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Value Network Award

Der Value Network Award zeichnete erstmals nachhaltige „Wertschöpfungsnetzwerke“ aus. Langfristige Partnerschaften, Innovation und Mehrwerte für alle Beteiligten spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Der Preis wurde von Headquarters Austria Ende März in Wien verliehen und soll ein „Lernen am Modell“ für andere Organisationen ermöglichen.

Foto: Headquaters - Value Network Award
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Organisationen stehen vor neuen Rahmenbedingungen, wie zunehmender globaler Vernetzung, hoher Geschwindigkeit von Informationsflüssen und verschwimmenden Grenzen mit ihrem Umfeld. Diese veränderten Bedingungen verlangen neue Formen der Zusammenarbeit von Unternehmen und ihren Stakeholdern (Anspruchsgruppen), denn viele aktuelle Herausforderungen lassen sich nur „gemeinsam“ lösen.

Erfolgreiche Netzwerk-Partnerschaften gesucht
Solche kooperativen Ansätze, die weit über Unternehmensgrenzen und klassische Wertschöpfungsketten hinausgehen, waren zur Teilnahme am Value Network Award eingeladen. Die Bandbreite möglicher Projekte reichte dabei von strategischen Allianzen, Forschungs- und Bildungskooperationen bis hin zu Partnerschaften mit NGOs. Entscheidend war, dass mindestens drei Partner/-innen im Netzwerk zusammenarbeiten und gemeinsam finanzielle und / oder nicht-finanzielle Werte schaffen, z.B. Human-, Sozial- oder Finanzkapital.

„Wir haben bestehende Beispiele von Wertschöpfungs-Netzwerken gesucht. Dabei interessierte uns besonders, welche Stakeholder mit einbezogen werden – von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten über Bildungseinrichtungen, NGOs und Forschungsinstitutionen bis hin zu Mitbewerbern“ so Leo Hauska, Initiator des Awards und Jury-Mitglied.

Teach for Austria belegt Platz eins
Aus elf Einreichungen wählte eine sechs-köpfige, internationale Jury vorab die besten Drei aus: Hofer, Teach for Austria und das Virtual Vehicle Research Center. Diese waren eingeladen, ihre Projekte live am Kongress zu präsentieren. Das Publikum stimmte danach elektronisch über deren Reihung ab. Mit 56 Prozent aller Stimmen gewann Teach for Austria vor dem Virtual Vehicle Research Center und Hofer.

In seinem Fellow-Programm bildet Teach for Austria Hochschulabsolventen/-innen zu  Lehrkräften aus. Die Fellows unterrichten dann zwei Jahre an österreichischen Schulen und sollen langfristig auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen das Thema Bildung mitgestalten. In ihrem Schuleinsatz erfahren die Fellows eine Führungsrolle und den Umgang mit herausfordernden Situationen. Für die Schüler/-innen bringt das Programm neue Impulse im Unterreicht, sowohl auf persönlicher als auch auf fachlicher Ebene.

Stakeholder als „resource-owners“ einbinden
Inhaltlich bezieht sich der Value Network Award u.a. auf den aktuellen Consultation Draft des International Integrated Reporting Council (IIRC). In diesem Konzept geht das IIRC auch auf den Zusammenhang zwischen Stakeholder Engagement, Netzwerktheorie und Wertschöpfung ein. Demzufolge wird Wertschöpfung nicht alleine von einer Organisation erzielt, sondern durch die Beziehungen mit ihren Stakeholdern. Zugleich sind Stakeholder auch „resource-owner“, das heißt sie verfügen über unterschiedliche Ressourcen wie Finanz-, Human- oder Naturkapital.

Organisationen stehen also vor der Aufgabe, ihre klassischen Wertschöpfungsketten zu Netzwerken zu erweitern und darin verschiedene Stakeholder, z.B. Mitarbeiter/-innen, Kunden/-innen, Lieferanten/-innen, Investoren/-innen, Bildungseinrichtungen oder NGOs, mit einzubeziehen. Aus den gemeinsamen Ressourcen werden in diesem einzigartigen Wertschöpfungsnetzwerk neue finanzielle und / oder nicht-finanzielle Werte geschaffen, wie z.B. Wissen, Innovation, Produkt- oder Serviceentwicklung.

Kooperation belebt das Geschäft
In diesem Zusammenhang verändert sich auch das Verständnis von Wettbewerb und Kooperation. Begriffe wie „Co-opetition“ oder „Co-creation“ gewinnen an Bedeutung und lassen die Grenzen zwischen Konkurrenz und Zusammenarbeit verschwimmen. Wie das in der Praxis funktionieren kann, zeigen Award-Einreichungen wie zum Beispiel „Flippr“. An diesem kooperativen Forschungsprojekt sind Industrieunternehmen aus der österreichischen Zellstoff- und Papierindustrie beteiligt, die grundsätzlich im Wettbewerb zueinander stehen. Doch im Rahmen des Flippr-Projekts erforschen sie gemeinsam mit heimischen Universitäten eine umfassendere Nutzung der Bestandteile von Holz.

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