14 Minuten Spielfilm = CO2-Jahresverbrauch eines Menschen
Das Österreichische Filminstitut präsentiert den ersten "Green Filming Report" mit Daten zu österreichischen Produktionen.
Wie ist es um die nachhaltige Kinofilmproduktion in Österreich bestellt. Das zeigt der erste vom Österreichische Filminstitut präsentierte "Green Filming Report". Konkret wurden die Jahre 2021 bis 2025 untersucht.
Das Österreichische Filminstitut nimmt hier europaweit eine Vorreiterrolle ein, da es als erste bundesweite Filmförderinstitution ein ganzheitliches System für Green Funding implementiert hat, dass zusätzlich auch die Datensammlung sowohl zu detaillierten Emissionen als auch zu entstehenden Mehrkosten berücksichtigt.
0,5 bis 1,5 Prozent Mehrkosten für "grünen" Film
Der Pro-Kopf Jahresverbrauch von Treibhausgasemissionen in Österreich 2024 lag laut EDGAR – the Emissions Database for Global Atmospheric Research der Europäischen Commission bei 8 Tonnen pro Kopf. Dies entspricht nach den derzeit vorliegenden, erhobenen Daten des Green Filming Reports ÖFI 14 min eines österreichischen Kinospielfilms oder 100 min eines österreichischen Kinodokumentarfilms.
Dabei liegen die Mehrkosten fürs Green Filming bei Kinospielfilmen bei 1,5 Prozent, bei Dokumentarfilmen bei 0,5 Prozent.
Der Report ist digital, barrierefrei und zweisprachig verfügbar und ist ein Werk des „Synergiemodell Green Filming Austria“. Als digitales Tool, das in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird, ist ein transparentes Monitoring damit möglich.
Mehr dazu auf der Seite des Österreichischen Filminstituts. Da gibt es auch eine Übersicht über alle Green Filming Projekte wie zum Beispiel "Rose", ein österreichisch-deutscher Spielfilm von Markus Schleinzer. Das Historiendrama erzählt von einer Frau, die sich im 17. Jahrhundert als männlicher Soldat verkleidet, die Integration in eine abgeschiedene Dorfgemeinschaft erhofft. Der Film mit Sandra Hüller in der Hauptrolle startet am 17.4. in den Kinos.