investoren, wobei wir besonders Nachhaltigkeit als wesentlichen Performance-Treiber verwenden. Nachhaltigkeit betrifft uns alle und beginnt beim Bürger. So stellen wir die Gewährleistung der Menschenrechte in den Mittelpunkt, was wir in einem demokratisch organisierten Rechtsstaat am effektivsten umgesetzt sehen. Ein Staat muss dafür aber auch adäquate Rahmenbedingungen schaffen. Die Eurokrise führt uns nun deutlich vor Augen, welche Verantwortung und Gestaltungskraft der Staat hat, aber auch wie verwundbar er ist Die Analyse der Nachhaltigkeit von Staaten hat sicher eine noch direktere Auswirkung auf Qualität eines Portefeuilles, als die heute übliche bei Unternehmen.“

Petra Träg, SOS-Kinderdorf „Negativ formuliert zum positiven Nenner!
Unsere Kernkompetenz liegt nun einmal in der Arbeit mit Kindern, die wiederum stark von Spendenaufkommen abhängig ist. Fallen diese einmal aus, können wir ja nicht die Kinder auf die Straße setzen. Daher investieren wir mit einer Stiftung in nachhaltige Veranlagungen, deren Erträge in die Arbeit mit Kindern fließen müssen. Wobei wir hier trotz intensiver Bemühungen kein positive Formulierung finden konnten, sondern mittels Ausschlusskriterien wie „keine Rüstungsunternehmen, keine Pornographie usw... die Richtlinien erarbeitet haben, um eben auf „nachhaltig, sozial, sicher und umweltfreundlich“ zu kommen.

C. dRAPER - csr-cIRCLE
Peter Deutsch, BONUS draper_peter_deutsch

Peter Deutsch, BONUS Pensionskassen AG: Konsumenten werden viel sensibler!
Die Bonus als Pensionskasse ist schon sehr früh, seit 1998 nachhaltig orientiert. Im Vorsorgekassenbereich sind in Österreich bereits sieben von den zehn ÖGUT zertifiziert. Nachhaltige Veranlagung bedeutet für uns neben ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien vor allem sicher, transparent – aber immer mit betriebswirtschaftlicher Verantwortung. Das klingt in Hinblick auf das wilde Auf und Ab an den Tagesbörsen langweilig, aber „zocken“ und „Verantwortung“ gehen einfach nicht zusammen. Zu meiner Freude werden Kunden immer sensibler und fragen genau nach, wie wir veranlagen.

Reinhard Friesenbichler, rfu: Alle Chancen & Risiken, aber langfristig positiv!
Nachhaltiges Investment hat keine Ertragsnachteile, sondern wirkt langfristig positiv auf Performance, Risiko und Zufriedenheit, vor allem aber Identifikation der Anleger. Wobei nachhaltiges Investment bereits eine sehr breite Palette abdeckt, die an Chancen, Risiken und Erträgen, aber auch möglichen Verlusten den traditionellen Investmentmöglichkeiten kaum nachsteht. Allerdings steht langfristiges Denken absolut im Vordergrund.

Richard Lernbass, Software-systems.at: Transparenz, Transparenz, Transparenz!
Aus dem Blickwinkel eines Finanzdatendienstleisters geht es beim Thema Nachhaltigkeit vor allem um Transparenz. Die Banken als Dienstleister ihrer Kunden tragen derzeit nicht viel dazu bei. Das bedeutet, dass Anleger selbst genau nachfragen sollen, was mit ihrem Geld nun geschieht, was genau sich hinter einem gut klingenden Fond verbirgt. Das schon einmal ein wichtiger Teil, der verantwortungsvolles Investieren ausmacht.

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Einige wichtige Erkenntnisse:

  • Nachdem in Österreich rund 99% der nachhaltiger Veranlagung institutionell und nur 1% von privaten Anlegern getätigt werden, sehen alle DiskutantInnen hier sehr große Chancen.
  • Performance und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch: Die beiden nachhaltigen Vorsorgekassen VBV und BONUS weisen die beste Performance auf
  • Kleinaktionäre können die Welt verändern: „Hände weg vom Acker“ (-mann). http://www.oxfam.de/allianz
  • Eigeninitiative ist möglich. Informationen über Portfolios sind zu finden auf: http://www.software-systems.at/

Zum CSR-Circle

Zum Ensemble IYASA:

Das Ensemble IYASA aus Simbabwe tourt mit seinen Musikprogrammen seit Jahren um die ganze Welt. So kommen sie jedes Jahr auch in den DSCHUNGEL WIEN. Beeindruckende Stimmen und faszinierende Chöre, Livemusik und ein Rhythmus, der mitreißt.

Zum Trailer aus 2011

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