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KI und Analytik künftig entscheidende Erfolgsfaktoren

Das sagen vier von fünf Unternehmensstrategen laut internationaler Gartner-Umfrage.

Foto: Geralt / Pixabay

79 Prozent der Unternehmensstrategen halten Technologien wie Analytik, künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung in den nächsten zwei Jahren für entscheidend, um wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Das zeigt eine Umfrage, die der Marktforscher Gartner von Oktober 2022 bis April 2023 unter 200 Führungskräften aus dem Bereich Unternehmensstrategie in Nordamerika, Westeuropa, Asien/Pazifik und Australien/Neuseeland durchgeführt hat. Zum Sample gehörten verschiedenen Branchen, Umsatzbereichen und Unternehmensgrößen.
 

Mehr Automatisierung

Die Strategen gehen davon aus, dass im Durchschnitt 50 Prozent der strategischen Planungs- und Ausführungsaktivitäten teilweise oder vollständig automatisiert werden könnten. Derzeit liegt dieser Anteil bei nur 15 Prozent. In Deutschland nutzen laut pressetext-Bericht bereits bereits die Hälfte der Start-ups ChatGPT & Co. David Akers, Director Research bei Gartner, betont: "Jahrelang haben Strategen ihren Unternehmen gesagt: Wenn ihr wettbewerbsfähig und effektiv bleiben wollt, müsst ihr digital werden. Jetzt scheinen sie bereit zu sein, diese Aufforderung auf ihre eigenen Arbeitsabläufe anzuwenden."

Während die meisten Unternehmensstrategen angaben, dass sie deskriptive und diagnostische Analysen verwenden, berichtete weniger als die Hälfte von fortschrittlicheren Tools wie prädiktiven, präskriptiven oder grafischen Analysen. Ebenso gaben nur 20 Prozent der Strategen an, dass sie KI-bezogene Tools, wie maschinelles Lernen oder natürliche Sprachverarbeitung für ihre Arbeit nutzen. Ein großer Prozentsatz hob jedoch hervor, diese Tools entweder in einem Pilotprojekt zu erproben oder bereits die Einsatzmöglichkeiten auszuloten. So gaben 51 Prozent an, maschinelles Lernen zu testen und 45 Prozent setzten auf prädiktive Analytik.

Viele offene Fragen

Ein großes Hindernis bei der Implementierung der neuen Technologien ist bislang die Festlegung eines klaren Anwendungsfalls. 52 Prozent der Befragten äußerten, dass dies eine der drei größten Herausforderungen sei - diesbezüglich die häufigste Antwort. "Dafür gibt es mehrere Gründe", so Akers. "Die Strategen sind mit einem unbekannten Anbietermarkt konfrontiert, haben zu viele Optionen zur Auswahl und können kaum auf Präzedenzfällen aufbauen."

Viele der fortschrittlichen Technologien, die die Strategen implementieren wollen, werden in anderen Bereichen bereits erfolgreich eingesetzt. Um einen aussagekräftigen Business Case zu erstellen, empfiehlt Gartner, zunächst vorhandene Funktionen auf spezifische Bedürfnisse abzustimmen und dann zu überlegen, wie die verschiedenen Anwendungsfälle, die die fortschrittliche Technologie bieten könnte, zu priorisieren sind. Dabei seien präzise Fragen zum Zweck, zu Folgen und zur Eignung der neuen Tools von entscheidender Bedeutung.

Moritz Bergmann, pressetext.redaktion