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Architektur aus dem Druckkopf

Der neu entwickelte "A.R.G.O.S. 140200" bringt erdbasierte Materialien in Form.

Aus den Düsen eines 3D-Druckers mit mehreren Armen wird Ton in einer korallenförmig geschlungenen Struktur auf ein schwarzes Podest gespritzt. Hinter dem Gerät stehen drei Männer mit braunen Arbeitsschürzen.
Julian Jauk, Lukas Gosch und Milena Stavric stehen hinter dem A.R.G.O.S. 140200. Foto: Helmut Lunghammer - TU Graz

Im Shape Lab am Institut für Architektur und Medien der TU Graz wird an nachhaltigen Baustoffen und innovativen Fertigungstechnologien geforscht. Ganz neu ist A.R.G.O.S. 140200, ein 3D-Drucker für erdbasierte Materialien, der von den Forschenden selbst entwickelt und gebaut wurde.

Aus den Düsen eines 3D-Druckers mit mehreren Armen wird Ton in einer korallenförmig geschlungenen Struktur auf ein schwarzes Podest gespritzt.
Foto: Helmut Lunghammer - TU Graz

Der Drucker A.R.G.O.S. 140200 kann komplexe Bauteile bis zu einer Größe von 140 x 200 cm drucken. Beim Druck verarbeitet werden erdbasierte Materialien wie zum Beispiel Ton.

Der A.R.G.O.S. 140200 wurde vollständig vom Team selbst entwickelt. Die drei flexiblen Führungsarme für den Druckkopf machen präzise Arbeiten und komplexe Strukturen möglich. Ziel ist es, ganze Bauteile aus nachhaltigen Rohstoffen fertigen zu können.

Auch an der optimalen Materialmischung für den Druck wird geforscht. So wird mit Ton als Ausgangsmaterial in unterschiedlichen Zusammensetzungen experimentiert und mit einer Myzelium-Impfung, die das Material stabilisieren.

Die Entwürfe, die später mit dem Drucker realisiert werden, können mit einem eigens entwickelten Plugin (Termite) für herkömmliche Software gebaut werden. Bei dem abgebildeten Druck entsteht ein korallenförmiger Beistelltisch, der später mit einer Glasplatte ver- vollständigt wird.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Instituts für Architektur und Medien (Julian Jauk, Lukas Gosch und Milena Stavric) und des Instituts für Gebäude und Energie (Markus Bartaky), Jetclay und Esterhazy.