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Europäische Batterie-Initiative gestartet

Europäische Kommission genehmigt Batterie-Großvorhaben mit 11,9 Mrd. Euro. Österreich mit sechs Unternehmen beteiligt.

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Foto: pexels-hilary-halliwell

Klimatechnologien und insbesondere innovative Batterietechnologien sind ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Klimakrise.
Daher hat die Europäische Kommission die Förderung der Batterieindustrie – European Battery Innovation (EuBatIn) – genehmigt. Österreich ist mit sechs Unternehmen an diesem „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) dabei, das Klimaschutzministerium (BMK) ermöglicht und unterstützt dies mit 45 Millionen Euro. „Österreich kann hier einen ganz wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in Österreich und der Europäischen Union leisten und gleichzeitig den Forschung- und Entwicklungsstandort stärken“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Am europäischen Gesamtvorhaben beteiligen sich 42 Unternehmen aus zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einer  Investition von neun Milliarden Euro. Die Mitgliedstaaten stellen Beihilfen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige Batterie-Wertschöpfungskette aufzubauen. Der Fokus liegt auf innovativen Entwicklungen entlang der gesamten Wettschöpfungskette – vom nachhaltigen Abbau von Rohstoffen über die Batteriezellproduktion und -integration bis hin zum Recycling. So soll die Wettbewerbsfähigkeit und Kompetenz Europas als Industrie-, Forschungs- und Entwicklungsstandort im Batteriesektor gestärkt werden. Zudem soll der CO2-Fußabdruck im Batteriesektor signifikant reduziert und so ein direkter Beitrag zum Klimaschutz und der Umsetzung des „European Green Deals“ geleistet werden..

Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI)

Das  Batterie-Projekt ist als wichtiger Schritt zur Umsetzung der ambitionierten neuen, europäischen Industriepolitik zu sehen. Das Instrument IPCEI ermöglicht die Bildung von großen europäischen Konsortien, die mithilfe von staatlichen Beihilfen und privaten Investitionen innovative und nachhaltige Einzelprojekte im Schlüsselbereichen der europäischen Industrie durchführen. Bislang wurde bereits ein erstes IPCEI im Batteriebereich durch die Europäische Kommission im Dezember 2019 genehmigt. An diesem nehmen 17 Unternehmen aus sieben Mitgliedstaaten teil. Österreich plant außerdem die nachträgliche Teilnahme am IPCEI Mikroelektronik mit drei Unternehmen. Hier wird die Genehmigung der Europäischen Kommission für Februar erwartet.

Die einzelnen Projekte stehen kurz vor dem Start und laufen zwischen vier und acht Jahren. Getragen und durchgeführt werden sie von den Unternehmen AVL, Borealis, Miba, Rosendahl Nextrom, Voltlabor und Varta Micro Innovation. Seitens der Fördergeber sind neben dem BMK die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Austria Wirtschaftsservice (aws) beteiligt.


AVLs Projektziele sind, die Gesamtqualität innerhalb der Modul- und Packproduktion zu verbessern, beginnend bei der Eingangskontrolle über den gesamten Montageprozess und die Entwicklung von innovativen, energie- sowie qualitätseffizienten Modul-Produktionsprozessen. Als Basis steht das Batterie-Innovationszentrum von AVL als europäisches Labor für Forschung und Entwicklung zur Verfügung.

Borealis wird hochwertige, kreislauffähige Polyolefin-Lösungen für Komponenten von Lithium-Ionen-Batterien entwickeln. Dazu zählen zum Beispiel Batteriehalter, Batteriegehäuse und Seperatorfolien, die sowohl Sicherheit als auch Leistung deutlich verbessern werden. Diese innovativen Materialien werden es ermöglichen, Lithium-Ionen-Batterien mit geringerem Gewicht, besseren elektrischen Isoliereigenschaften, höherer Energiedichte und besserer Zuverlässigkeit zu produzieren.

Miba bringt ihre Innovationskraft im Bereich Komponenten für das Thermomanagement ein und wird den FLEXcooler®, welcher sich durch sein geringes Gewicht und die Formflexibilität auszeichnet, weiterentwickeln und in den Markt einführen.

Rosendahl Nextrom entwickelt flexible und skalierbare Produktions- und Prozesslösungen für die Assemblierung von Li-Ion Modulen und Packs aller Zelltypen. Variable, nachhaltige Produktionsanlagen sind ein Kernthema in der Batterie-Wertschöpfungskette, um die große Produktvielfalt abzudecken und eine kosteneffiziente Batterieherstellung gewährleisten zu können.

Varta Micro Innovation wird ein Forschungs- und Technologietransferzentrum mit Fokus auf Energiespeicher errichten. Diese sind für einen breiten Anwendungsbereich vorgesehen - von der Unterhaltungselektronik bis hin zur Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Im Fokus der Arbeiten stehen die Erhöhung der Energiedichte, die Reduktion des CO2-Fußabdrucks und die umfassende Digitalisierung des Forschungsprozesses.

Voltlabor fokussiert sich auf ihre sichere und zuverlässige Gesamtbatterie basierend auf der Rundzelle. Durch das Projekt wird die flexible und hoch automatisierte Produktion auf den nächsten Level gehoben und eine VOLTfactory entstehen.

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