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Lateinamerika: Zwischen Ressourcenausbeutung und „gutem Leben“

Die neue Ausgabe der politischen ökologie nimmt Sie mit auf die Reise zu einem Subkontinent, der zwischen neoliberalen Plünderungspraktiken und den indigenen Konzepten des "guten Lebens" oszilliert. Der von der Heinrich-Böll-Stiftung mitherausgegebene Band"Lateinamerika" erscheint am 5. September im oekom verlag.

lateinamerika

Atemberaubende Naturschönheit und verseuchte Mondlandschaften liegen in Lateinamerika ebenso nahe beieinander wie der immense Reichtum einer dünnen Oberschicht und die bittere Armut weiter Bevölkerungsteile. Nach einer langen Phase politischer Instabilität haben sich in der Region augenscheinlich demokratischere Strukturen durchgesetzt. Doch auch die neuen fortschrittlichen Regierungen beuten die reichlich vorhandenen Bodenschätze aus, um ihre Sozialprogramme zu finanzieren. Die Konflikte um die ökologischen und sozialen Folgen dieses Neoextraktivismus eskalieren immer häufiger. Ein ganzer Kontinent ist in Bewegung und sucht die goldene Mitte zwischen einer auf die Bedürfnisse des Weltmarkts gerichteten Entwicklungsstrategie und sozial und ökologisch verträglichen Gesellschafts- und Wirtschaftsmodellen.

Die Autor(inn)en der politischen ökologie haben sich aufgemacht in das politische und gesellschaftliche Laboratorium Lateinamerika. Sie beobachten, wie sich die Zivilgesellschaft zwischen Drogenbaronen, alltäglicher Gewalt und größenwahnsinnigen Megabauprojekten zu behaupten versucht. Dabei wird deutlich, dass die lateinamerikanischen Debatten über das "gute Leben" und die europäischen Postwachstumsdiskurse viel miteinander zu tun haben.


politische ökologie, Band 134, Lateinamerika. Zwischen Ressourcenausbeutung und "gutem Leben", Mitherausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, 144 S., 16,95 € ISBN 978-3-86581-425-8

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