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KunstHausWien stärkt sein internationales Profil

Mit 1. August 2026 übernahm die international renommierte Kuratorin Başak Şenova die Position der Chefkuratorin.

Eine Frau mit wasserstoffblondem Haar, das zu einem Pferdeschwanz gebunden ist, sie trägt eine Brille mit schwarzem, schmetterlingsflügelförmigen Rahmen, roten Lippenstift und einen schwarzen Blazer. Hinter ihr der Eingangsbereich des KunstHausWien mit ei
Başak Şenova Foto: KunstHausWien

Die neue kuratorische Leitung verbindet Ausstellungen, Forschung und internationale Kooperationen. Sie folgt auf Sophie Haslinger, die als Direktorin an das Fotomuseum Winterthur wechselt.

Im internationalen Auswahlverfahren setzte sich Başak Şenova gegen rund 100 Bewerber*innen aus mehr als 30 Ländern durch. Gemeinsam mit Direktorin Gerlinde Riedl wird sie die kuratorische Ausrichtung des KunstHausWien weiterentwickeln und dessen Profil als international vernetztes Museum für zeitgenössische Kunst im Spannungsfeld von Mensch und Umwelt weiter schärfen.

Gerlinde Riedl, Direktorin des KunstHausWien: „Die außergewöhnliche Resonanz auf die Ausschreibung und die hohe Qualität der eingereichten Konzepte bestätigen, dass das KunstHausWien auch international als relevanter Ort für zeitgenössische Kunst sowie gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen wahrgenommen wird. Mit Başak Şenova haben wir eine Kuratorin gewonnen, die über große internationale Erfahrung verfügt und künstlerische Qualität mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen verbindet. Gemeinsam werden wir die Position des KunstHausWien als international vernetztes Museum für zeitgenössische Kunst und Ökologie konsequent ausbauen.“

Im Zentrum ihres Programms steht ein langfristig angelegtes Konzept, das von der unverwechselbaren Identität des KunstHausWien und dem Erbe Friedensreich Hundertwassers ausgeht und sich in aufeinander bezogenen thematischen Zyklen entfaltet. Ausstellungen, Screenings, Residencies, institutionelle Kooperationen und öffentliche Programme greifen dabei ineinander.

Über Başak Şenova

Başak Şenova ist Kuratorin, Designerin und Autorin, die seit 2017 in Wien lebt und arbeitet. Sie verfügt über langjährige internationale Erfahrung in der Entwicklung und Leitung von Biennalen, Ausstellungen, Forschungsprojekten und Klangkunstinitiativen. Zu den Höhepunkten ihrer kuratorischen Laufbahn zählen die Betreuung des türkischen Pavillons bei der Biennale von Venedig 2009 sowie des nordmazedonischen Pavillons 2015.

Neben ihrer kuratorischen Praxis ist sie als Publizistin und Herausgeberin tätig und engagiert sich in internationalen Fachgremien. Als Mitbegründerin der Istanbuler Plattform NOMAD initiierte sie Projekte an der Schnittstelle von digitaler Kultur, zeitgenössischer Kunst und Klangkunst.

Şenova studierte Literatur und Grafikdesign, absolvierte einen MFA in Grafikdesign und promovierte an der Bilkent University in Kunst, Design und Architektur. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten leitete sie an der Universität für angewandte Kunst Wien das Forschungs- und Fellowship-Programm The Octopus Programme. Aktuell arbeitet sie unter anderem am internationalen Forschungsprojekt Soil & Water und leitet das Africa-UniNet-Projekt Thinking Soil & Water.

Programmüberblick KunstHausWien bis Jahresende 2026

Das KunstHausWien zeigt derzeit mit „Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures“ eine internationale Gruppenausstellung, die sich mit Saatgut, Biodiversität und den Zukunftsfragen unserer Ernährungssysteme auseinandersetzt.

Im Projektraum Garage ist die Ausstellung „I Wish We Had More Time“ des Institute of Queer Ecology noch bis 4. Oktober 2026 zu sehen.

Im November präsentiert die neue Chefkuratorin Başak Şenova ihre erste Ausstellung im Projektraum Garage und gibt damit einen Ausblick auf die programmatische Ausrichtung der kommenden Jahre. Nähere Informationen werden Ende September 2026 bekannt gegeben.