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PopUp dorms - leistbares, nachhaltiges Wohnen

In einer Bauzeit von nur je einer Woche wurde das Studentenheim PopUp dorms für 87 Studenten in der Seestadt aspern in Wien errichtet und dafür Ende Mai 2019 mit dem FIABCI WORLD PRIX D’EXCELLENCE AWARDS in Moskau ausgezeichnet.

StudentInnen sitzen auf gemütlichen Holzbänken vor ihrem Quartier
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Damit konnte dieser begehrte Immobilienpreis erstmals in seiner Geschichte nach Österreich geholt werden. Die World Gold Winner bewiesen mit diesem außergewöhnlichen Studentenheim, dass klimaschonendes nachhaltiges Bauen in Passivhaus-Standard sogar erheblich günstiger als konventionelles Bauen sein kann.

Hannes Horvath, Teilder 59-köpfigen internationalen Juryzeigte sich vom World Gold Winner PopUp dorms beeindruckt: “Das mit Abstand kleinste Projekt konnte sich im weltweiten Wettbewerb durch seine unglaubliche Innovation durchsetzen. Vorbildlich war für die Jury die extrem kurze Bauzeit, der überschaubare Aufwand für temporäreres leistbares Wohnen, wie auch die gute Eignung fürZwischennutzungen von Grundstücken in städtebaulichen Entwicklungsgebieten.“

„Das Projekt beweist, dass leistbares Wohnen und hoch energieeffizienter Passivhaus-Standard keinGegensatz sind. Ganz im Gegenteil. Die Baukosten haben jene von konventionell frei finanzierten Bauten um etwa 24 Prozent unterschritten“, betont Günter Lang, LANG consulting. Zudem konnte mit dem flexiblen Pionierprojekt ein Gutteil der teuren Grundstückskosten eingespart werden.Selbst unter Berücksichtigung eines viermaligen Standortwechsels ergeben sich 24 Prozent niedrigere Lebenszykluskosten als von konventionellen Wohnbauten. Auch die Ökologie besticht bei den PopUp dorms. Die gesamte Produktion und Errichtung der PopUp dorms wurde CO2-neutral umgesetzt. Und mit dem Passivhaus-Standard samt PV-Anlage ist der Bedarf an erneuerbarer Energie extrem gering.

Michael Gehbauer, Wohnbauvereinigung für Privatangestellte zeigte sich sichtlich zufrieden: „Es ist die Unternehmensphilosophie der WBV-GPA mit ihren Wohnprojekten den Menschen leistbaren Wohnraum zu bieten und ebenso den Herausforderungen der Zukunft mit innovativen Lösungen mit Weitblick zu begegnen. Nur so lassen sich sozialer Frieden und hoher Wohnkomfort für alle Einkommensschichten langfristig sichern“. Sabine Straßer, home4students beschreibt das Siegerprojekt sehr treffend: „Temporäres Wohnen trifft eben den Zahn der Zeit: Die PopUp dorms sind noch dazu preiswert, ökologisch in Passivhaus-Standard, individuell, chic und können flexibel ab-und wieder aufgebaut werden. Schließlich steckt das Leben voller Überraschungen“.

Die Mensa besteht aus einer großen Halle, in der ein Container für die Essens- und Trinken-Ausgabe steht. Davor befinden sich Tische und Sessel zum Niederlassen.
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Günther Jedliczka, OeAD-Wohnraumverwaltung (OeAD student housing) freut sich: „Die internationalen Erasmus-Studierenden, die oft schon in den verschiedensten Studentenheimen auf der ganzen Welt zuvor gewohnt haben, schwärmen von dem unvergleichlich besseren Standard und dem hohen Wohnkomfort bei gleichzeitig den niedrigsten Preisen, die sie bisher für ihre Studentenquartiere zahlen mussten. Obwohl das Projekt ohne Wohnbauförderung errichtet wird, zahlen die Studierende pro Wohneinheit nicht mehr als 360 Euro pro Monat inklusive aller Betriebskosten und Reinigung“.

Markus Fischer, F2 Architekten war die Grunddisposition der PopUp dorms ein wichtiges Anliegen:„Mit den zehn Wohngruppen um den attraktiven großzügigen zweigeschossigen Atriumhof als multifunktionale Begegnungszone können wir trotz des sehr beschränkten Budgets hohe Qualitäten bieten. Temporäres Wohnen und Design lassen sich eben sehr gut verbinden“. Hans-Christian Obermayr, Obermayr Holzkonstruktionen, hat die Meisterleistung in die Realität umgesetzt: „Die Holzmodule wurden in unserer witterungsgeschützten Fertigungshalle binnen zwei Monaten, inkl. Fassade, Haustechnik und Einrichtung komplett vorgefertigt. Sondertransporter brachten die fertigen 5,5 Meter breiten Boxen von Schwanenstadt nach Wien. Vor Ort wurden die 75 Quadratmeter großen Wohngruppen mit dem Autokran binnen kürzester Zeit versetzt“.

Die Ursprungsidee hatte Christoph Chorherr, ehemaliger Planungssprecher der Grünen Wien. In vielen Städten werden erschwingliche Grundstücke für den Bau von Wohnungen immer knapper und teurer.Die Idee war geboren, auf derzeit noch ungenutzten Grundstücken ein temporäres und kostengünstiges Wohnangebot zu schaffen – das STUDENTENWOHNHEIM AUF ZEIT. Wird das Grundstück seiner endgültigen Nutzung zugeführt, übersiedelt das Heim. Energieeffizienz ist somit kein Kostentreiber, sondern sorgt dafür,dass dieBewohner vom ersten Tag an dauerhaft vom hohen Wohnkomfort durch beste Luftqualität und sehr niedrigen Betriebskosten profitieren.Durch den Passivhaus-Standard samt außenliegendem Sonnenschutz wurden außerdem behagliche Temperaturen auch im Sommer sichergestellt. Für die gesamte Haustechnik wird lediglich 0,5 Prozent der Nutzfläche benötigt, da die Funktionen Lüften, Heizen, Kühlen und Warmwasser im Wärmepumpenkombigerät Platz finden. Dies unterstreicht die Wirtschaftlichkeit und das Low-Tech-Konzept des Projektes.

Ein Blick in ein Studentenzimmer mit Bett, Schreibtisch und Regal
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Als Bauträger fungierte die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA) in Kooperation mit den Heimbetreibern OeAD-Wohnraumverwaltungs GmbH und home4students –Österreichische Studentenförderungsstiftung.

Das „PopUp dorms“ Team bestand aus den F2 Architekten ZT GmbH, Obermayr Holzkonstruktionen GmbH sowie Grünraum planen und bauen Gmb Haus Schwanenstadt, S&P climadesign GmbHaus Ohlsdorf, J. PICHLER Gesellschaft m.b.H.aus Klagenfurt und LANG consulting aus Wien.

Der weltweite FIABCI WORLD PRIX D’EXCELLENCE AWARDS konnte erstmals in seiner Geschichte nach Österreich geholt werden. Unter den 78 Einreichern aus 29 Nationen wurden in fünfzehn Kategorien Preise verliehen. Neben den PopUp dorms erhielt auch das Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen in Hall in Tirol in der Kategorie „Nachhaltiges Bauen“eine goldeneAuszeichnung.

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