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Obama beschließt Meilenstein für Arktis-Schutz

Keine Ölbohrungen mehr vor der Küste Alaskas! Der noch amtierende US-Präsident Barack Obama hat verkündet, große Teile der Arktis unter permanenten Schutz zu stellen.

Von den Schutzmaßnahmen sind Regionen vor der Küste Alaskas betroffen. Hier dürfen in Zukunft keine Ölbohrungen mehr stattfinden. „Die von Präsident Obama getroffene Entscheidung ist ein Meilenstein für den Schutz der Arktis und ein wichtiges Zeichen für das Klima“, sagt Lukas Meus, Arktis-Sprecher von Greenpeace.

Neben Regionen im US-Atlantik sind somit künftig vor allem die größten Teile der Tschuktschensee und der Beaufortsee nördlich von Alaska vor Ölbohrungen sicher. Für den Beschluss nutzte Obama das sogenannte 1953-Gesetz Outer Continental Shelf Lands Act. Dieses Gesetz reguliert die Energieentwicklung in US-Küstengewässern.

Bereits im November veröffentlichte die Obama-Administration den Fünfjahresplan für Offshore-Ölbohrungen. Darin war die Arktis nicht mehr enthalten. Die jetzige Entscheidung bedeutet einen langfristigen, zeitlich unbegrenzten Schutz für Teile der Arktis. Zeitgleich hat auch Kanada ein Moratorium für künftige Ölbohrlizenzen in der kanadischen Arktis erlassen. Dieses soll alle fünf Jahre überprüft werden.

Offen bleibt, ob der zukünftige US-Präsident Donald Trump die Entscheidung Obamas anfechten wird. Im 1953-Gesetz gibt es keine Bestimmung, die es künftigen Präsidenten ermöglicht, solche Entscheidungen wieder aufzuheben.


 

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