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Strahlende Gewinner beim TRIGOS Steiermark 2019

Am Dienstag, den 4. Juni 2019 wurden vier verantwortungsvolle Unternehmen mit dem begehrten Nachhaltigkeitspreis in der Alten Universität in Graz ausgezeichnet.

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Strahlende TRIGOS Steiermark-Gewinner mit den Nominierten und den Laudatoren. Foto: Hannes Krainz

Die Spannung unter den Unternehmern war groß, als Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, die zahlreichen Gäste, Partner und Stakeholder in der Alten Universität in Graz begrüßte: „Diese Welt unseren Kindern und Enkelkindern lebenswert zu erhalten, ist unsere wichtigste Aufgabe und somit unser größtes gemeinsames Ziel. Ich danke allen hier anwesenden Unternehmen dafür, dass sie sich dazu entschlossen haben nachhaltig zu wirtschaften. Die Besten unter Ihnen werden heute Abend mit dem TRIGOS ausgezeichnet und sollten uns allen ein Vorbild sein.“

Vorgestellt wurden die zwölf nominierten Unternehmen mit viel Charme und Poesie von Poetryslamern des Vereins Slamifyoucan. Durch den Galaabend führte Ute Hofstätter-Pichler. Musikalisch begleitet wurde die Gala vom Frank Fusion Trio. Zum zweiten Mal wurde die Verleihung des TRIGOS als „Green-Event“ organisiert und erfüllte die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.

Zu den glücklichen TRIGOS-Gewinnern zählten:

  • Breitenfeld Edelstahl GmbH - in der Kategorie Vorbildliche Projekte
  • Weizer Schafbauern eGen.m.b.H -  in der Kategorie Regionale Wertschaffung
  • dahir GmbH - in der Kategorie Social Innovation & Future Challenges
  • Saubermacher Dienstleistungs AG - in der Kategorie Klimaschutz

Gleich zwei Unternehmen durften sich in diesem Jahr über den Sonderpreis „CSR-Newcomer“ freuen: die art & event Theaterservice Graz GmbH und die Cooltours GmbH. Der Preis wird von der Jury an Unternehmen vergeben, deren nachhaltige Maßnahmen noch nicht für einen TRIGOS reichen, aber großes Potenzial beinhalten.

Mit einer Nominierung gewürdigt wurden die Unternehmen: TBH Ingenieur GmbH, umdasch Store Makers Leibnitz GmbH, Gut Hornegg, Retter Seminar Hotel BIO Restaurant, CFS GmbH atempo Gruppe, miraconsult e.U., Knapp AG, Wenzel logistics GmbH.

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TRIGOS Steiermark-Gewinner mit Gastgeberin Herta Stockbauer: V.l.n.r.: Gerhard Ziehenberger (Vorstand Saubermacher Dienstleistungs AG), Karina Neuhold (Obfrau der Weizer Schafbauern eGen.m.b.H), Andreas Graf (technischer Leiter Breitenfeld Edelstahl AG), Dagmar Kotzmuth (Geschäftsführerin dahir GmbH), Herta Stockbauer (Gastgeberin und Vorstandsvorsitzende der BKS Bank) Foto: Hannes Krainz

Jurybegründungen Gewinner

VORBILDLICHE PROJEKTE

Breitenfeld Edelstahl AG - Kreislaufwirtschaft in der Stahlindustrie
Die Breitenfeld Edelstahl AG produziert Warm- und Kaltarbeitsstähle, Schnellarbeitsstähle, rost-, säure und korrosionsbeständige Stähle im Block. In der energieintensiven Stahlindustrie fallen im Zuge der Produktion große Mengen an Schlacken, Filterstäuben und sonstigen Reststoffen wie Feuerfestausbruch an. Mit dem Projekt „Kreislaufwirtschaft in der Stahlindustrie“ verringert der Betrieb den Ressourcenverbrauch am Standort durch das Schließen von Stoffkreisläufen und die Wiederverwendung von Abfallstoffen. Dies führt zu einer Reduktion des Deponievolumens auf der betrieblichen Reststoffdeponie, sowie Einsparungen von Rohstoff- und Entsorgungskosten. Das Unternehmen nimmt sich der Ressourcen- und Energieeffizienz auch als Teil des Kerngeschäfts strukturiert an und gilt damit als Vorreiter in der Branche.

REGIONALE WERTSCHAFFUNG

Weizer Schafbauern eGen.m.b.H - Verantwortung zeigen, Chancen nützen!
Die Weizer Schafbauern sind eine 1995 gegründete eingetragene Genossenschaft in einer strukturschwachen Region der Steiermark, die durch viele Auspendler gekennzeichnet ist. Mit dem Vorhaben der Belebung der Region bietet das Unternehmen einen wichtigen Lösungsansatz. Das Unternehmen wurde mit Zuversicht und Zähigkeit aufgebaut und ist heute ein Garant für die Erhaltung und Weiterentwicklung einer regional angepassten Landwirtschaft mit qualitativ hochstehenden Produkten, die mittlerweile auch online vermarktet werden. Die Genossenschaft mit ihren gerade einmal 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichert dadurch zu einem beträchtlichen Teil die Existenz von weiteren 300 nachhaltig wirtschaftenden Klein- und Kleinstbetrieben. Durch innovative Kooperationen unter den AkteurInnen in der Region wird so ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft geleistet.

SOCIAL INNOVATION & FUTURE CHALLENGES

Dahir GmbH - dahir - sozioökonomisches Immobilien & Beziehungsmanagement
Als Verwalter und Betreuer von Wohn- und Lebensräumen im urbanen Raum bekennt sich die Dahir GmbH zu ihrer sozialen Verantwortung. Das ist außergewöhnlich in der heutigen Immobilienwirtschaft. Die Zielsetzungen des Unternehmens treffen eine der wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit – nämlich sozialen Zusammenhalt zu schaffen und zu managen, und so die Lebensqualität insgesamt anzuheben. Das Unternehmen geht aktiv in die Kommunikation mit den BewohnerInnen und baut eine gemeinsame Vertrauensbasis auf. Der Prototyp am Griesplatz als Brennpunkt der Integrationsdebatte in Graz stellt dabei ein wichtiges Leuchtturmprojekt und eine neuartige Lösung zur Deeskalation dar. Anhand einer mit der WU Wien ausgearbeiteten Social Return on Investment-Analyse wird die gesamte Wertschöpfungskette von Dahir und seinen wichtigsten Stakeholdern dargelegt. Die Jury erhofft sich ein hohes Replikationspotenzial im derzeitigen – meist ausschließlich auf ökonomischen Gewinn orientierten – österreichischen Wohnungsmarkt.

KLIMAZSCHUTZ

Saubermacher - High-Tech-Recyclinganlage für Lithium-Ionen- Batterien
Saubermacher ist ein internationaler Komplettanbieter für Entsorgung und Verwertung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen. Seit Unternehmensbeginn ist CSR im Betrieb verankert und wird über ein integriertes Managementsystem, sowie Umwelt- und Qualitätsstandards messbar gemacht. Am Standort des norddeutschen Tochterunternehmens REDUX werden sämtliche Arten von Lithium- Ionen-Batterien nach modernsten Verfahren verarbeitet und wichtige Wertstoffe wie Seltene Erden dem Markt für Sekundärrohstoffe zugänglich gemacht. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 10.000 Tonnen pro Jahr. Saubermacher leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft sowie zu einer verbesserten Ökobilanz der EMobilität und nimmt auch im internationalen Kontext eine viel beachtete Rolle ein.

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