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Wiener Umweltpreis 2018 vergeben

Seit mehr als zehn Jahren vergibt die Stadt Wien gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 den Umweltpreis im Rahmen des Umweltservice-programms OekoBusiness Wien.

BauKarussell v.l.n.r.: Ulli Sima (Umweltstadträtin), Greta Sparer (RepaNet), Markus Meissner (Pulswerk), Elisabeth Smith (DRZ Wien), Sebastian Hafner (Romm ZT), Josef Plank (BMNT Generalssekretär)
BauKarussell v.l.n.r.: Ulli Sima (Umweltstadträtin), Greta Sparer (RepaNet), Markus Meissner (Pulswerk), Elisabeth Smith (DRZ Wien), Sebastian Hafner (Romm ZT), Josef Plank (BMNT Generalssekretär) Foto: Houdek/PID umweltpreistraeger 2018_baukarussell_(c)houdek,pid

Jahr für Jahr stehen dabei Wiener Betriebe im Mittelpunkt, die die nicht nur ökonomisch nachhaltig wirtschaften, sondern vor allem Synergien für Umwelt und Gesellschaft schaffen. Von insgesamt zehn Nominierten, die ins Rennen um den Umweltpreis gegangen sind, wurden vier Betriebe im Rahmen einer feierlichen Gala in der Wirtschaftsuniversität Wien ausgezeichnet.

Die Fairmittlerei v.l.n.r.: Michael K. Reiter (Fairmittlerei), Ulli Sima (Umweltstadträtin), Manfred Hlina (Fairmittlerei)
Die Fairmittlerei v.l.n.r.: Michael K. Reiter (Fairmittlerei), Ulli Sima (Umweltstadträtin), Manfred Hlina (Fairmittlerei) Foto: Houdek/PID umweltpreistraeger 2018_die fairmittlerei_(c)houdek,pid

Die Preisträger im Detail

"Wie die Verringerung des Abfallaufkommens in Wien durch Umverteilung erfolgen kann, zeigt Die Fairmittlerei eindrucksvoll", so Ulli Sima. Das junge Social Venture vermittelt einwandfrei gebrauchsfähige, aber nicht verkaufsfähige Non-Food-Produkte wie Putz- und Reinigungsmittel, Hygiene- und Büroartikel sowie Werkzeuge und Möbel an gemeinnützige Organisationen. "Die Fairmittlerei schafft eine klassische Win-Win-Situation mit sozialem und ökologischem Mehrwert auf der einen und Kosteneinsparungen auf der anderen Seite." Mit den Diensten der Fairmittlerei sparen Nonprofit-Organisationen Geld für ihre Kernaufgaben, der Handel und die Industrie wiederum bei den Entsorgungskosten!

2017 konnte das junge Unternehmen, das erst letztes Jahr am Beratungsprogramm für Start-ups "RE:WIEN" teilgenommen hat, bereits vier Tonnen an Sachspenden sammeln und so 20.000 Euro Ersparnis für Nonprofit-Organisationen generieren.

BauKarussel ist das erste österreichische Pilotprojekt für Re-Use im großmaßstäblichen Baubereich. In Zusammenarbeit mit großen Bauträgern und Projektentwicklern werden Komponenten, die beim Neubau wiederverwertet werden können, ausgebaut, bevor ein Gebäude abgerissen wird. "Das Projekt konnte sowohl mit seiner ökologischen als auch sozialen Komponente überzeugen: Als erstes Re-Use Projekt, dass sich derart großen Maßstäben bewegt, schließt es eine längst hinfällige Lücke in Österreich und schafft einen tollen Nutzen für die Umwelt. Gleichzeitig werden Arbeitskräfte aus sozialwirtschaftlichen Unternehmen im Rahmen des Projektes eingesetzt, die damit Qualifizierung, Jobtraining und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten," begründet Josef Plank, Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, die Auszeichnung.

Bernhard AV v.l.n.r.: Ulli Sima (Umweltstadträtin), Mag. Christoph Strolz, Christine Bernhard, Mmag. Katharina Bernhard (alle drei Bernhard AV), Ing. Martin Heimhilcher (WKW Spartenobmann), Lukas Zemlyak (Bernhard AV)
Bernhard AV v.l.n.r.: Ulli Sima (Umweltstadträtin), Mag. Christoph Strolz, Christine Bernhard, Mmag. Katharina Bernhard (alle drei Bernhard AV), Ing. Martin Heimhilcher (WKW Spartenobmann), Lukas Zemlyak (Bernhard AV) Foto: Houdek/PID umweltpreistraeger 2018_bernhard av_(c)houdek,pid

Als internationale Kongressstadt hat Wien mit Bernhard AV einen idealen Technikausstatter für jede Art von Event, bei dem auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommen. Das Unternehmen setzt Umweltschwerpunkte nach innen und außen und unterstützt außerdem Green Meetings und Events als Technikausstatter. "Neben der Pionierarbeit die Bernhard AV innerhalb der Branche leistet, überzeugt auch der Ansatz, sämtliche Geschäftsbereiche mit der ,Umwelt-Brille' kritisch zu durchleuchten und stetig zu verbessern," zeigt sich WKW-Spartenobmann Ing. Martin Heimhilcher über das Portfolio des Umweltpreisträgers begeistert.

112 ausgezeichnete OekoBusiness Wien Betriebe

Neben den Umweltpreisträgern hatten noch viele weitere Unternehmen am gestrigen Abend allen Grund stolz zu sein. "Wir durften dieses Jahr 112 Betriebe für ihre Teilnahme an OekoBusiness Wien auszeichnen. Sie alle geben Anstoß, eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft in Wien weiter auszubauen und bestärken uns, dieses erfolgreiche Projekt weiterzuführen", so Ulli Sima, als eine der ersten GratulantInnen.

Insgesamt haben seit Start der Initiative 1998 mehr als 1.200 Betriebe teilgenommen, im vergangenen Jahr sind 34 neue Betriebe dazugekommen, 78 wurden wiederausgezeichnet. Damit konnten im Jahr 2017 folgende Einsparungen erzielt werden:

  • 4,89 Millionen Euro Betriebskosten
  • 12.635 Tonnen CO2 - damit könnten 2127 Heißluftballone befüllt werden
  • 180 Tonnen Abfall - ein Turm aus 120-Liter-Mistkübeln dieser Menge wäre knapp 3,4 Kilometer hoch
  • 39,67 Gigawattstunden Energie - damit könnte man 13.220 Haushalte ein Jahr lang versorgen
  • 130.000 Transportkilometer - damit könnte man mehr als 650-mal die Strecke Wien-Graz fahren
Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z. v.l.n.r.: Willibald Steinkellner (AK Vizepräsident), Sepp Eisenriegler (R.U.S.Z.) Foto: Houdek/PID
Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z. v.l.n.r.: Willibald Steinkellner (AK Vizepräsident), Sepp Eisenriegler (R.U.S.Z.) Foto: Houdek/PID umweltpreistraeger 2018_r.u.s.z._(c)houdek,pid

"An dem Projekt ,Nutzen statt Besitzen' des Reparatur- und Servicezentrums R.U.S.Z. hat uns vor allem die alltags- und praxistaugliche Umsetzung des "Shared Economy" Konzeptes begeistert. Vom Produkt ,Waschmaschine' hin zur Dienstleistung ,Wäsche waschen' macht das R.U.S.Z. das Geschäftsmodell ,Nutzen statt Besitzen' vom Schlagwort zum zukunftstauglichen Geschäftsmodell", erklärt AK-Vizepräsident Willibald Steinkellner, der den Preis gestern überreichte. Durch das Waschmaschinen-Leasingmodell wird unnötigem Ressourcenverbrauch und der Produktion von Gerätschaften mit geplanten Obsoleszenzen keine Chance gegeben. Dabei greift das Unternehmen auf jahrelange Expertise im Reparaturbereich sowie auf soziale Kompetenz als Beschäftigungsstätte von Langzeitarbeitslosen bzw. Ausbildungsstätte für Jugendliche zurück.

Der Umweltpreis der Stadt Wien

Der Umweltpreis zeichnet das Engagement der besten Wiener Betriebe aus und dient als Anreiz und Inspirationsquelle für Unternehmen, die sich bisher noch wenig mit dem Thema des betrieblichen Umweltschutzes auseinandergesetzt haben. Die Siegerprojekte werden von einer unabhängigen Jury, dem Beirat von OekoBusiness Wien, ermittelt. Entscheidend sind dabei Umweltrelevanz, Innovationsgrad und Zukunftsfähigkeit, aber auch soziale und gesellschaftliche Aspekte der eingereichten Maßnahmen und Vorhaben. Die ausgezeichneten Unternehmen erhalten eine speziell für diesen Wettbewerb entworfene Trophäe, sowie eine Urkunde. Preisträgerinnen und Preisträger, die für ihre Umweltprojekte in der Planungsphase noch keine Beratung im Rahmen von OekoBusiness Wien in Anspruch genommen haben, gewinnen mit dem Umweltpreis zusätzlich professionelle Unterstützung durch geprüfte Umweltberaterinnen und Umweltberater. Die Veranstaltung zur Verleihung der Umweltpreise 2017 ist ein ÖkoEvent, ein Prädikat der Stadt Wien für umweltfreundliche Maßnahmen bei Veranstaltungen.

Nähere Informationen: www.oekoevent.at

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