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Gemeinschaftsverpflegung könnte Bio-Landwirtschaft deutlich ankurbeln

Das zeigt eine neue Studie, die von BIO AUSTRIA und Greenpeace in Kooperation mit der Initiative Mutter Erde in Auftrag gegeben wurde.

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V.li._ClausHoller_IsabellaGusenbauer_VinzenzHarbich_Sebastian_Theissing-Matei Fotorechte: Greenpeace / Mitja Kobal v.li._clausholler_isabellagusenbauer_vinzenzharbich_sebastian_theissing-matei

Wenn gemeinschaftliche Einrichtungen auf Bio-Kost umstellen, könnte die heimische Bio-Landwirtschaft einen regelrechten Aufschwung erleben. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) hat errechnet, dass bis zu 243.441 Hektar zusätzliche Bio-Flächen in Österreich möglich wären, wenn Einrichtungen, die viele Menschen auf einmal verpflegen - wie etwa Schulen, Spitäler oder Pensionistenwohnheime – ausschließlich Bio-Kost servieren. Das würde bis zu 9.000 zusätzlichen bäuerlichen Familienbetrieben in Österreich ermöglichen, biologisch zu wirtschaften und gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel zu produzieren. Greenpeace und BIO AUSTRIA fordern nun Bio-Quoten in allen öffentlichen Einrichtungen.

„Etwa 1,8 Millionen Mahlzeiten werden in Österreich täglich in der Gemeinschaftsverpflegung ausgegeben. Gerade im öffentlichen Bereich sollte es ein besonderes Anliegen sein, hochwertige, regionale Lebensmittel aus kontrollierter Herkunft einzusetzen. Der Anteil an Bio-Produkten in den Kantinen öffentlicher Einrichtungen liegt im Schnitt bei etwa 30 Prozent. Der Anteil österreichischer Bio-Lebensmittel in den Kantinen könnte ohne großen Aufwand auf 60 Prozent erhöht werden“, so Claus Holler, Experte für Gemeinschaftsverpflegung bei BIO AUSTRIA.

Nur wenige Bundesländer und Gemeinden, darunter Wien, geben derzeit beim Einkauf von Lebensmitteln bestimmte Bio-Quoten vor. Die Studie zeigt, dass schon mit einer Bio-Quote von 60 Prozent in der Gemeinschaftsverpflegung bis zu 1.800 zusätzliche Betriebe auf biologische Landwirtschaft umschwenken könnten.

„Mehr Bio bringt nicht nur Vorteile für die Umwelt und bessere Haltungsbedingungen für die Tiere. Eine Umstellung auf Bio gibt auch den Bäuerinnen und Bauern eine gute ökonomische Perspektive. Und auch für jene Kinder oder Seniorinnen und Senioren, die tagtäglich in öffentlichen Einrichtungen essen, wäre mehr Bio am Teller eine besonders gute Nachricht“, sagt Theissing-Matei und fordert: „Für alle öffentlichen Einrichtungen sollten nun Bio-Quoten erarbeitet werden!“

Zum Fact Sheet der Studie

Zur gesamten Studie

Die Studie wurde in Kooperation mit der Initiative MUTTER ERDE in Auftrag gegeben.

Gerold Hubmer, Michaela Russmann und Simon Ziegler von "die BiowirtInnen" wollen mehr Bio in der Gastronomie

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