Wie Gemeinden sich an den Klimawandel anpassen
Eine Broschüre des Klima- und Umweltschutzministeriums zeigt zehn Beispiele, was man auf kommunaler Ebene umsetzen kann.
Hitzeperioden, Starkregen, Hochwasser oder Trockenheit sind Beispiele für reale Risiken vieler Gemeinden in Österreich. Sie wirken sich vor Ort auf Menschen, Gebäude und Infrastrukturen, aber auch auf Kulturgüter, wirtschaftliche Tätigkeiten und den Naturraum aus. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass ein erheblicher Anteil dieser Ereignisse direkt auf den Klimawandel zurückzuführen ist.
Neben dem Klimaschutz bildet die Anpassung an den Klimawandel die zweite zentrale Säule der Klimapolitik. Das Klima- und Umweltschutz-Ministerium sieht Gemeinden sowohl bei der Planung und Umsetzung als auch bei der langfristigen Verankerung bedarfsgerechter Maßnahmen als "zentrale Akteurinnen der kommunalen Klimawandelanpassung".
Zehn beispielgebende Gemeinden
In einer Broschüre werden zehn Beispiel-Gemeinden vorgestellt, die sich bereits wirksam gegen die Folgen des Klimawandels gerüstet haben. Die Maßnahmen reichen von der Entsiegelung und Begrünung öffentlicher Flächen über wassersensible Planung bis hin zu klimaresilienter Infrastruktur. Diese sollen "inspirieren und Mut machen".
In der Region Bucklige Welt-Wechselland reduzieren bereits in zehn Gemeinden naturnahe Kleinrückhaltebecken die Abflussgeschwindigkeit des Wassers bei intensivem Niederschlag. Das schützt Wege und umliegende Grundstücke vor Wasserschäden.
Solche Projekte lassen sich in relativ kurzer Zeit umsetzen. Die beauftragten Unternehmen brauchen ca. 14 Tage, um die Rückhaltebecken zu installieren. Damit alle Beteiligten, auch die Grundeigentümer*innen mit an Bord sind, sollte der Ort mit allen vor Ort besichtigt werden und genau dargestellt werden, was genau gemacht wird und was nicht.
Die Broschüre zum Download