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UTZ Certifieds Ziel bis 2022: Die Hälfte der weltweiten Kaffee-, Kakao- und Teeproduktion aus nachhaltiger Erzeugung

50 % der weltweiten Produktion von Kaffee, Kakao und Tee sollen im Laufe des nächsten Jahrzehnts auf Nachhaltigkeit umgestellt werden. Dieses Ziel verkündete UTZ Certified bei der 10. Ausgabe seines Seminars ‚Eye on the Future', das am 10. Oktober in Amsterdam stattfand.

UTZ Certified plant, zu expandieren, indem es das Engagement der Branche steigert und vor allen Dingen ein stabiles Netzwerk aus Landwirten, Zivilgesellschaften, NGOs und anderen entscheidenden Teilnehmern der Versorgungskette errichtet. UTZ will mehr Gewicht legen auf flexiblere Anbaumethoden, höhere Erträge, einen geringeren ökologischen Fussabdruck sowie eine bessere Existenzgrundlage für die Landwirte.

Verstärkter Ausbau von Kapazitäten 

Fachleute auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit wie Kamau Kuria von Coffee Management Systems sowie Korotoum Doumbia von CEMOI umrissen auch die Herausforderungen, denen Kaffee- und Kakao-Farmen in Ghana und Côte d'Ivoire gegenüberstehen: Zugang zu Finanzmitteln, verstärkter Ausbau von Kapazitäten und ausgiebigere Kontakte zu Kleinbauern sind eine Voraussetzung für die Verbesserung ihrer Existenzgrundlage.

Das Unmögliche möglich machen 

Heather Mak, Co-Autorin von "Signed, Sealed... Delivered?", erklärte, ein gewisses Ausmass an Vereinheitlichung bei Branchen Standards und -Kennzeichnungen könne behilflich sein, den Bedürfnissen der Landwirte mehr und mehr entgegenzukommen. Nicko Debenham, Director für Development and Sustainability bei Armajaro, unterstrich die Bedeutung von Herkunftssicherungssystemen, Konzentration auf die Auswirkungen sowie einer strikten Einhaltung der Vorschriften. Gunter Pauli, Autor von "The Blue Economy", sprach sich deutlich dafür aus, stets das Unmögliche möglich zu machen, indem man beispielsweise den Landwirten durch die Erlaubnis, Kaffeeabfälle zur Pilzzucht zu nutzen, ein höheres Einkommen verschafft. Er unterstrich die entscheidende Bedeutung von Trinkwasser und Schutz des Oberbodens und betonte zugleich, dass UTZ auch weiterhin eine wichtige Rolle dabei spielen müsse, den Bedürfnissen der Landwirte entgegenzukommen.

Nachhaltiger Anbau als Normalzustand

UTZ-Certified-Director Han de Groot kam zu dem Schluss, dass UTZ sich in der Tat auf die Steigerung der Existenzgrundlage von Landwirten konzentrieren, zugleich aber auch in weiteres Wachstum (sowohl an Umfang als auch an Einfluss) investieren wird, um den nachhaltigen Anbau zum Normalzustand zu machen.

www.utzcertified.org

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