zum Inhalt springen

Die Vorteile eines nachhaltigen Wirtschaftens

Ein White Paper von Climate Lab zeigt am Beispiel der Wien Energie ganz konkrete ökonomische Sustainability-Potenziale auf. 

2602_whitepaper_okonomie_nachhaltigkeit_mpk_sharp_colour0006
Climate Lab-Geschäftsführerin Barbara Inmann mit dem White Paper. Foto: Markus Palzer-Khomenko, Climate Lab

"Menschen neigen dazu, unmittelbare Gewinne stärker zu gewichten als zukünftige – selbst wenn die zukünftigen Gewinne deutlich größer sind." Davon ist Alexander Engelmann, Experte für strategisches Management an der WU Wien, überzeugt. Und es ist im White Paper "Ökonomische Potenziale der Nachhaltigkeit" des Climate Lab nachzulesen.

Der Satz "Nachhaltigkeit lohnt sich!" überzeugt Entscheider*innen in Unternehmen oft nicht, heute Geld in die Hand zu nehmen, auch wenn sich die Investition nicht nur finanziell, sondern auch für das Image und die Umwelt, die Beschäftigten, Kund*innen und den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg lohnt. 

Nachhaltigkeit wirkt im wirtschaftlichen Gefüge genauso wie bei Einzelpersonen

Im operativen Geschäft ist Potenzial in Effizienzsteigerungen, geringeren Prozesskosten und höherer Resilienz zu finden. Fragen wie “Wo hilft uns Nachhaltigkeit Energie und Ressourcen zu sparen, Lieferkettenrisiken zu senken oder Prozesse zu verschlanken?” helfen dabei dabei die Energie- und Materialeffizienz zu erhöhen und regulatorische Risiken zu reduzieren.

Potenzial sehen die am beteiligten Expert*innen der Wien Energie, des Climate Lab, der Wiener Stadtwerke, Bank Austria, Holcim, Horváth und der Wirtschaftsuniversität Wien auch für die strategische Positionierung; bei den Kund*innen, die immer mehr nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen verlangen sowie den Mitarbeiter*innen. 

nachhaltigkeit kann die Fluktuation der Mitarbeiter*innen um 11 Prozent senken

Die Wien Energie hat mit einer Seed-Analyse, also Scan, Estimate, Evaluate und Deliver, fünf Wertehebel der Nachhaltigkeit identifiziert: bei den Finanzierungskonditionen, der Produktivität und der Bindung der Mitarbeiter*innen ans Unternehmen, der Zufriedenheit der Kund*innen und um neue Märkte zu erschließen.

Bei der Bindung der Mitarbeiterr*innen lässt sich der ökonomische Nutzen ganz konkret messen: 

  • Die Fluktuationsrate unterscheidet sich laut Price Waterhouse Coopers um bis zu 11 Prozent zwischen nachhaltig positionierten Unternehmen und solchen, die das nicht sind.
  • Die Kosten für den Recruiting Prozess werden von Haufe auf 5.000 Euro pro Neubesetzung geschätzt.
  • Die Produktivitätsverluste der Einarbeitungszeit können laut Wellhub mit ca. 26 Prozent eines Jahresgehalts angesetzt werden.

"Entscheidend ist, Nachhaltigkeit im Arbeitgeberauftritt erlebbar zu machen", ist im White Paper zu lesen. Unternehmen können diesen Hebel für sich nutzen, indem sie beispielsweise Green Jobs in Stellenportalen klar als solche deklarieren oder die Nachhaltigkeitsstrategie auf der Website präzise präsentieren. (mad)

Hier geht es zum Whitepaper.