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Staatspreis Innovation 2015

voestalpine für höchstfesten Stahl ausgezeichnet.
 

Foto: BMWFW/Aoa-Fotoservice, Fotograf: Thomas Preiss
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Die voestalpine erhielt den Staatspreis von für phs-ultraform(R), einen feuerverzinkten, höchstfesten Stahl für Karosserieteile in Leichtbauweise. Zink kommt häufig als Korrosionsschutzbeschichtung zum Einsatz, obwohl dieses Element bei hohen Temperaturen rasch aufschmilzt und verdampft und daher beim Presshärten als schwer verarbeitbar gilt. Die voestalpine hat nun einen verzinkten Borstahl entwickelt und mit einem indirekten Bauteilherstellungsverfahren kombiniert, um Zink mit presshärtendem Stahl (PHS) einzusetzen und diesen so vor Korrosion schützen zu können. Die Lösung besteht im exakten Steuern der Temperatur, sodass Zink auch bei dickeren Schichten zum Zeitpunkt der Warmumformung zu Stahlbauteilen nie flüssig wird und sich keine Mikrorisse bilden.

Mit einer Nominierung für den Staatspreis wurden folgende fünf Unternehmen ausgezeichnet:

  • Amann Girrbach AG aus Koblach für die Entwicklung von "Ceramill Sintron". Das Cobalt-Chrom-Rohmaterial kann direkt im zahntechnischen Labor mit kleinen Fräsmaschinen bearbeitet werden.
  • AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG aus Leoben für die Entwicklung neuer thermischer Lösungen für das Kühlen von Leiterplattenelektronik. Gezielte Bohrungen und geschickte Anordnung verhindern die Überhitzung von Leiterplatten in elektronischen Geräten.
  • Benteler SGL Composite Technology GmbH aus Ried im Innkreis für die Entwicklung der Fertigungslinie für Faserverbundblattfedern. Das automatisierte Verfahren ermöglicht den breiten Einsatz von Blattfedern aus Faserverbund im Automobilbau.
  • BIOMIN Holding GmbH aus Herzogenburg für das einzigartige Enzym "FUMzyme(R)" zur Entgiftung von Fumonisinen im Getreide. Das Enzym baut giftige Schimmelpilzprodukte in Futtermitteln noch im Verdauungstrakt von Tieren ab.
  • Liebherr GmbH aus Lienz für die energiesparende und dezentral bedienbare Tiefkühltruhe für Supermärkte.

 
Insgesamt hatten sich 618 Unternehmen um den Staatspreis beworben, der im Auftrag des Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice (aws) organisiert und bereits zum 35. Mal vergeben wurde.

Sonderpreis ECONOVIUS 2015 an Geodata
 
Im Rahmen der Staatspreis-Gala hat die Wirtschaftskammer Österreich den Sonderpreis ECONOVIUS an ein KMU - die Geodata Ziviltechnikergesellschaft mbH aus Leoben - verliehen. Das Unternehmen entwickelt das Steuerleitsystem Tauros für Doppelschild-Tunnelvortriebsmaschinen. Dank modernster Sensoren, Hard- und Software arbeitet das TAUROS-Schildkamera- und -schwanzluftmesssystem im Tunnelbau zentimetergenau.
 
Für den ECONOVIUS waren folgende weitere Unternehmen nominiert:

  • Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG aus Dornbirn, Vorarlberg
  • LITHOS Industrial Minerals GmbH aus Ennsdorf, Niederösterreich
  • medPhoton GmbH aus Salzburg
  • MTA Messtechnik GmbH aus St. Veit an der Glan Kärnten
  • SCL-Sensor.Tech.Fabrication GmbH aus Wien

 
Sonderpreis VERENA prämiert AB Mikroelektronik
 
Mit dem von VERBUND gestifteten Sonderpreis VERENA (VERBUND E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme, Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben. Den diesjährigen VERENA erhielt das in Salzburg ansässige Unternehmen AB Mikroelektronik GesmbH mit dem Kooperationspartner Universität Salzburg für das Projekt "Vertical Integrated Chip-Stack Power Module". Das neue Verfahren macht das Löten von Elektronikkomponenten auf Aluminium möglich, das damit Elektrofahrzeuge noch umweltschonender macht.

Für den VERENA-Preis waren zwei weitere Unternehmen nominiert: Egston System Electronics Eggenburg GmbH aus Eggenburg, Niederösterreich und KWB - Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH aus St. Margarethen/Raab, Steiermark.
 
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