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„awattar“, „Ökogotschi“ und „Tausendundein Dach“

Die GewinnerInnen des grünen Start-Up-Wettbewerbs vom Klima- und Energiefonds

Foto: Andreas Scheiblecker
vlnr. BM Andrä Rupprechter, Robert Praxmarer, Cornelia Daniel-Gruber, Simon Schmitz, Ingmar Höbarth greenstart_gewinnerinnen_c_andreas_scheiblecker_neu

Die ersten greenstars Österreichs stehen fest: awattar, Ökogotschi und Tausendundein Dach haben sich beim ersten grünen Start-up Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Umweltministerium gegen sieben weitere grüne UnternehmensgründerInnen durchgesetzt. Mit einem Startkapital von je 15.000 Euro können sie nun die ersten Schritte in Richtung Umsetzung gehen. Nationale und internationale Speaker wie Umweltminister Andrä Rupprechter, Entrepreneur Mike Lin und US-Botschafterin Alexa Wesner gratulierten heute im Rahmen der Abschlussgala in der österreichischen Nationalbibliothek.

Die GewinnerInnen
 

aWATTar. Simon Schmitz
aWATTar ist der erste Stromversorger mit stündlich variablem und dynamischem Tarif für Haushalte und Gewerbe. Durch Anreize werden VerbraucherInnen, die zeitlich flexibel sind bzw. denen bisher ungenutzte Energiespeicher (z. B. in Heiz- und Kühlsystemen) zur Verfügung stehen, in die Stunden verlagert, in denen besonders viel Wind- und Sonnenenergie ins Netz eingespeist wird. Für KundInnen entstehen dadurch finanzielle Einsparungen und erhöhte Grünstromanteile.
Kontakt: Simon Schmitz, E-Mail: simon.schmitz@awattar.com

ÖkoGotschi, Robert Praxmarer
ÖkoGotschi ist ein Mixed Reality Computerspiel, welches Nachhaltigkeitsthemen (Energieeffizienz, Mobilität, Produktion und Konsum) vermittelt, und die SpielerInnen durch Gamification zu einem nachhaltigeren Lebensstil anleitet und motiviert. Hauptzielgruppe sind Kinder und Jugendliche. ÖkoGotschi ist ein kleines buntes Lebewesen, welches sich von Wissen und eingesparten CO2 ernährt und so auf die Hilfe der SpielerIn angewiesen ist. Gemeinsam mit ihrem Maskottchen bestehen die SpielerInnen Abenteuer, sammeln Punkte und lernen auf unterhaltsame Weise einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Natur.
Kontakt: Robert Praxmarer, E-Mail: polycular@gmail.com

Tausendundein Dach – Die weltweit größte Photovoltaik Einkaufsgemeinschaft für Unternehmen, Cornelia Daniel-Gruber
Mit der Aktion Tausendundein Dach sollen 1001 Unternehmen in ganz Österreich im Rahmen von Einkaufsgemeinschaften das beste Photovoltaik-Komplettangebot bekommen. Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele UnternehmerInnen zu finden, die Interesse haben eine Photovoltaikanlage zu bauen. Durch die Einkaufsgemeinschaft wird es möglich ein unschlagbares Komplett-Angebot zu schnüren: Unternehmen, die nur eine „kleinere“ Anlage bauen erhalten die attraktiven Preise von Großkraftwerken im Megawatt-Bereich.
Kontakt: Cornelia Daniel-Gruber, E-Mail: cornelia.daniel@dachgold.at

Die FinalistInnen

Verein Sonnenschulen – Photovoltaikbeteiligungsmodelle für Österreichs Schulen, Zsófia Schmitz
Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen an Schulen mittels eines Beteiligungsmodells ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Bewusstseinswandel im Energiesektor. SchülerInnen, LehrerInnen sowie Gemeinden können ihre eigene Stromversorgung mitfinanzieren und somit einen direkten Bezug zu klimafreundlicher Energieherstellung und ihrem Stromverbrauch gewinnen. In Folge ist ein sorgsamerer Umgang mit Energie zu erwarten. Die Einnahmen, welche die PV-Anlagen an der Schule abwerfen, sollen durch schulinterne Klima- und Energiefonds im Sinne des Klimaschutzes reinvestiert werden.
Kontakt: Zsófia Schmitz, E-Mail: zsofiakrasznai@gmail.com

Green Club Index Austria, Bernhard Steirer
Mit dem Green Club Index Austria sollen die erheblichen Reduktionspotentiale im Clubbereich in einem nationalen Pilotprojekt erschlossen werden. Zu diesem Zweck werden während der einjährigen Projektlaufzeit maßgeschneiderte Energieberatungen in zwölf Clubs in ganz Österreich durchgeführt. Die Ergebnisse und Erfolge werden medienwirksam kommuniziert und im Rahmen von fünf Workshops und einer Abschlussveranstaltung mit wichtigen Akteursgruppen (ClubbetreiberInnen, EnergieberaterInnen, Technikdienstleistern, Presse) diskutiert. Letzteres hat zum Ziel mittelfristig einen funktionierenden Markt für Energieberatungen im Clubbereich zu stimulieren.
Kontakt: Bernhard Steirer, E-Mail: office@elevate.at

LimeCam, Luzian Wolf
Durch den Austausch herkömmlicher Leuchtmittel gegen energiesparende Leuchtmittel neuerster Technologie können Energie- und Wartungskosten von Straßenbeleuchtungsanlagen wesentlich reduziert werden. Um die hohen Kosten für Planung und Erneuerung zu senken wurde eine Mess-Dienstleistung entwickelt, die einen innovativen optischen Multi-Sensor einsetzt. Dadurch werden die wichtigsten relevanten Kenngrößen einer Beleuchtungsinstallation in einem Messdurchgang erzeugt und automatisch zu einem aussagekräftigen Messbericht zusammengefasst. Dieser dient als Planungshilfe für notwendige Wartungsmaßnahmen oder für eine Neuinstallation.
Kontakt: Luzian Wolf, E-Mail: luzian.wolf@object-tracker.com

Checkrobin, Hannes Jagerhofer
checkrobin.com ist die erste Mitfahrgelegenheit für Pakete, die Privatpersonen effektiv miteinander vernetzt um gemeinsam einen einfachen, flexiblen und schnellen Transport von Dingen aller Art zu ermöglichen. Durch die Vernetzung von FahrerInnen (unabhängig von ihrem Verkehrsmittel) und SenderInnen über eine Onlineplattform können FahrerInnen ihren Laderaum auf Fahrten, die sie ohnehin fahren, anbieten. SenderInnen können wiederum diesen Laderaum nutzen. FahrerInnen erhalten einen Fahrtkostenzuschuss für die Fahrt und senken somit ihre Spritkosten. Dies stellt speziell für PendlerInnen eine große Unterstützung dar.
Kontakt: Hannes Jagerhofer, E-Mail: info@checkrobin.com

Fahrrad Logistik, Ralph Hollenstein
Durch den Einsatz von speziellen Lastenräder können nicht nur Briefsendungen, wie sie herkömmliche Fahrrad-Kuriere transportieren, sondern auch Pakete mit einem Gewicht von bis zu 40 kg bewegt werden. Durch Lastenrad-Transporte wird der lokale Kfz-Verkehr reduziert, pro Fahrt können bis zu ca. 7000 kg CO2 pro Jahr eingespart werden. Um die längeren Distanzen zwischen den einzelnen Städten/Gemeinden effizient zu überbrücken wird 2-mal täglich ein Shuttle Dienst mit einem Elektro-Lieferwagen eingesetzt, für die letzten Kilometer innerorts wird wieder auf Lastenräder umgeladen.
Kontakt: Ralph Hollenstein, E-Mail: ralph.hollenstein@gmx.at

Sparsprit, Thomas Haunschmid
Die Mitfahrbörse Sparsprit ist eine Softwarelösung für umweltbewusste Unternehmen. MitarbeiterInnen können sich mit einem persönlichen Account einloggen und Fahrtangebote einsehen. Firmeninterne Fahrzeugpools können für Dienstreisen bestmöglich ausgelastet werden, der interne Warentransport (von IT-Equipment, Marketingunterlagen, Büromaterialien) kann optimiert werden, wenn der freie Platz im Kofferraum effizienter genützt wird. Das Unternehmen benötigt zudem weniger Parkflächen, wenn MitarbeiterInnen gemeinsam anreisen.
Kontakt: Thomas Haunschmid, E-Mail: thomas@sparsprit.at

Über greenstart
greenstart ist der erste grüne Start-Up-Wettbewerb des Klima- und Energiefonds. Der Unterschied zu bisherigen Ausschreibungen liegt sowohl in der Zielgruppe, als auch in der Art der Unterstützung. Bei greenstart steht nicht die Erforschung neuer Technologien im Vordergrund. Anders als bei bisherigen Förderungen liegt die Zielsetzung darin, beim Ideenpotenzial Österreichs für grüne Geschäftsmodelle anzuknüpfen. Die KandidatInnen erhielten keine klassische Förderung. Stattdessen war die Ausarbeitung zu praxistauglichen Business-Plänen gefragt, um schließlich umsetzbare Geschäftskonzepte zu erhalten, die breit am Markt multiplizierbar eingeführt werden können. „Der Klima- und Energiefonds hat somit eine Unterstützung geschaffen, um innovative Technologien, Dienstleistungen und Ideen in den Markt zu überführen. Damit beschreiten wir eine neue Ära – von der Arbeit am Papier ab in die Praxis“, erklärt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds die Ausrichtung des neuen Wettbewerbes.

66 Einreichungen langten ein, zehn FinalistInnen erhielten je 6.000 Euro Startkapital und wurden weiter begleitet. Die drei GewinnerInnen erhielten je 15.000 Euro Preisgeld.

Eine Expertenjury und rund 74.000 Stimmen im Online-Voting entschieden zu je 50 % über das Ergebnis. Jede/r einzelne von ihnen erhielt Öffentlichkeit und die Möglichkeit sich zu vernetzen. Ein innovatives Konzept alle ins Boot zu holen und vielversprechende Ideen zu begleiten. Eine Fortsetzung ist geplant.

Bundesminister Andrä Rupprechter: „Die GewinnerInnen des greenstart-Wettbewerbes leisten einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Wachstum und schaffen neue Green Jobs. Diese Jobs sind zukunftssicher, sorgen für wirtschaftlichen Aufschwung und leisten einen wesentlichen Beitrag für eine saubere Umwelt. Solche Pioniere brauchen wir beim Ausbau des lebenswerten Österreichs.“

www.klimafonds.gv.at, www.greenstart.at

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