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Ein Baum hat mehr als zehn Blätter

Zehn Unternehmen, Gemeinden und Institutionen für umwelteffiziente Investitionen mit dem umwelt blatt salzburg ausgezeichnet

Foto: Neumayr
(v.l.n.r.): Sabine Wolfsgruber, Stv. Leiterin umwelt service salzburg, Guido Güntert, Direktor Lebenshilfe Salzburg GmbH, Ingrid Maier-Schöppl, Geschäftsführerin TVB Neukirchen und Bramberg, Astrid Rössler, Umweltlandesrätin mobilitaet_gruppe_guentert_maier-schoeppl__c_neumayr

Unter dem Motto „Taten statt warten. Umwelteffizient investieren. Sofort profitieren.“ zeichnete das umwelt service salzburg zehn Unternehmen, Gemeinden und Institutionen mit dem umwelt blatt salzburg aus. Denn mit ihrem vorbildlichen Engagement und ihren Investitionen in den Umweltschutz sparen die Betriebe Energie, Ressourcen und Betriebskosten, vermeiden Abfall, sind klimafreundlich mobil, handeln effizient und umweltfreundlich.

1.764 Megawattstunden Energie (Öl, Strom, Gas), 113.094 Liter Benzin und Diesel, 70 Tonnen Abfall sowie rund 288.000 Euro Betriebskosten sparen die zehn Preisträger 2014 nun Jahr für Jahr. Sie ließen sich vom umwelt service salzburg beraten, realisierten die effizienten Maßnahmen und setzten somit ein Zeichen für den Umweltschutz: Für unsere Atmosphäre sind das rund 677 Tonnen CO2 weniger pro Jahr. Es müssten circa 54.160 Bäume gepflanzt werden, um diese Mengen CO2 in der Atmosphäre zu binden.

Umweltökonomie jetzt – Nichtstun ist teurer
Ökonomische Ökologie wird immer wichtiger – für Umwelt und Wissenschaft. Denn die Kosten für notwendige Veränderungen steigen Jahr für Jahr. Sigrid Stagl, Universitäts-Professorin der Vienna University of Economics and Business, Department of Socio-Economics, weiß: „Es braucht nicht ein Mehr von dem, was wir bisher geschafft haben, sondern wir brauchen ein Anders. Mit den richtigen Maßnahmen, langfristig orientierten Politiken und einer passenden finanziellen Unterstützung, kann jeder seinen Teil zum Schutz der Umwelt beitragen und wird für sein umweltfreundliches Handeln belohnt.“


Preisträger 2014 – Mobilität

Preisträger Mobilität: Tourismusverbände Neukirchen & Bramberg
Neukirchen und Bramberg sind das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern. Die Tourismusverbände der Regionen haben es sich zum Ziel gemacht, Sommer wie Winter ihren gut 47.000 jährlichen Gästen ein vielfältiges Freizeitangebot zu bieten. Vor den von Berater David Knapp, komobile Wien empfohlenen Mobilitätsmaßnahmen reisten 95 Prozent der 47.000 Urlaubs- und 740.000 Tagesgäste mit dem eigenen PKW an. Das hat sich geändert. „Nachhaltige Urlaubserlebnisse und Klimaschutz werden bei uns groß geschrieben. Bisher hat allerdings die nachhaltige Mobilität im Sommertourismus gefehlt. Nun erleichtern wir mit verschiedenen Maßnahmen sanft mobile Anreisen sowie Aufenthalte – ohne Auto und Stress. Dadurch sparen wir gemeinsam jährlich 251 Tonnen CO2 und die Gäste rund 150.000 Euro Treibstoffkosten“, erklärt Geschäftsführerin Ingrid Maier-Schoeppl.

Preisträger Mobilität: Lebenshilfe Salzburg GmbH
Gleichberechtigung und Unterstützung – das sind die Werte und Ziele der Lebenshilfe Salzburg GmbH. Mit dem vielfältigen Leistungsangebot will sie Menschen mit Behinderung ein selbstständiges Leben ermöglichen. Als Klimabündnisbetrieb ist der Lebenshilfe Salzburg aktiver Umweltschutz ein großes Anliegen. Beraten wurde sie von Robert Pröll, Klimabündnis Salzburg. „Eine Umweltberatung lohnt sich. Mit Erdgas-Antrieb statt Diesel sowie öffentlichem Verkehr sparen wir nicht nur 3.000 Euro jährlich, sondern setzen auch ein Zeichen für den Umweltschutz. Darum wollen wir noch einen Schritt weiter gehen: Für 2014 sind bereits weitere Maßnahmen geplant“, berichtet Geschäftsführer Guido Güntert stolz.


 

Foto: Neumayr
(v.l.n.r.): Leonhard Schitter, Vorstand Salzburg AG, Helmut Mödlhammer, Kultur- und Veranstaltungszentrum Mesnergütl Hallwang, Baraba Friembichler, Eigentümerin Gasthof Kellerwirt, Josef Leitenreiter, M. Kaindl KG Lungötz, Sabine Wolfs energie_gruppe_moedlhammer_friembichler_leitermeier__c_neumayr

Preisträger 2014 – Energie

Preisträger Energie: M. Kaindl KG
Kaindl KG leistet Großartiges im Umweltschutz. Das 1897 gegründete Unternehmen entwickelte sich schon sehr früh zum anerkannten Holzfachbetrieb. Als einer der ersten Erzeuger produziert Kaindl 1962 die erste Spanplatte und erobert heute mit immer wieder neuen Ideen und Produkten von Salzburg aus die ganze Welt. Kaindl KG ließ sich vom Umweltexperten DI Martin Hinterndorfer, sattler energie consulting gmbh, beraten und profitiert nun langfristig. „Seit mehr als 100 Jahren beweisen wir, wie innovativ ein Traditionsunternehmen sein kann und sind stets um Umweltschutz bemüht. Allein durch die verstärkten Umweltschutz-Aktivitäten seit 2011 sparen wir 46.000 Euro und 94 Tonnen CO2 jährlich – ein großartiger Erfolg für uns und die Umwelt“, so Geschäftsführer DI Hermann Gföller.

Preisträger Energie: Gasthof Kellerwirt
Der Gasthof Kellerwirt wird bereits seit drei Generationen erfolgreich geführt. Nun setzt der traditionelle Familienbetrieb auch auf Umweltschutz. Durch die Beratung von umwelt service salzburg gelangte der Gasthof zu einer Umweltförderung von 23.000 Euro. „Ausgangspunkt war unser Wunsch nach einer Gebäudedämmung. Unser Berater empfahl uns außerdem eine thermisch-energetische Sanierung und den Umstieg von Öl auf Pellets. So sparen wir rund 3.000 Euro im Jahr und bieten als energieeffizienter Gasthof auch einen Mehrwert für unsere Gäste “, erklärt die Eigentümerin des Gasthof Kellerwirt, Barbara Friembichler. Mit der Unterstützung des Umweltexperten Mag. Andreas Radauer reduzierte der Familienbetrieb seinen Energieverbrauch um jährlich 4.000 Liter Öl und spart somit 11 Tonnen CO2 pro Jahr.

Preisträger Energie: Kultur- und Veranstaltungszentrum Mesnergütl
Das Kultur- und Veranstaltungszentrum Mesnergütl ist ein Vorzeigeprojekt in der Flachgauer Gemeinde Hallwang. Es werden keine CO2 Emissionen bei der Stromversorgung, bei der Heizung und Kühlung verursacht. umwelt service salzburg-Berater Harald Kuster freut sich über die Erfolge: „Die Wurzeln des Bauernhauses reichen ins 18. Jahrhundert zurück. Da versteht es sich von selbst, dass viel Optimierungspotenzial besteht. Es ist schön zu sehen, dass die Gemeinde Hallwang  dies erkannt hat und unsere Energieberatung Früchte trägt – für Umwelt und  Betrieb.“

Preisträger Energie: Club Kitzsteinhorn Pecile GmbH
Der Club Kitzsteinhorn Pecile wird seit über 30 Jahren familiär geführt. Im XXXXL Jugendparadies für Kinder, Jugend, Lehrer und Sportler lautet die  Mission: Action, Sport und Spaß! Dazu gehört nicht nur ein ständig erweitertes und verbessertes Angebot. Mitten im Nationalpark Hohe Tauern darf natürlich auch der Umweltschutz nicht fehlen. Mit einem neugebauten Niedrigstenergie-Jugendwohnhaus, innovativer Haustechnik sowie Solarflächen für die Wasseraufbereitung und Betonkernaktivierung investiert der Familienbetrieb in den Umweltschutz. Dadurch spart der Club Kitzsteinhorn Pecile jährlich rund 292.250 Kilowattstunden Strom und 16.700 Euro Betriebskosten. Eigentümer Stefan Pecile ist begeistert: „Die Beratung von umwelt service salzburg-Berater Gerald Graf hat sich gelohnt. Gegenüber einem Standardbau sparen wir  60 Prozent der Energiemenge und sogar 77 Prozent der Energiekosten. So profitieren wir langfristig von den Einsparungen und bekamen auch 70.000 Euro Förderung für den Neubau und die Wärmepumpe.“


 

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(v.l.n.r.): Konrad Steindl, Präsident Wirtschaftskammer Salzburg, Rudolf Feik, Vize-Rektor NAWI Salzburg, Elisabeth Hechenberger, GF Ferry Porsche Congress Center GmbH, Sabine Wolfsgruber, Stv. Leiterin umwelt service salzburg abfall_gruppe_feik_hechenberger_c_neumayr

Preisträger 2014 – Abfall & Ressourcen

Preisträger Abfall & Ressourcen: Universität Salzburg – NAWI
Die Universität Salzburg ist die größte Bildungseinrichtung in Stadt und Land Salzburg. Seit 1622 ist sie Bestandteil des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in Salzburg. Heute nutzen rund 5.000 der 18.000 Studierenden die vielfältigen Angebote der naturwissenschaftlichen Fakultät und schonen durch Abfalltrennung die Umwelt. Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger freut sich: „Dank professioneller Beratung und einer Abfalltrennung inklusive Farbleitsystem spart die naturwissenschaftliche Fakultät nun jährlich 70 Tonnen  Restmüll. Die Investitionskosten rechnen sich bereits nach 1,2 Jahren. Da das Konzept bei den Naturwissenschaftern gut ankam, wollen wir es zukünftig auch in weiteren Fakultäten einsetzen. Die Beratungen laufen bereits.“

Preisträger Abfall & Ressourcen: Ferry Porsche Congress Center GmbH
Mit dem modernen Konzept aus Service, Technik, flexiblen Raumeinheiten und einem vielseitigem Freizeitangebot sorgt das Ferry Porsche Congress Center für unvergessliche Events und Veranstaltungen. Diese können auch nachhaltig, umwelteffizient und mit wenig Abfall organisiert werden. Mit Green Events wollen Geschäftsführung und Gesellschafter ein umweltbewusstes Zeichen setzen und Verantwortung übernehmen. Geschäftsführerin Elisabeth Hechenberger erklärt: „Unsere Green Meeting Veranstaltung war ein voller Erfolg. Der Fokus wurde auf Abfallvermeidung gelegt. Mit dem Mehrweg-Geschirr und -Besteck vermieden wir Restabfall bereits im Vorfeld. Auch die angebotenen heimischen Bio-Produkte überzeugten: Sie fördern die Bewusstseinsbildung, kommen den regionalen Produzenten zu Gute und vermeiden negative Umwelteffekte. Danke an unseren Berater, Erwin Bernsteiner, für die kompetente Beratung!“

Foto: Neumayr
(v.l.r.r.): Andreas Tschulik, Leiter der Abteilung Betrieblicher Umweltschutz und Technologie im BMLFUW, Heinz Burmann, LIM Rauchfangkehrer Salzburg, Markus Gutjahr, Eigentümer Hotel Gutjahr, Sabine Wolfsgruber, Stv. Leiterin umwelt service salzbur umwelt_gruppe_burmann_gutjahr__c_neumayr

Preisträger 2014 – Umwelt

Preisträger Umwelt: Innung Rauchfangkehrer
12 Rauchfangkehrer-Betriebe, ein gemeinsames Ziel: eine Zertifizierung nach ISO 9001, ISO 14001 und nach der EMAS-Verordnung, in anderen Worten freiwilliges Umweltmanagement.
Mit maßgeschneiderten Maßnahmen reduzieren sie ihre CO2-Emissionen jährlich um 19 Prozent und die Energiekosten um rund zehn Prozent. „Es ist schön, zu sehen, dass so viele Rauchfangkehrer an der Beratung teilnahmen. Sie übernehmen Verantwortung für Ressourcen, Menschen und Umwelt und werden über Generationen hinweg davon profitieren“, freut sich Landes-Innungsmeister Rfkm Heinz Burmann.

Preisträger Umwelt: Hotel Gutjahr
Das Hotel Gutjahr bietet einen Ort der Erholung – eine Oase der Ruhe und Entspannung. Auf rund 710 Metern Seehöhe verwöhnt der Familienbetrieb seine Gäste mit Innovationen und Neuerungen sowie kulinarisch. Seit 2009 ist das Hotel stolzer Träger des Österreichischen Umweltzeichen Tourismus. Vier Jahre danach nahm  die Familie Gutjahr zusammen mit dem umwelt service salzburg-Berater Ing. Erwin Bernsteiner die Mission EU ECO Label und die Re-Zertifizierung in Angriff. „In unserem Familienbetrieb ziehen wir an einem Strang. Auch beim Umweltschutz. Mit der umfassenden Beratung von umwelt service salzburg konnten wir die Vielzahl an umweltschonenden Kriterien für die Zertifizierungen erfüllen. Zusätzlich sparen wir durch energieeffiziente Maßnahmen zum Beispiel 20 Prozent Wärme und 170 Tonnen CO2 pro Jahr. Das freut nicht nur uns, sondern auch unsere Gäste“, so Eigentümer Markus Gutjahr.

umwelt service salzburg
Das umwelt service salzburg organisiert und fördert unabhängige Umweltberatungen für Unternehmen und Gemeinden in den Bereichen Energie, Mobilität, Abfall und Ressourcen sowie Umweltmanagement und übernimmt 50 Prozent der Kosten für Umweltberatungen. Getragen wird dieses Kooperationsprojekt von Land Salzburg und Wirtschaftskammer Salzburg, der Salzburg AG und dem Lebensministerium

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