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Mit neuen Köpfen resilienter in harten Zeiten

Mehr Diversität, eine gute Arbeitskultur, Nachhaltigkeit und KI kann Familienunternehmen Wettbewerbsvorteile bringen.

Steinerne Köpfe auf Podesten aus denen Pflanzen wachsen, in einem Park.
Foto: Carlos Gonzalez/unsplash

Die österreichische Wirtschaft ist stark von Familienunternehmen geprägt. 198.800 Betriebe beschäftigen knapp 2,2 Millionen Menschen und erwirtschaften Umsätze von rund 570 Milliarden Euro1. Doch angesichts globaler Krisen und technologischer Umbrüche stehen sie vor grundlegenden Herausforderungen und beginnen gleichzeitig, diese als Chance zu nutzen. Sie erkennen, dass wahre Resilienz nur mit strategischer Öffnung gelingt, und sehen im technologischen Fortschritt enormes Wachstumspotenzial. Das zeigt die 12. Global Family Business Survey von PwC. Für die aktuelle Studie wurden 1.325 Familienunternehmen aus 62 Ländern befragt, darunter 150 aus dem DACH-Raum.

1) BMI, KMU im Fokus, Seite 24, hier online: https://www.kmuimfokus.at/assets/kmu_im_fokus_2024.pdf


 

Resilienz durch Öffnung: Neue Köpfe für harte Zeiten

Die Studie zeigt, dass sich das Verständnis von Resilienz wandelt. Statt auf Abschottung setzen erfolgreiche Unternehmen auf gezielte Öffnung für externes Know-how. So planen 39 % der Befragten aus dem DACH-Raum die Geschäftsführung um externe Expert:innen zu erweitern und 35 % wollen ihre Kontrollgremien für mehr Diversität anpassen, um unterschiedliche Perspektiven auf Themen wie Arbeitskultur, Nachhaltigkeit oder KI zu nutzen. Darüber hinaus können Familienunternehmen verstärkt von Kooperationen mit Startups, anderen Familienunternehmen und Forschungseinrichtungen profitieren. Ebenso wichtig ist ein vorausschauender Nachfolgeplan: Während 53 % am Zeitplan festhalten, hat ein Drittel (34 %) der Unternehmen keinen klaren Nachfolgeplan. Gleichzeitig geben 44 % an, dass immer weniger der jungen Generation bereit ist, den Chefsessel zu übernehmen.

Für die kommenden fünf Jahre sind die Prioritäten klar: An oberster Stelle stehen der Aufbau langfristiger Resilienz (90 %), die Steigerung der finanziellen Leistungsfähigkeit (82 %) und die Förderung digitaler Transformation (82 %).

„Der Wille ist da, entscheidend wird jetzt aber die Umsetzung sein. Die Botschaft an die Unternehmen lautet: Tempo aufnehmen, sich für neue Wege öffnen und die nächste Generation aktiv einbinden. Denn nur wer Geschwindigkeit, Offenheit und Innovationskraft vereint, kann in einer komplexen Welt als Vorreiter bestehen und die Zukunft seines Unternehmens langfristig sichern“, so Rudolf Krickl abschließend.

Weitere Informationen zur Studie hier.


 

Über die Family Business Survey

Für die 12. Global Family Business Survey hat PwC 1.325 Familienunternehmen in 62 Ländern befragt, davon 150 im deutschsprachigen Raum (DACH), von denen etwa die Hälfte aus dem industriellen Mittelstand stammt.