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Ashoka wählt Martin Hollinetz zum Fellow: Mit OTELO gegen „brain drain“ in den Regionen

Ashoka Österreich erweitert seine Fellowgruppe um Martin Hollinetz. Nach Gerald Koller und Johannes Lindner wird er in das weltweite Ashoka-Netzwerk aufgenommen, um mit ganzer Kraft an seiner Initiative OTELO weiterzubauen. OTELO sind Offene Technologielabore mit denen Hollinetz dem Phänomen „brain drain“ im ländlichen Raum entgegenwirkt.

Foto: Nina Snider
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„Martin Hollinetz hat ein Open Source Modell zur Regionalentwicklung gestartet, das bereits an fünf Standorten und in vielen Kooperationen erfolgreich wirkt. Ashoka und das Fellowship gibt ihm nun die Möglichkeit OTELO in ganz Österreich und über die Grenzen hinaus auszubauen“, so die Zukunftsvision von Marie Ringler, Länderdirektorin von Ashoka Österreich.

OTELO sind Orte bzw. offene Räume, die zum lustvollen Experimentieren mit Technologie und Naturwissenschaften einladen. Zusammen mit lokalen Unternehmen schafft OTELO abseits urbaner Ballungszentren eine neue Art der Vernetzung und Förderung von kreativen Potentialen.

Raum x Bürgerengagement = OTELO
Der „Bausatz“ für ein offenes Technologielabor ist denkbar einfach: „OTELO braucht ein Gebäude mit mindestens 250 m2 Fläche, mit einem Gemeinschaftsbereich, Werkstätten und Kleinlabors.  Vor allem braucht OTELO aber eine starke Bürgerbeteiligung, von der es getragen wird“ erklärt der frischgebackene Ashoka Fellow Martin Hollinetz. „Wir stellen ein Modell zur Verfügung und jeder Ort in Österreich oder sonst wo auf der Welt kann mit diesem Know-how seinen ganz individuellen offenen Laborstandort errichten und sich die Konzeptarbeit, die Mühen und blutigen Irrtümer des Anfangs weitgehend ersparen.“

Die ersten Jahre beweisen, dass das OTELO-Prinzip „Lust vor Leistung“ Start-ups generiert und junge FirmengründerInnen heranreifen lässt. Denn wenn Elektronik-Bastler eine Tesla-Spule bauen, RadiomacherInnen fürs Freie Radio produzieren, Seife gesotten, Schmuck entworfen, Lehmöfen, Solartrockner oder 3D-Drucker gebaut werden, wenn Kinder „lebendiges“ Spielzeug programmieren, wenn in einer DenkBar offen und auf alternative Weise konferiert wird, dann herrscht kein Erfolgszwang und kein Zeitdruck. Es darf und soll Verrücktes ausprobiert werden, die Wirkung ist jedenfalls garantiert: das beweisen viele spannende Unternehmenskooperationen, die die OTELO Standorte bereits aufgebaut haben.
http://www.otelo.or.at

Finanzielle Unterstützung und Zugang zu einem weltweiten Netzwerk
Vor zwei Jahr startete Ashoka Österreich mit dem Ziel, möglichst viele Menschen dabei zu unterstützen, als Sozialunternehmer/-in (oder Social Entrepreneurs) mit innovativen Konzepten, Kreativität und auf eigenes Risiko gesellschaftliche Probleme zu lösen.
Gerald Koller konnte in seinem ersten Jahr als Ashoka Fellow sein Risflecting Modell zur Rausch und Risikobalance vielen neuen Zielgruppen näher bringen und ein Buch dazu publizieren.
Johannes Lindner  entwickelte neben der Arbeitsbuch-Familie „Wirtschaft gestalten“ ein Brettspiel "less risk - more fun" für einen aktiven Umgang mit Risiken und erreichte mit seinem Ideen- und Businessplanwettbewerb 2.500 Jugendliche.
Neben der finanziellen Förderung durch die globale Organisation stellt Ashoka den ausgewählten Social Enterpreneurs sein breites internationales Netzwerk zur Verfügung. Ein weiterer, zentraler Faktor ist die Pflege intensiver Partnerschaften mit renommierten Organisationen und Unternehmerpersönlichkeiten, die den Fellows ihr Know-How zur Verfügung stellen.

Ashoka weltweit
Seit 1980 sucht und fördert Ashoka in mehr als 70 Ländern Social Entrepreneurs – Frauen und Männer mit innovativen Konzepten zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Weltweit arbeiten 3.000 Ashoka Fellows an einer besseren Welt. Mit dem Ziel nicht Profit, sondern gesellschaftlichen Wandel und eine starke, lebendige Zivilgesellschaft zu initiieren. Eine Welt in der jeder ein „Changemaker“ sein kann.
Die Tätigkeit von Ashoka in Österreich und Zentral- und Osteuropa wird durch die finanzielle Unterstützung von Boehringer Ingelheim, ERSTE Stiftung, Essl Foundation, 3M Österreich, C-Quadrat und GREENoneTEC sowie der Industriellenvereinigung und Industriellenvereinigung Wien und den pro bono Partnern Accenture, Baker & McKenzie, Ketchum Publico, MARK II,  McKinsey & Company, Steirer-Mika&Comp und Xerox ermöglicht.

Weitere Informationen zu Ashoka finden Sie hier: http://austria.ashoka.org/

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