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Neu: Kodex für transparente Zusammenarbeit

Neue Transparenz-Initiative von Unternehmen bringt klare Rahmenbedingungen für Unternehmenskooperationen

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Kooperationen zwischen Unternehmen und Non-Profit Organisationen bzw. Vereine sind mehr denn je gefragt – zur Erreichung gemeinsamer Ziele, aber vor allem auch zur finanziellen Unterstützung von gemeinnützigen Aktivitäten. Je höher die dafür aufgewendeten Budgets, desto wichtiger sind Transparenz, klare Spielregeln und offener Dialog auf Augenhöhe. Die „Initiative für transparente Zusammen­arbeit“, ein Zusammenschluss heimischer Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen, will dem gesellschaftspolitisch sensiblen Thema des Miteinanders mit Vereinen und NGOs nun klare, nachvollziehbare und transparente Regeln und Rahmenbedingungen verleihen.

Die Unternehmen verpflichten sie sich, den neu erstellten „Kodex für transparente Zusammenarbeit“ im eigenen Unternehmen, in internen Strukturen und Prozessen, in Bilanzen und Finanzgebarung, in der Kommunikation und im Reporting einzuhalten. Dieser umfassende Transparenzkatalog wurde von der Wirtschaftsethik- und Kommunikationsexpertin Gabriele Faber-Wiener im Team mit Juristen, Wirtschaftsprüfern, NPOs und Unternehmen verfasst und stellt das erste vergleichbare Rahmenwerk in Europa dar.

Die wichtigsten Eckpfeiler des neuen Leitfadens für Transparenz und Zusammenarbeit: Offenlegung von Spenden, Sachspenden und Sponsoring ab einer gewissen Höhe, klare Regeln für Logoverwendung, für Studien und Beratungsleistung im Unternehmensauftrag, für gemeinsame Projekte, aber auch bei Mitgliedschaften von Führungskräften bei NPO. Darüber hinaus formuliert der Kodex klare Vorschläge für die Umsetzung wie z.B. einer NPO Due Diligence, Mechanismen für Kontrolle sowie Empfehlungen zur Kommunikation. Detailinfos, Autor*innen und Unterstützer*innen finden sich auf www.transparente-zusammenarbeit.org.

Impulsgeber und Erstunterzeichner sind heimische Unternehmen aller Größenordnungen: Adamah Biohof, Bank Austria, Berglandmilch, Blue Minds Company, Sojarei und Uniqa Österreich. Weitere Partner und Träger sollen laufend zur neuen Transparenz-Plattform dazu stoßen können. Grundsätzlich können sich alle Unternehmen an dieser Initiative beteiligen, unabhängig von ihrer Größe. Voraussetzung ist es, sich zu den Vorgaben des Kodex zu bekennen und dieses Bekenntnis auf www.transparente-zusammenarbeit.org öffentlich zu machen sowie es im eigenen Unternehmen in den internen Strukturen und Prozessen entsprechend anzuwenden bzw. in der eigenen Kommunikation und im Reporting zu berücksichtigen.

Ziel der neuartigen Initiative: Mit klaren Regeln und offener Kommunikation auf Augenhöhe das Vertrauen der Öffentlichkeit in beide Sektoren zu stärken, Unternehmen ebenso wie Non Profit Organisa­tionen.

„Transparenz und Glaubwürdigkeit werden mehr denn je zur wichtigsten Währung in unserer Gesellschaft“, erklärt die Kodex-Autorin Gabriele Faber-Wiener. „Mit den neuen EU-Vorgaben wie der Offenlegungsverordnung oder dem Country by Country-Reporting gewinnen diese Grundwerte in Zukunft noch viel mehr an Bedeutung. Dies gilt ganz speziell auch für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Non Profit Organisationen: Dieser Bereich ist bislang völlig ungeregelt, und das ist ein schwelendes Risiko für beide Seiten! Wir wollen mit der Initiative und dem Kodex beide Sektoren stärken – die Nonprofit Organisationen, deren Korrektivfunktion heute notwendiger ist denn je, und die Unternehmen, die hier – wo es keine entsprechenden rechtlichen Vorgaben gibt – als Vorbild vorangehen.“

Neben klaren Regeln für bestehende Kooperationen sucht die „Initiative für transparente Zusammenarbeit“ auch den konstruktiven Austausch mit NPOs und anderen Stakeholdern, um das Regelwerk weiter auszubauen und in allen Gesellschaftsbereichen zu verankern.

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