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ÖGUT Umweltpreis 2019

Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) zeichnete zum 33. Mal die besten Projekte und Vorbilder im Bereich Nachhaltigkeit aus.

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Foto: Katharina Schiffl

„Das Engagement junger Menschen hat die Themen Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit heuer in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gerückt. Nun aber geht es auch darum, ins Tun zu kommen – und dafür sollten wir die bisherigen Erfahrungen nutzen. Die Personen, Organisationen, Unternehmen und Gemeinden, die mit dem ÖGUT-Umweltpreis 2019 ausgezeichnet werden, können hier als Role models, Ideengeber und Wegweiser dienen. Sie zeigen uns, wie man mit großen Schritten in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft gehen kann. Nutzen wir also die Erfahrung und die neue Energie der Bewegung!“, appelliert Monika Auer, Generalsekretärin der ÖGUT.

Der ÖGUT-Umweltpreis 2019 – die PreisträgerInnen

Eine unabhängige ExpertInnen-Jury aus Wirtschaft, Verwaltung und Umwelt wählte aus 97 Einreichungen die PreisträgerInnen in fünf Kategorien:

Mit dem Preis in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“ wurde Dorothea Sulzbacher, Geschäftsführerin und Gründerin der Lite-Soil GmbH (Wien) ausgezeichnet. Das 2015 gegründete Unternehmen entwickelt innovative wassersparende Bewässerungssysteme. Die Jury beeindruckte vor allem der eindrucksvolle Karriereweg der Juristin und Wirtschaftswissenschafterin. Sie schaffte es, sich in einem männerdominierten Technologieunternehmen durchzusetzen und ist heute Erfinderin mit eingetragenem Patent. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zur Verfügung gestellt.

Die Gemeinde St. Stefan-Afiesl gewann mit dem Projekt Begegnungszentrum St. Stefan-Afiesl (OÖ) in der Kategorie „Nachhaltige Kommune“. Mit umfassender Einbindung der Bevölkerung gelang es, ein multifunktionales Begegnungszentrum mit Café, Gasthaus, Veranstaltungsräumen sowie Nahversorgung aufzubauen. Die Jury würdigte das schlüssige Konzept, das sich im ländlichen Raum auch gut übertragen lässt. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde vom Österreichischen Städtebund zur Verfügung gestellt.

Zwei Projekte freuen sich über Preise in der Kategorie „Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement“. Mit dem Projekt Munderfinger Bürgerbeteiligungsmodell – wie Betroffene mitentscheiden (OÖ) konnte die Gemeinde Munderfing bei der Jury punkten. Gemeinsam wurde eine neue Form der nachhaltigen Entscheidungsfindung – das „Systemische Konsensieren“ – dauerhaft in der Gemeinde verankert. Nach dieser Methode wurden seitdem bereits zahlreiche kontroversielle Themen entschieden – von der Verkehrsberuhigung über die Schließung von Eisenbahnkreuzungen bis hin zum Budget 2019.

Der Preis – für zivilgesellschaftliches Engagement – geht an das Projekt Josefbus der Caritas Wien. In diesem Projekt helfen ehrenamtliche HandwerkerInnen armutsgefährdeten oder alleinlebenden Menschen kostenlos bei Reparaturen im Haushalt. Im Team Josefbus können sich Freiwillige unabhängig vom Niveau ihrer Sprachkenntnisse, ihrem Geschlecht, Alter, sozialen Status und ihrer Herkunft handwerklich einbringen und Menschen helfen. Die Preisgelder in der Höhe von je 2.500 Euro wurden vom BMNT zur Verfügung gestellt.

In der Kategorie „Stadt der Zukunft“ wurde das Projekt „Viertel Hoch Zwei“: Sozialer Wohnbau mit Bauteilaktivierung der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Arthur Krupp, der IIBW und PartnerInnen in Theresienfeld (NÖ) ausgezeichnet. Das Projekt beeindruckte die Jury durch das innovative Energiekonzept und einer neuen Wohntypologie, die es ermöglicht, Wohneinheiten je nach Bedarf einfach in kleinere Wohneinheiten umzubauen. Als vorbildhaft beurteilte die Jury auch die Einbindung von Stakeholdern sowie die Entscheidungsfindung für die einzusetzenden Systeme auf Grund von Lebenszyklusberechnungen. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) mit dem Programm Stadt der Zukunft und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zur Verfügung gestellt.

Die Jury überzeugen konnte in der Kategorie „World without waste“ die von der Siller GmbH (Vlbg) entwickelte 3D Bio Design-Leuchten-Serie ÖKOLED. Diese verbindet hochwertiges Licht und Design mit der Schonung von Ressourcen und Umwelt. Die Leuchte wird aus Lignin hergestellt, einem Nebenprodukt der Papierindustrie. Ein modulares System sorgt für eine lange Nutzungsdauer; wenn die Leuchte dann ausgedient hat, können alle Bestandteile recycelt oder kompostiert werden. Das Preisgeld von 2.000 Euro wurde von Coca-Cola Austria Verfügung gestellt.

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Foto: Katharina Schiffl

Für den LEBENSART Sonderpreis wurde das Projekt GrazTrüffel (Stmk) ausgezeichnet: Durch umweltschonende, nachhaltige Waldbewirtschaftung werden in den Grazer Stadtwäldern gute Wachstumsbedingungen für die Trüffel geschaffen.

Der BUSINESSART Sonderpreis geht an das Projekt Bürgerstrom Volksbankbau in Gallneukirchen in Oberösterreich, über das eine Gemeinschafts-Photovoltaikanlage umgesetzt wurde.

BUSINESSART/LEBENSART stellen für die Sonderpreise ein Medienpaket zur Verfügung.

ÖGUT-Präsident Rene Alfons Haiden, ÖGUT-Generalsekretärin Monika Auer sowie VertreterInnen der Sponsoren überreichten am Mittwochabend die Auszeichnungen im Rahmen des ÖGUT-Jahresempfangs im Kuppelsaal der TU Wien vor mehr als 300 geladenen Gästen. Die PreisträgerInnen können sich über ein Preisgeld von insgesamt 22.000 Euro freuen.

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