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Technisches Museum zertifiziert

Das Technische Museum Wien ist als erstes Bundesmuseum  OekoBusinesszertifiziert!"

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Infografik_OekoBusiness Wien_Bilanz_2021

"Nachhaltig geführte Betriebe sind ein wesentlicher Faktor in einer lebenswerten und klimaneutralen Stadt", betonte Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky bei der Präsentation der Gesamtbilanz von OekoBusiness Wien im Technischen Museum Wien. "Dass mittlerweile knapp 1.400 Wiener Betriebe an OekoBusiness Wien teilnehmen und auch in herausfordernden Zeiten in Umweltschutz investieren, zeigt, dass sich eine nachhaltige Betriebsführung lohnt."

Insgesamt haben OekoBusiness Wien Betriebe seit 1998 mehr als 167 Mio. Euro Betriebskosten durch Umweltmaßnahmen eingespart. Mehr als 740 Tonnen CO2 - das entspricht mehr als 4.000-mal dem Fassungsvermögen des Wiener Gasometers - wurden nicht in unsere Luft ausgestoßen und mehr als 127.000 Tonnen Abfall wurden nicht produziert. Neben Ressourcenschonung und Abfallvermeidung setzt das Programm aber auch auf gesellschaftliche Verantwortung wie zum Beispiel die Einbindung von MitarbeiterInnen und KundInnen in betriebliche Umweltverbesserungen. Dem Technischen Museum Wien ist es gelungen, alle Säulen der Nachhaltigkeit zu verbinden. Stadtrat Jürgen Czernohorszky: "Klimaschutz gehört für mich definitiv auch ins Museum, weil er nur funktioniert, wenn wir Wissen über die Auswirkungen alter und neuer Technologien verstehen und vermitteln können. Es freut mich daher ganz besonders, dass wir unsere diesjährige Bilanz im Technischen Museum Wien präsentieren und dass das Museum mit der Zertifizierung ,Österreichisches Umweltzeichen' eine wichtige Vorbildfunktion und Vermittlerrolle übernimmt."

Technisches Museum Wien - Auszeichnung als "Grünes Museum"

OekoBusiness Wien baut sein Angebot laufend aus, um sämtlichen Branchen gerecht zu werden. So können sich nun auch Museen und Ausstellungshäuser mit dem Österreichischen Umweltzeichen im Rahmen von OekoBusiness Wien zertifizieren lassen. Pionier ist dabei das Technische Museum in Wien - das erste Bundesmuseum, das Nachhaltigkeit damit in seiner Institution fest verankert. "Als ich den Nachhaltigkeits-Schwerpunkt bei meinem Amtsantritt initiiert habe, war ich positiv überrascht mit wie viel Begeisterung das aufgenommen wurde", erinnert sich Generaldirektor Peter Aufreiter, der das Museum mit seinen 220 MitarbeiterInnen seit dem Vorjahr führt. "Es ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, dass das Thema Nachhaltigkeit derart breit mitgetragen wird." Zahlreiche Maßnahmen wurden im Rahmen der Zertifizierung bereits umgesetzt, unter anderem wird das Museum zu 100 % mit zertifiziertem Ökostrom versorgt, neue Fenster senken den Wärmedurchgangskoeffizienten um zwei Drittel und die LED-Beleuchtung sorgt für deutliche Energieeinsparungen. Nach dem Motto "Reduce, reuse and recycle" wird etwa das Material zum Verpacken von Ausstellungsobjekten wiederverwertet, ebenso Materialien aus rückgebauten Ausstellungen. Drei Photovoltaikanlagen erzeugen Strom, das Depot in Haringsee kann auf diese Weise sogar mit der Hälfte des dort benötigten Stroms versorgt werden.

Nicht nur im operativen Museumsbetrieb, auch in den Ausstellungs- und Vermittlungsprogrammen setzt das Museum verstärkt auf Umwelt-, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen. "Als erstes Bundesmuseum als ,Grünes Museum' ausgezeichnet zu werden, ist ein Meilenstein, auf den wir stolz sind! Aber auf dem wir uns nicht ausruhen, denn wir verstehen unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit als kontinuierlichen Prozess, durch den wir einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft leisten. Dies setzen wir sowohl durch unser eigenes Handeln als auch im Austausch mit unserem Publikum in unseren Ausstellungen und Vermittlungsprogrammen um", so Karin Skarek, Wirtschaftliche Geschäftsführerin. Die bestehende Schausammlung wird um Narrative zur Nachhaltigkeit ergänzt. Dazu orientiert sich das Museum an den 17 Sustainable Development Goals (kurz SDGs), die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. "Dadurch wollen wir einerseits den Bekanntheitsgrad der SDGs weiter erhöhen, andererseits bieten unsere historischen Objekte aufschlussreiche Perspektiven auf gegenwärtige Herausforderungen und die Agenda 2030, wodurch wir einen kritischen Diskurs mit unserem Publikum anregen können", so Aufreiter.

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OekoBusiness Wien im Technischen Museum_vlnr_Aufreiter_Hruschka_Czernohorszky, Skarek_(c)APA_Nadine Bargad

Die Einsparungen der OekoBusiness Wien Betriebe in 23 Jahren

  • 167,2 Mio. Euro Betriebskosteneinsparungen (= 749.103 Jahreskarten der Wiener Bäder)
  • 740.435 t CO2 (= 4.113,5 mal das Fassungsvermögen des Wiener Gasometer)
  • 3.196.400 m3 Wasser (12,86 Tage Wasserverbrauch für alle EinwohnerInnen Wiens)
  • 2,43 TWh Energie (damit könnte man 6,78 Jahre lang alle Wiener Kühlschränke betreiben)
  • 225,3 Mio. Transportkilometer (1,8 Mio. mal Wien umwandern)
  • 127.650,5 t Abfall (297,9 mal so schwer wie das Wiener Riesenrad)

"Die aktuellen Zahlen sprechen für sich. OekoBusiness Wien zeigt, umweltbewusstes Wirtschaften ist eine Win-Win Situation für alle teilnehmenden Betriebe, die Umwelt und alle Menschen, die in Wien leben - und das seit 23 Jahren", erklärt OekoBusiness Wien-Programmmanager Thomas Hruschka abschließend.

Weitere Informationen sowie alle teilnehmenden Betriebe finden Sie auf: www.oekobusiness.wien.at und http://unternehmen.oekobusiness.wien.at

Gleich reinhören: "Dreiviertel Zwölf" - der neue Podcast von OekoBusiness Wien

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