Innovatives zum An- und Abbeißen
Der Report "Food Innovation in Wien" zeigt Lebensmittelinnovationen aus Wien und die Akteur*innen dahinter
Die Wiener Wirtschaftsagentur hat in einem Report Wissenswertes zur Lebensmittelproduktion in Wien gesammelt - und stellt dabei auch besonders innovative, biologische Leuchtturm-Projekte vor.
Drei Beispiele:
Chez Fritz: Süße Handwerkskunst neu gedacht
Das Wiener Unternehmen Chez Fritz zeigt, dass feine Patisserie auch ohne tierische Zutaten gelingt. Gründerin Isabella Hofmann und Mitgründer Arik Mähr setzen bei ihren Törtchen, Kuchen und Desserts konsequent auf pflanzliche Zutaten und verbinden klassisches Konditorhandwerk mit zeitgemäßem Genuss. Ihr Ziel: nachhaltige Alternativen schaffen, die geschmacklich überzeugen und gleichzeitig einen Beitrag zu Klima- und Tierschutz leisten. So macht Chez Fritz pflanzliche Patisserie für ein breites Publikum erlebbar.
„Es gibt verschiedene Wege, ein ethisch und ökologisch bewusstes Leben zu führen – Veganismus ist nur einer von vielen. Mit unseren süßen Kreationen möchten wir Menschen zeigen, dass Genuss und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind“, so Arik Mähr.
Simiæn: Genuss aus einer unterschätzten Ressource
Aus einer ungewöhnlichen Idee entstand ein innovatives Wiener Food-Startup: Simiæn entwickelt Getränke und Tees auf Basis von Flechten. Die Gründerinnen Julia Schwarz und Lisi Penker greifen dabei Forschungserkenntnisse zu den nährstoffreichen Symbiosen aus Algen und Pilzen auf und übersetzen diese in marktfähige Produkte. So macht Simiæn eine bislang wenig beachtete Ressource erlebbar und zeigt, wie nachhaltige Lebensmittelinnovationen aus Wien aussehen können.
LIVIN farms: Proteine aus dem Kreislauf
Das Wiener Unternehmen LIVIN farms entwickelt innovative Lösungen für eine nachhaltige Proteinproduktion. Unter der Leitung von Katharina Unger setzt das Unternehmen auf die Zucht von Insekten, die organische Reststoffe in hochwertige Proteine umwandeln können. Mit diesem Ansatz trägt LIVIN farms dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kreisläufe in der Lebensmittel- und Futtermittelproduktion zu schließen. Das Unternehmen zählt damit zu den Vorreitern einer zukunftsfähigen Bioökonomie.
„Wir nutzen die entscheidende Funktion von Insekten im Ökosystem, um unser Ernährungssystem in großem Maßstab wieder gesund zu machen: Wir verwandeln Abfall in wertvolle Nahrungsmittel!“, so Katharina Unger, Geschäftsführerin von Livin farms.