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Johannes Ruppacher neuer Geschäftsführer von VOLONTARIAT bewegt

„Gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen für freiwillige Auslandseinsätze völlig unzureichend"

Johannes Ruppacher (links) mit Teammitgliedern von VOLONTARIAT bewegt sowie Pater Petrus Obermüller (Salesianer Don Boscos) und Wolfgang Zajicek (Jugend Eine Welt, beide Mitte) ©VOLONTARIAT bewegt team_vol

Johannes Ruppacher übernimmt mit Anfang Oktober die Geschäftsführung des Vereins VOLONTARIAT bewegt, der jungen Erwachsenen die Möglichkeit bietet, ein Jahr lang in einem Don Bosco Hilfsprojekt für benachteiligte Kinder in Afrika, Asien oder Lateinamerika mitzuarbeiten und mitzuleben. Er folgt Cornelia Pernsteiner nach, die in Karenz geht.

Der 26-jährige Kärntner studierte Rechtswissenschaften und Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Er kennt die Herausforderungen eines Auslandseinsatzes aus eigener Erfahrung - 2007/08 leistete er seinen Zivilersatzdienst in einem Don Bosco Projekt auf den Philippinen. Zurück in Österreich half Ruppacher ehrenamtlich bei der Vorbereitung der jungen VolontärInnen mit, deren Begeisterung ihn bis heute beflügelt: „Für mich ist es immer wieder inspirierend, mit motivierten und neugierigen jungen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Das Feuer, mit dem sie an ihr Volontariatsjahr herantreten, steckt mich an und begeistert mich jedes Mal aufs Neue!"
2013 wechselte Ruppacher hauptamtlich ins Team von VOLONTARIAT bewegt, wo er sich von Anfang an für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen von Auslandseinsätzen engagierte.

Familienbeihilfe auch für Jugendliche auf Auslandseinsatz
„Die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für freiwillige Auslandseinsätze sind derzeit völlig unzureichend", kritisiert der junge Geschäftsführer. „Wenn unsere Gesellschaft in Zukunft und Gerechtigkeit investieren will, muss sie viel mehr finanzielle Mittel für Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und soziale Innovation in die Hand nehmen. Und wenn die Qualität und der Erfolg von Freiwilligeneinsätzen im Ausland sichergestellt werden soll, müssen Finanzierungslücken in unserem und ähnlichen Programmen geschlossen und die Rahmenbedingungen angepasst werden. Mit den Bemühungen zur Novellierung des Freiwilligengesetzes ist ein allererster Anfang getan. Es wäre insbesondere ein überfälliger Schritt, Jugendlichen, die ein Jahr auf Auslandseinsatz gehen, ebenso Familienbeihilfe zu gewähren wie Jugendlichen, die ein soziales Jahr im Inland machen."

Gesamte Gesellschaft profitiert
Johannes Ruppacher ist überzeugt, dass die Erfahrung konkret gelebter Solidarität, die Jugendliche im Auslandseinsatz machen, ihr Leben positiv prägt und eine gute Investition für die gesamte Gesellschaft ist: „Die Arbeit mit benachteiligten Kindern in anderen Weltregionen und das „Herausgenommensein" aus den gewohnten gesellschaftlichen Strukturen  fördern den Weitblick und die Innovationsfähigkeit von jungen Erwachsenen und bieten eine optimale Lernchance, um eigene Grenzen und Vorurteile zu überwinden. Für viele Jugendliche ist ihr Auslandseinsatz zudem ein wichtiger Anstoß für ein entwicklungspolitisches und zivilgesellschaftliches Engagement in Österreich, das eine gerechtere und lebenswertere Welt für alle zum Ziel hat."


VOLONTARIAT bewegt
VOLONTARIAT bewegt ist eine Initiative von Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Österreich und den Salesianern Don Boscos zur Förderung von Freiwilligeneinsätzen und Zivilersatzdiensten im Ausland. Unterstützt werden die Volontariatseinsätze durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit sowie von privaten und kirchlichen Initiativen. www.volontariat.at



 

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