zum Inhalt springen

Studie: Die Ansprüche der Arbeitskräfte von morgen

Ein gutes Arbeitsklima, ein kommunikatives Umfeld, sowie flexible Arbeitsplätze stehen für den Nachwuchs an erster Stelle. Dafür nehmen sie sogar längere Anfahrtswege und geringere Entlohnung in Kauf.

Es ist eine Tatsache: Immer mehr junge ArbeitnehmerInnen sind motiviert in die Arbeitswelt einzusteigen, doch häufig werden sie bitter von der Realität enttäuscht. Um dem entgegenzuwirken startete sustainAK, ein Klagenfurter Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Risikomanagement, im  September 2014 eine österreichweite Studie zum Thema „Arbeitsplatzgestaltung und moderne Arbeitsformen nach den Bedürfnissen der jungen Generation“. Befragt wurden 707 SchülerInnen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren mittels Online-Fragebogen. Die zentralen Themen waren „der Arbeitsplatz“ und die „Generationen-Unterschiede“. Die Untersuchung zielte darauf ab, herauszufinden, wie zukünftige ArbeitnehmerInnen arbeiten wollen und wie Arbeitsplätze gestaltet sein müssen, damit sich junge Menschen dort wohlfühlen. Des Weiteren wurde analysiert, wie die Einstellung junger Personen gegenüber älteren KollegInnen am Arbeitsplatz ist. Unternehmen soll somit eine fundierte Grundlage geboten werden, um sich mit den Bedürfnissen junger BerufseinsteigerInnen auseinanderzusetzen.

Wie ein roter Faden zieht sich ein Resultat durch die ganze Studie: junge Menschen wollen in einem kommunikativen Umfeld und einem guten Arbeitsklima arbeiten. Der Umgang mit den KollegInnen steht bei ihnen an oberster Stelle und auch die Beziehung zu ihren Vorgesetzten ist ihnen wichtig. Dafür nehmen sie gerne einen längeren Anfahrtsweg und eine geringere Bezahlung in Kauf. Sie arbeiten auch gerne mit älteren Personen zusammen, solange im Team auch Gleichaltrige vertreten sind. Grundsätzlich fühlen sie sich von älteren Generationen wertgeschätzt und möchten auch von diesen etwas lernen.

Flexibles Arbeiten in Zeit und Ort bewerten sie positiv und sehen darin einen Mehrwert, der den Arbeitsalltag erleichtert. Dabei ist es ihnen aber sehr wichtig, dass sie von ihren ArbeitgeberInnen nicht ständig „überwacht“ werden und dass ihnen Vertrauen entgegengebracht wird.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass der zukünftige Arbeitsplatz für die befragten SchülerInnen ein wichtiges Thema ist und dass sie es wertschätzen, wenn sich Unternehmen dafür interessieren, welche Bedürfnisse und Wünsche sie mitbringen.

Die zentralen Erkenntnisse sind folgende:

  • Bei der Wahl des Arbeitsplatzes steht ein gutes Verhältnis zu den ArbeitskollegInnen mit Abstand an erster Stelle.
  • Auf den weiteren Plätzen folgen Karrierechancen, Entlohnung und Benefits, Arbeitsplatzsicherheit und eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Der Ruf des Unternehmens und der Standort werden nicht so hoch bewertet.
  • Im Einzel- oder Zwei-Personen-Büro wird nicht gerne gearbeitet. Der Trend geht zu vernetztem, kommunikativem Arbeiten in offenen Büroräumen – gerne auch ortsungebunden und flexibel.
  • 60% würden gerne im Team arbeiten, 30% lieber alleine und 10% ist es prinzipiell egal, ob sie mit anderen zusammenarbeiten oder nicht.
  • Pendeln zum täglichen Arbeitsort? – Kein Problem! 89% sind bereit, bis zu einer halben Stunde zu pendeln, 49% sogar bis zu einer Stunde.
  • 94% geben an, ehrlich zu sein, wenn Arbeitszeiten nicht kontrolliert werden. 92% schätzen Vertrauen, das ihnen ihr/ihre ArbeitgeberIn entgegenbringt hoch ein.
  • 76% wünschen sich ein lockeres, freundschaftliches Verhältnis zu den Vorgesetzten. 82% knüpfen gerne auch privat gute Kontakte zu den ArbeitskollegInnen.
  • Das Wissen älterer Personen wird hoch geschätzt. 55% würden gerne in altersgemischten Teams arbeiten. 28% lieber hauptsächlich mit Gleichaltrigen.
  • Rückmeldungen zur Studie zeigen, dass es jungen Personen wichtig ist, dass sich ArbeitgeberInnen für ihre Bedürfnisse und Wünsche interessieren und dass Maßnahmen daraus abgeleitet werden. Bei einem guten Arbeitsklima sind sie dafür bereit, gute Leistungen zu erbringen. Es ist dann nicht notwendig, sie bei jedem Arbeitsschritt zu kontrollieren.

zur Studie

Weitere Informationen: www.sustainyourteam.com

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen