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Günter Benischek, Vorstand

"Benischek hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Erste Bank samt Erste Stiftung nun am Weg zu einer echten Social Banking-Strategie ist." (Zitat Nominierung).

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Günter Benischek -C-Erste-Bank benischek-2016_02-c-erste-bank

Soziale Unternehmen und Non-Profit-Organisationen haben es im Regelfall schwer, Kredite zu erhalten bzw. die üblichen Zinsen zu zahlen. Der Europäische Investitionsplan ermöglicht über seinen Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) nun neue Wege. Das Social Banking der Erste Bank Österreich hat bereits vor fünf Jahren auf das Vorgängerprogramm zugegriffen. Mit dem neuen Investitionsplan haben alle Tochterbanken der Erste Group ein Garantieprogramm unterzeichnet, um sozialen Organisationen Finanzierungen zur Verfügung stellen zu können. Die Erste Group wird in den kommenden fünf Jahren an mehr als 500 sozialen Organisationen in Österreich, Kroatien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn Kredite in einer Gesamthöhe von EUR 50 Mio vergeben.

BUSINESSART: Was war Ihre Motivation / der Auslöser, sich für Social Banking zu engagieren und eine Strategie zu entwickeln?

Günter Benischek: Auslöser war zum einen der „Erfolg“ der Zweiten Sparkasse (340 Freiwillige führen eine Bank für Menschen ohne Bank) und der Wunsch, weiteren Menschen den Zugang zu bestimmten Bankdienstleistungen zu ermöglichen, die diesen Zugang nicht haben und damit einen Beitrag zur sozialen Weiterentwicklung dieser Kundengruppen zu ermöglichen.

Was ist das überhaupt – Social Banking?

Es ist eigentlich eine Wiederholung des Gründungsgedankens der Sparkassen. Es geht um Lösungen für Menschen bei Finanzierung, Vorsorge und Zahlungsverkehr, für die der Zugang zur Bankdienstleistung aus verschiedenen Gründen nicht gegeben oder erschwert ist.

Welches Ziel hatten Sie zu Beginn Ihrer Aktivitäten und wie hat es sich in der Zwischenzeit verändert?

Wir arbeiten an den Themen Finanzierung, Bildung und Ausbildung, Wohnen und soziale Innovation und finden heraus, ob eine soziale Bankdienstleistung eine Lösung für diese sozialen Probleme wäre.

Wir hatten beispielsweise die Idee eine Ausbildungskredites für Umschulungen z.B. Pflegedienstleistungen. Das ist nicht angenommen worden.

Im Gegensatz dazu läuft die Unterstützung für den Zugang zum Studium oder ein Auslandssemester für StudentInnen, die sich das sonst nicht leisten könnten, sehr gut. 

Ähnliches gilt für die Mikrokredite, die wir gemeinsam mit dem Sozialministerium anbieten wenn jemand aus aus der Arbeitslosigkeit kommt oder davon bedroht ist und ein Unternehmen gründen will. Das wird angenommen.

Was bedeutet Erfolg für Sie?

Wenn etwas tatsächlich gelingt und die soziale Besserstellung unserer Kunden sichtbar wird.

Was waren die größten Hindernisse am Weg? Wie haben Sie sie bewältigt?

Unsere Aktivitäten haben nicht immer einen entsprechenden Business-Case, manche sind unmittelbar ein Verlust für die Bank. Das ist für eine natürlich auf Gewinn ausgerichtete Gesamtbank nicht einfach und für die kurzfristige Zielerreichung kein Beitrag.

Eckdaten zum Unternehmen:

  • Firmenname, Rechtsform, Ort: Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Wien
  • gegründet: 1819 als Erste oesterreichische Spar-Casse
  • Branche: Bank
  • MitarbeiterInnen: ungefähr 3.200
  • Website:  www.erstebank.at

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