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Innovatives für mehr Nachhaltigkeit in der Reinigung

Forschung und Entwicklung in Unternehmen

Ein autonomes Bodenreinigungsgerät fährt Runden zwischen Kunstwerken auf Podesten und reinigt den weißen Marmorboden in einer Ausstellungshalle.
Foto: Paris Bilal/unsplash

Es surrt und brummt, obwohl die Maschinen in der Fabrik nachts stillstehen. Unterbrochen von einem gelegentlichen Gluckern und Piepen. All das muss kein Indiz für einen Wartungsbedarf der Maschinen sein. Die Geräusche macht ein vollautomatisierter Reinigungsroboter.

Mittels Künstlicher Intelligenz und Sensoren erkennt er selbst, wie viel Putzmittel er benötigt. Braucht er neues, fährt er selbstständig zur Dockingstation und „verlangt“ vom ebenfalls smarten Dosiersystem die passende Mischung aus Wasser und Reinigungsmittel. Beim Familienunternehmen Hagleitner Hygiene Österreich, das u. a. solche Roboter produziert verspricht man: „Einfach starten, den Rest erledigt die Technik.“

Igittigitt muss es weder beim Reinigen von Urinalen, Fliesen und WCs noch bei den Reinigungsmitteln dafür heißen. Bei der hollu Systemhygiene GmbH hat man zum Beispiel ein Reinigungsmittel mit einem Bio-Polymer aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Dieses legt sich beim Reinigen als hydrophiler Schutzfilm auf Oberflächen. Der Film stößt also Wasser nicht ab, sondern zieht es an. Das Reinigen beim Spülen funktioniert damit besser. Waschbecken, Klo und Co sind außerdem schmutzabweisender.

Die Fensterputzer aus der Coca-Cola-Werbung mit dem nackten Sixpack, auf die ein gutes Dutzend Businessfrauen im Büro hinter der Scheibe wartet, gehören wohl endgültig der Vergangenheit an.  Nicht weil die beiden Männer auf ihr Äußeres reduziert wurden, sondern weil statt ihnen eine Drohne ins Blickfeld rückt und für saubere Fenster sorgt.

Mit Reinigungsdrohnen können auch Metall- und Glasfassaden oder Photovoltaik-Paneele in schwindelerregenden Höhen gesäubert werden. Jene des Swiss Drone Services beschreibt der im niederösterreichischen Alland beheimatete Vertrieb CleaningDrones als „sanfte, berührungsfreie Drohnenreinigung“. Ein Schelm, der dabei an ein wenig zarte Erotik denkt, ob dieser Beschreibung.

Martina Madner