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Umwandelndes Grundeinkommen

Eine neues Konzept: das "Umwandelnde Grundeinkommen“. Es soll zu mehr Arbeit führen und trotzdem finanzierbar sein.

bge-diskussion
Links oben: Prof. Schneider, rechts oben: Helmo Pape, links unten: Prof. Prainsack, rechts unten: Dr. Wakolbinger Generation Grundeinkommen

Der Verein Generation Grundeinkommen will mit einer Studie und einem umfangreichen Papier eine fundierte und sachliche Diskussion über eine Änderung der wirtschaftlichen Grundlagen unserer Gesellschaft anstoßen.

Das Grundkonzept des sogenannten "Umwandelnden Grundeinkommens" sieht vor, dass alle Menschen ein Basiseinkommen, ohne jede Bedingung, erhalten. Jeder Zuverdienst wäre steuerfrei (keine Steuern auf Arbeit). Steuern sollen ausschließlich auf Konsum und Vermögen anfallen.

So sollen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und die ökologischen Grundlagen der Erde erhalten werden.

Dr. Florian Wakolbinger, Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung: "Heute ist es so, dass erstens Erwerbsarbeit deutlich besser bezahlt werden muss, damit die Menschen motiviert sind, Arbeit anzunehmen. Zweitens tun sich gerade frisch gegründete Unternehmen mit dem ersten Mitarbeiter am schwersten. Das Umwandelnde Grundeinkommen würde das ändern."

Univ. Prof. Dr. Barbara Prainsack: "Das bedingungslose Grundeinkommen soll weder mit der Erwerbsarbeit konkurrieren, noch sie aushebeln. Die bisherigen Experimente zeigen keine Evidenz, dass die Erwerbsarbeit zurückgeht. Wir gehen eher von der Idee aus, dass die Produktivität gesteigert wird."

em. Univ. Prof. Dr. Dr. Friedrich Schneider: "Wir sehen in der aktuellen Corona-Krise, dass die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens an Popularität gewinnt und mehr und mehr und mehr diskutiert wird.
Wir haben schon jetzt sehr hohe Transfers, mit beachtlichem Aufwand. Warum wählen wir nicht einen einfacheren Weg, eine einfachere Lösung.

Das umwandelnde Grundeinkommen würde jeder bekommen, ohne Kontrolle. Das bewirkt, dass die Selbstverwirklichung voranschreiten kann. Der Anreiz für eine Arbeitsleistung bleibt gewahrt, und ermöglicht vielleicht sogar einen höheren Einsatz. Das ist eine Chance für viele Kleinunternehmer und Kleinstbetriebe.

Meine Forderung ist, dass wir eine viel offenere Diskussion führen. Studien sollen diskutiert und in der Luft zerrissen werden, auf sachlicher Basis. Es wären viel mehr Feldexperimente nötig – es gibt viele Dinge, die wir noch wissen und sozialwissenschaftlich erforschen sollten."

Der Verein "Generation Grundeinkommen" wurde Anfang 2017 von Helmo Pape gegründet. Er zählt 125 Mitglieder und Unterstützer wie zum Beispiel Dr. Heide Schmidt, Gerhard Haderer und Prof. Friedrich Schneider.

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