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Weltweite Sparpolitik kostet jährlich 2,3 Billionen US-Dollar

Studie World Future Council

Öffentliche Sparpolitik führt dazu, dass Arbeitskräfte und Produktionsmöglichkeiten ungenutzt bleiben. Eine Studie der Stiftung World Future Council (WFC) gibt den Wert der dadurch weltweit verlorenen Produktion mit rund 2,3 Billionen US-Dollar an. Das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt von Großbritannien. Allein die Eurozone verliert durch die Austeritätspolitik rund 580 Milliarden Euro.

Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und des Alternativen Nobelpreises, kommentiert das Ergebnis: "Angesichts der gewaltigen Herausforderungen von Klimaschutz und Armutsüberwindung ist es absurd, dass wir so große ökonomische Potenziale ungenutzt lassen."

Um die Situation der globalen Ökonomie nicht nur im Modell, sondern möglichst realitätsnah abzubilden, verwendet die Studie einen Bewertungsansatz, der die ungenutzte Arbeitskraft in Beziehung zum brachliegenden Sachkapital setzt.

Dr. Matthias Kroll, Ökonom beim WFC und Autor der Studie: "Sparpolitik kann dann Sinn machen, wenn alle ökonomischen Ressourcen wie Arbeitskräfte und Sachkapital ausgelastet sind. Eine derartige tatsächliche Austeritätssituation ist in unserem Wirtschaftssystem aber die große Ausnahme. Durch die momentane Unterauslastung der Produktionskapazitäten verschwenden wir das Potenzial, in den ökologischen Umbau zu investieren und dringende Aufgaben wie Bildung und medizinische Versorgung anzugehen."

Jakob von Uexküll: "Viele der laut ILO 200 Millionen Arbeitslosen weltweit könnten mit sinnvoller, nachhaltiger Produktion beauftragt werden. Stattdessen sehen sie sich oft dramatischer Einkommensarmut mit all ihren negativen Folgen gegenüber."

Die von der Sparpolitik besonders betroffene Eurozone wurde ebenfalls in die Studie einbezogen. Hier konnte die jährlich verlorene Produktion mit einem Wert von rund 580 Milliarden Euro ermittelt werden. Das ist mehr als das Dreifache des Bruttoinlandsprodukts von Portugal.

Studie „Kosten der Sparpolitik

Weitere Informationen: World Future Council

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