"Biobasierte Materialien sind heute eine skalierbare Realität"
Lenzings Spezialfasern aus erneuerbarem Holz stärken die Wettbewerbsfähigkeit und den Klimaschutz.
„Biobasierte Materialien sind keine Zukunftsvision, sondern heute eine skalierbare Realität. Als integrierter Hersteller für cellulosische Fasern mit starken europäischen Wurzeln stärkt Lenzing die industrielle Resilienz und beschleunigt den Ausstieg aus fossilbasierten, synthetischen Fasern“, sagt Georg Kasperkovitz, Vorstandsmitglied der Lenzing Gruppe. Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz würden sich gegenseitig verstärken: Die Spezialfasern aus erneuerbarem Holz weisen niedrigere Treibhausgasemissionen als generische Alternativen auf. Sie sind zertifiziert biologisch abbaubar und kompostierbar, und die Klimaziele sind SBTi‑validiert (siehe GUT ZU WISSEN) und am 1,5‑Grad‑Pfad ausgerichtet.
Bei einem Roundtable‑Gespräch von Vertreter*innen der Unternehmensgruppe, der Europäischen Kommission, der britischen Mission bei der EU, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Industrie gibt es darum, wie biobasierte Materialien Europas wirtschaftliche Sicherheit stärken und den Übergang in eine fossilfreie Zukunft beschleunigen können.
Europa hat die industrielle Basis für die Skalierung der Biofaser-Produktion
Zentrales Thema war das Potenzial cellulosischer Fasern als vollständig biobasierte, biologisch abbaubare Alternativen in Vliesstoffanwendungen wie Feuchttüchern. Obwohl Europa die industrielle Basis für die Skalierung hat, bremsen regulatorische und Kosten‑Asymmetrien die Wettbewerbsfähigkeit. Als entscheidend wurden klare, kohärente politische Signale – inklusive möglicher Updates der Single Use Plastics Directive (SUPD) – für Investitionssicherheit und Markthochlauf genannt.
Umsatz: 2,66 Milliarden Euro
Nennkapazität (Fasern): 1.110.000 Tonnen
Mitarbeiter*innen (Vollzeitäquivalente): 7.816
„Europäische Produktionskapazitäten sind zentral für Lieferkettenresilienz und strategische Autonomie", sagte Patricia A. Sargeant, Executive Vice President Nonwovens Commercial der Lenzing Gruppe. Lenzing betreibe integrierte Zellstoff‑ und Faserstandorte in Österreich, Tschechien und dem Vereinigten Königreich. "Europäische Forschung und Entwicklung stärkt den Arbeitsmarkt, Innovation und Know‑how." Zellulosefasern spielten eine entscheidende Rolle in Einwegprodukten für Hygiene-, Medizin-, Textil- und Industrieanwendungen. "Deshalb sind die Produktionskapazitäten zu stärken und Produkte so umzugestalten, dass sie biologisch abbaubare Materialien enthalten, die den Bedenken hinsichtlich Single‑Use Plastics Directive und Mikroplastikverschmutzung Rechnung tragen."
Mit dem Engagement für den Klimaschutz, Innovation und europäische Fertigung arbeitee Lenzing weiter eng mit Politik und Industrie zusammen, um eine widerstandsfähige, fossilfreie Materialwirtschaft voranzutreiben.
GUT ZU WISSEN
Science Based Targets initiative (SBTi) – eine Initiative, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Emissionsreduktionsziele so zu setzen, dass sie wissenschaftlich fundiert dem Pariser Abkommen (Erderwärmung unter möglichst 1,5 °C) unterstützen.
Die Ressourcen stehen allen Organisationen kostenlos zur Verfügung. Es gibt Standards, Werkzeuge und Leitfäden, um kurzfristige und Netto-Null-Ziele festzulegen, vom Flaggschiff-Standard Corporate Net-Zero Standard und dem Financial Institutions Net-Zero Standard bis hin zu spezialisierten Leitfäden und Branchenstandards für Bereiche mit besonders großer Wirkung, darunter die Land- und Forstwirtschaft (FLAG), der Bau, Stahl- und Zementproduktion.
Unternehmen und Finanzinstitutionen können sich anschließend von SBTi validieren lassen. Unternehmen mit validierten Zielen oder solche, die sich verpflichtet haben, Ziele zu setzen, werden auf einemTarget Dashboard gelistet.
Mehr Information zur Science Based Targets initiative (SBTi)