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"Intergrated Reporting - Die Zukunft der Unternehmensberichterstattung in Österreich"

Ergebnisse einer österreichischen Benchmarking-Studie

PwC und die WU Wien stellten am 19.2.2014 in der Wiener Börse ihre aktuelle Studie „Integrated Reporting – Die Zukunft der Unternehmensberichterstattung in Österreich“ vor.

Dr. Aslan Milla, Senior Partner, PwC Österreich „Nur ein Fünftel des Marktwertes des standard & poors 500 Index ist durch den Buchwert erklärbar.“ Diese Lücke soll Integrated Reporting füllen, indem wesentliche Auswirkungen ganzheitlich betrachtet so kompakt als möglich kommuniziert werden sollten. Das bewirke effizientere Prozesse und mehr Aussagekraft in der externen Kommunikation. Integrated Reporting ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine Reise zur Weiterentwicklung der Berichterstattung, die gegangen werden müsse. „Alles was kommt und nicht rechtzeitig berücksichtigt wird, dauert länger und wird teurer.“

In der ersten österreichischen Benchmarking Studie von PwC und der WU Wien wurden alle Jahresberichte von ATX-Prime-Unternehmen auf den Umsetzungsgrad des Rahmenwerks des International Integrated Reporting Councils (IIRC)untersucht, und ein Vergleich mit den deutschen DAX 30-Unternehmen gezogen.

Das Ergebnis:

  • Hinsichtlich der Erfüllung der derzeit bestehenden gesetzlichen Vorschriften an die Unternehmensberichterstattung österr. Unternehmen ist eine hohe Qualität erkennbar.
  • Die Bedeutung der nicht-finanziellen Berichterstattung wird durch Integrated Reporting weiter erhöht.
  • Eine gute Basis ist bei vielen Unternehmen bereits gegeben.
  • Verbesserungspotential besteht hinsichtlich einer inhaltlichen Verbindung der vorhandenen Informationen
  • Zum Zeitpunkt der Studie erfüllte kein österr. Unternehmen die Erfordernisse einer voll integrierten Berichterstattung im Sinne des IIRC (Deutschland nur zu 17% weitgehend integriert)
  • 68% der Geschäftsberichte der ATX Prime-Unternehmen erfüllten eine teilweise Integration  (in Deutschland 63%)
  • 32% der österreichischen Berichte gelten als überhaupt nicht integriert (Deutschland 20%)

Thorsten Pinkepank, Head of Corporate Sustainability Relation BASF SE sieht einen wesentlichen Erfolgsfaktor darin, sowohl intern als auch extern konkrete Produkte mit ihren Umsatzzahlen und ihrer -Wirkung zu kommunizieren.

Mag. Irene Jakobi, Group Sustainability Manager, Leitung Berichterstattung Telekom Austria Group erkennt einen großen Vorteil darin, sich alle Prozesse systematisch anzusehen. Dadurch war es beispielsweise in der Telekom möglich, den für die Telekom wesentlichen und teuren Energiebedarf trotz wachsendem Geschäft weiter zu senken.

Assoc. Prof. Dr. Ewald Aschauer, einer der Studienautoren sieht im integrated reporting einen wesentlichen Schritt um Nachhaltigkeit und finanzielle Wertorientierung zusammenzuführen. Zudem soll es die Berichterstattung wieder überblickbar und aussagekräftig machen.

 

Weitere Informationen zum Thema Integrated Reporting:

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