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Wirtschaft fordert Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs)

Heute trafen sich UnternehmensvertreterInnen und NGOs beim General Meeting des Global Compact Netzwerks Österreich. Die Politik wurde aufgefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.

Norbert Feldhofer (BKA), Eveline Balogh (OeKB), Bruno Bischoff (Credit Suisse). Foto: Haeusler
vlnr: Norbert Feldhofer (BKA), Eveline Balogh (OeKB), Bruno Bischoff (Credit Suisse). Foto: Haeusler c_haeusler_6027276

Angelika Sommer-Hemetsberger, Vorstandsmitglied der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) erklärte, dass die OeKB aktiv an der Umsetzung der SDGs mitarbeiten und diese in ihr Nachhaltigkeitsprogramm integrieren werde. Der erste Schritt sei zu analysieren, wie die Ziele auf lokale Ebene herunter gebrochen werden können.

 Die Aufforderung an die Politik, mit der Wirtschaft in Dialog zu treten, kam von Heinz Felsner, Vorstand von respACT – austrian business council for sustainable development. Er forderte bessere Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Ziele durch den Privatsektor.

Norbert Feldhofer, Bundeskanzleramt, zeigte, dass auf Ebene der Bundesministerien, die Umsetzung der 2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung mit Ministerratsbeschluss initiiert wurde. Für viele der 17 Ziele und 169 Unterziele der Vereinten Nationen gebe es bestehende Maßnahmen. Die Bundesministerien wurden beauftragt, die SDG Zielvorgaben in die relevanten Strategien und Programme zu integrieren, gegebenenfalls entsprechende Aktionspläne und Maßnahmen auszuarbeiten.

Chancen, die sich für die Unternehmen durch die Umsetzung der SDGs ergeben, präsentierte Bruno Bischoff von der Credit Suisse. Die SDGs bieten für die Schweizer Bank einen Leitfaden, mit dem sie einerseits mit Kredit- und Kapitalmarktdienstleistungen etwa erneuerbare Energien und nachhaltige Infrastruktur unterstützt. Außerdem werden mit innovativen Anlageprodukten Mikrofinanz-Projekte, Immobilienanlagen und Naturschutz finanziert.

Österreichisches Global Compact-Netzwerk als wichtiger Ansprechpartner
Das nationale Netzwerk des Global Compact mit respACT als Focal Point ist Ansprechpartner für die Umsetzung der SDGs durch Unternehmen in Österreich. Es stellt nicht nur Informationen bereit, sondern arbeitet intensiv mit dem UN Global Compact in New York zusammen, um die nationale Umsetzung im Privatsektor zu unterstützen.

Hintergrund
Der United Nations Global Compact (UNGC) ist die größte CSR-Initiative weltweit und zählt mehr als 13.000 Teilnehmer. Er wurde im Jahr 2000 auf Initiative des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet. Das Ziel des weltumspannenden Pakts aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist es, die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten.

Die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) wurden im September 2015 von den Vereinten Nationen, darunter auch Österreich, verabschiedet. Sie entstanden mit der Beteiligung von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in einem mehrjährigen Prozess. Getragen wurde dieser vom UN Global Compact, der Global Reporting Initiative (GRI) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Die SDGs beinhalten Ziele aus Bereichen wie Bildung, Gesundheit und nachhaltige Produktionsprozesse. Alle Ziele im Überblick finden Sie unter www.globalgoals.org. Österreich hat sich zu den Zielen bekannt und sich dazu verpflichtet, über Fortschritte bei ihrer Umsetzung zu berichten. Dafür wird von der Statistical Commission im Frühjahr 2016 ein entsprechendes Indikatorenset veröffentlicht.

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