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Nachhaltige GestalterInnen 2009

Die 100 größten Firmen, die 50 reichsten Österreicher: wir kennen diese Rankings. Wer aber kennt die Menschen, die sich für nachhaltige Entwicklungen engagieren?

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Wir haben 200 Unternehmer und Manager gefragt, wen sie als nachhaltigen Gestalter bezeichnen würden und 288 Nominierungen erhalten. Gereiht nach der Häufigkeit der Nennungen stellen wir Ihnen jeweils die Top 25 der UnternehmerInnen und ManagerInnen vor.

Die Kunst nachhaltiger Unternehmen liegt darin, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung mit ökonomischen Zielen zu verbinden. Nachhaltige Gestalter leisten ihren Beitrag zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Eines ist allen gemeinsam, unabhängig von den Produkten, die sie erzeugen oder den Dienstleistungen, die sie anbieten: sie denken weit über das Heute hinaus.

Die Top 10 der Unternehmer und Unternehmerinnen:

1. Johannes Gutmann, Sonnentor
Gutmann begann vor rund 20 Jahren, gemeinsam mit einigen mutigen Bauern Biokräuter anzubauen und zu vermarkten. Heute ist Sonnentor mit 180 Mitarbeitern und knapp 200 Vertragsbauern nicht nur ein Vorzeigebetrieb und wichtiger Arbeitgeber in einer strukturschwachen Region, sondern auch eine international erfolgreiche Biomarke.
www.sonnentor.at

  

2. Elisabeth & Ernst Gugler, Gugler cross Media
1989 kauften Elisabeth und Ernst Gugler eine Art Druckereimuseum in Melk. Heute ist gugler cross media DER ökologische Vorzeigebetrieb. Die Guglers drucken umwelt- und klimafreundlich, versorgen ihre Mitarbeiter mit Bioküche, verwenden Ökostrom und Elektrofahrzeuge – und natürlich ist das neue Firmengebäude ökologisch ausgerichtet.
MitarbeiterInnen: 75, www.gugler.at

3. Heini Staudinger, Waldviertler Werkstätten, GEA

1980 eröffnete Staudinger sein erstes GEA-Geschäft, 1991 übernahm er die Waldviertler Schuhwerkstatt in Schrems. Eine Möbelwerkstatt folgte. Aus dem ehemaligen Sozialprojekt ist ein Unternehmen entwachsen, welches neue/alte Werte pflegt, wie Handarbeit, Ökologie und das Anstacheln der MitarbeiterInnen zur Lebendigkeit.

Waldviertler Werkstätten, GEA, MitarbeiterInnen: 65 + 45, www.gea.at

4. Josef Zotter, Zotter Schokoladen Manufaktur
Seit rund 10 Jahren stellt Josef Zotter mit viel Liebe und Einfallsreichtum international beachtete Schokoladen aus biologischen und fair gehandelten Zutaten her. Gleichzeitig pflegt er intensiven Kontakt mit den Kakaobauern. Er ist stets um Fairness und Nachhaltigkeit bemüht, im selben Ausmaß wie um Qualität und Innovation. www.zotter.at

5. Erwin Stubenschrott, KWB Kraft u. Wärme aus Biomasse
„Die einzige Chance gegen Klimakollaps und globale Erwärmung ist die Umstellung der Menschheit auf erneuerbare Energie.“ Diesen Weg verfolgt Erwin Stubenschrott konsequent. Dazu kommt eine innovative Unternehmensphilosophie, die maßgeblich von Nachhaltigkeit und Wertschätzung mit starkem Sozialengagement geprägt ist. www.kwb.at
  

6. Reinhard Kepplinger & Kuno Haas, Grüne Erde
Das Leitbild des Versandhauses für Naturmöbel umfasste von Anfang an höchste Qualität, bestes Design, Langlebigkeit, Ressourcenschonung und gerechte Löhne. Das Unternehmen produziert neben Naturholzmöbeln auch Matratzen, Wohntextilien und Naturkosmetika. www.grueneerde.com

7. Alfred Strigl, plenum (im Eigentum der Mitarbeitenden)
Nachhaltige Entwicklung ist ein stetiger Lernprozess - kollektiv wie individuell. Alfred Strigl ist Nachhaltigkeitsberater und -stratege der Extraklasse. Seit vielen Jahren bietet er Ausbildung, Forschung und Beratung für CSR an. www.plenum.at

8. Karl Pirsch, Eine Welt Handel
Karl Pirsch schafft für Menschen in Entwicklungsländern durch fairen Handel menschenwürdige Arbeitsplätze. Sein Unternehmen ist Europas größter Importeur von Korbwaren aus fairem Handel. Das Logistikzentrum in Niklasdorf – ein Passivgebäude - beheizt er mit Biomasse aus der Region. www.eine-welt-handel.com

   

9. Christoph Drexel & Reinhard Weiß, drexel & weiss
Die beiden Vorarlberger haben sich seit vielen Jahren mit Überzeugung der Entwicklung effizienter Haustechnik für Passivhäuser gewidmet. Sie pflegen eine ganz besondere Unternehmenskultur. Die Nachhaltigkeit hat immer Priorität - vor allen monetären Zielen. www.drexel-weiss.at
 

10. Christine Jasch
Christine Jasch ist selbständige Wirtschaftstreuhänderin und Steuerberaterin. Sie ist Leiterin des Wiener Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung. Als Initiatorin des ASRA (Austrian Sustainability Reporting Award) trägt sie wesentlich dazu bei, dass österreichische Unternehmen nachhaltige Entwicklung fördern. www.ioew.at

Plätze 11 bis 25:

  • 11. Klaus Fronius, Fronius International: Innovation, Spitzenleistungen und Werte haben Fronius zum Weltmarktführer in der Solartechnologie gemacht. Nachhaltigkeit wird in Produkt & Betrieb authentisch gelebt.
  • 12. Gabi Ströck, Ströck: Regionalität, Bio und die Wertschätzung alter Getreidesorten zählen zu den besonderen Anliegen der Bäckerei Ströck.
  • 13. Robert Rosenstatter, BioArt: Bio und fair trade mit Leib und Seele. Ein wichtiger Partner von kleinen und großen Bio Betrieben
  • 14. Friedrich Riess, Riess Kelomat: Der Nachhaltigkeitspionier für gesundes und energiesparendes kochen deckt auch den Energiebedarf seiner Firma aus dem eigenen Kleinwasserkraftwerk.
  • 15. Robert Rogner, Rognerbad Blumau: Mit seinem Thermal Hotel ist er ein wichtiger Impulsgeber und Abnehmer von regionalen nachhaltigen Produkten
  • 16. Gerhard Zoubek, Biohof Adamah: Bereits legendär – sein Biokistl in und rund um Wien
  • 17. Lisa Muhr, Göttin des Glücks: Mode, die Öko, fair und Design in sich vereint – Herz was willst Du mehr.
  • 18. Ing. Herbert Kollar, Kollar: Hat schon immer auf Solar und Biomasse gesetzt. Ganzheitliche, individuelle Lösungen bei der Haustechnik.
  • 19. Christof Müller, Weissenseer Holz-System-Bau: Produziert ausschließlich Passivhäuser – das ist derzeit noch sehr, sehr mutig.
  • 20. Christian Hlade, Weltweitwandern: Reisen wird bei WeltWeitWandern als Mittel zur Völkerverständigung gelebt.
  • 21. Max Deml, ÖKO Invest Verlag: Wegbereiter nachhaltigen Investierens. Max Deml ist der Soezialist für grüne Geldanlagen.
  • 22. Birgith & Siegfried Zack, ENJO: Reinigung ohne Chemie. Darum dreht sich alles bei den Enjo-Produkten.
  • 23. Andreas Weißenbacher, BWT : Seit 20 Jahren engagiert er sich für nachhaltige Wassertechnologie und ist mittlerweile Weltmarkt – Spieler.
  • 24. Herbert Ortner, ÖkoFEN: Durch sein Engagement und sein Durchhaltevermögen ist ihm die Entwicklung der Brennwerttechnik für Pelletsheizungen gelungen.
  • 25. Robert Kanduth, Green-One-Tec Solarindustrie: Ging den Weg von einer Selbstbaugruppe über die Produktion in der eigenen Garage zum internationalen Unternehmen.

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Die Top 10 der Manager und Managerinnen:

Für Manager und Managerinnen in großen Konzernen ist die Ausgangssituation anders als bei Selbständigen. Die Strategie wird in vielen Fällen nicht von ihnen festgelegt, die Produkte sind meist nicht nachhaltig. Um das große Schiff trotzdem in nachhaltige Gewässer zu steuern, ist Engagement und Durchhaltevermögen gefragt. Entwicklungen in die gewünschte Richtung können vielfach nur in Teilaspekten und Schritt für Schritt verwirklicht werden. Umso mehr gebührt ihnen Anerkennung, wenn sie sich den kritischen Fragen stellen und sich für Verbesserungen einsetzen.

1. Fred Luks, Bank Austria
Fred Luks hat die Nachhaltigkeit aufgesogen wie kaum ein anderer. 2007 führte ihn sein Weg nach Wien an das Österreichische Institut für Nachhaltige Entwicklung.
Heute setzt er in der Bank Austria nachhaltig Akzente. Luks will die Bankkultur verändern: „Wenn ich in drei Jahren noch hier arbeite, dann werden sich auch unsere Produkte verändert haben.“
Bank Austria, MitarbeiterInnen: 8.000, www.bankaustria.at
  

2. Eveline Balogh & Michael Sasse, Österr. Kontrollbank
Eveline Balogh und Michael Sasse haben mit der EMAS-Zertifizierung begonnen. Inzwischen ist Nachhaltigkeit Teil der Unternehmenskultur geworden. Das umstrittene Kraftwerksprojekt Ilisu in der Türkei war ein Einschnitt. Am Ende des Prüfungsprozesses war klar, dass die Auflagen nicht eingehalten wurden. Daher hat sich die Kontrollbank zurückgezogen.
OeKB - Österr. Kontrollbank, MitarbeiterInnen: 350, www.oekb.at
   

3. Walter Wiedenbauer, Geschäftsführer Sto GmbH
Als Wiedenbauer vor zehn Jahren bei der Österreich-Tochter der Baufirma sto in Villach eingestiegen ist, war Umweltschutz bereits Teil des Leitbildes. Davon ausgehend hat der gesamte Konzern ökologische Standards für wesentliche Produkte, wie Putze und Farben, übernommen. Heute sind alle 8 österr. Standorte Klimabündnis-Betriebe.
STO, MitarbeiterInnen: 260, www.sto.at

  

4. Martina Hörmer & Werner Wutscher, Ja! Natürlich GmbH / REWE
Ja! Natürlich hat den Biomarkt in Österreich nachhaltig verändert. Martina Hörmer - selbst überzeugte Bio-Konsumentin - leitet als Geschäftsführerin die Geschicke der erfolgreichsten Biomarke Österreichs. Werner Wutscher, Vorstand der REWE International AG: „Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Zukunftsfrage, sondern auch eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens.“ www.rewe.at
 

5. Gerhard Wendl, Jugend & Familiengästehäuser
Gerhard Wendl ist die Triebfeder und der Visionär hinter der Idee der JUFA Gästehäuser. Für seine nachhaltige Ausrichtung ist Wendl mittlerweile hoch dekoriert – vom Klimabündnisbetrieb über den Job-Oskar bis zum Umweltzeichen. www.jufa.at

  

6. Otto Bauer, C+C Pfeiffer
Die oberösterreichische Pfeiffer-Gruppe startete kürzlich unter der Marke "natürlich für uns" eine eigene Biolinie. Begeisterter Mastermind dahinter ist Otto Bauer, der sich schon seit vielen Jahren im Unternehmen für „bio“ engagiert. Pfeiffer beliefert neben dem Lebensmittel-Einzelhandel vor allem die Gastronomie. www.pfeiffer.at

7. Walter Schiefer, Feistritzwerke Steweag
Dass die Feistritzwerke der Stadt Gleisdorf seit vielen Jahren umweltfreundliche Energieanlagen bauen, den Kunden Sonnenkraftwerke anbieten und selbst Umweltstrom erzeugen ist sein Verdienst. Walter Schiefer ist einer der Pioniere im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit. www.feistritzwerke.at

8. Katalin Udvardi & Joachim Massani, SPAR
Katalin Udvardi ist Sortimentsmanagerin bei SPAR, Joachim Massani kümmert sich um die Qualität der Lebensmittel. Sie kämpft für mehr Bio und fair gehandelte Produkte im Konzern, er schaut, dass Obst und Gemüse den höchsten Standards entsprechen und engagiert sich für weniger Pestizide in der konventionellen Landwirtschaft. www.spar.at

9. Wolfgang Pinner, Vinis
Nachhaltige Veranlagung bedeutet, neben den ökonomischen Kriterien auch auf ethische, ökologische und soziale Aspekte zu achten. Wolfgang Pinner ist auf diesem Gebiet ein Pionier der ersten Stunde und hat als anerkannter Investment-Experte das Thema „Grünes Geld“ breiteren Kreisen bekannt gemacht. www.vinis.at

10. Wolfgang Anzengruber, Verbund
Seit Anfang des Jahres leitet Wolfgang Anzengruber die Geschicke des größten Energieunternehmens Österreichs. „Wir müssen uns sukzessive aus dem fossilen Zeitalter verabschieden.“ In diesem Sinne setzt sich Anzengruber für erneuerbare Energie und Elektromobilität in Österreich ein. www.verbund.at

Plätze 11 bis 25:

  • 11. Brigitte Frey, Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft; Engagiert sich seit vielen Jahren für das Thema Nachhaltigkeit, berät Unternehmen und wirkte bei der Entwicklung von Leitfäden und Standards zu diesem Thema mit.
  • 12. Susanne Langmair-Kovacs, Österreichische Bundesforste AG: Verankert mit Herzblut und Konsequenz das Thema Nachhaltigkeit auf vielen Ebenen im Unternehmen.
  • 13. Klaus Rosenkranz, Die Zweite Sparkasse: Setzt sich dafür ein, dass Menschen, die an den Rand des Lebens gedrängt werden wieder am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
  • 14. Beate Koller, Arche Noah: Sichert gefährdete Kulturpflanzen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Vielfalt – im Garten und auf dem Teller.
  • 15. Johann Tanner, Brauerei Murau: Dass die Brauerei in Murau heute ein ökologischer Vorzeigebetrieb ist, verdankt sie vor allem ihrem Umweltbeauftragten.
  • 16. Cordula Müller, Hess Natur: Vertritt die deutschen Naturtextil-Versandhandel in Österreich und macht uns die rundum giftfreie Mode aus reinen Naturstoffen schmackhaft.
  • 17. Robert Schild, Saint Gobain Isover Austria: Setzt sich als Marketingleiter für die Nachhaltigkeit ein und hat die Entwicklung des Passivhauses in Österreich von Anfang an unterstützt.
  • 18. Kurt Weinberger, Österreichische Hagelversicherung: Setze sich als einer der ersten in der Versicherungsbranche für den Klimaschutz ein.
  • 19. Elisabeth Mattes, Telekom Austria Holding AG: Als Leiterin der Konzernkommunikation engagiert sie sich für eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens und unterstützt FairTrade.
  • 20. Reinhard Fink, Stadtwerke/ Ökopark Hartberg: Pionier der Energieautonomie in Hartberg. Der Ökopark ist nicht nur Standort zahlreicher nachhaltiger Betriebe sondern auch Erlebnispark für das Ökothema.
  • 21. Werner Lampert: Bio-Pionier der ersten Stunde. Kern seiner Philosophie ist der gewissenhafte und respektvoller Umgang mit Natur, Tier und Mensch.
  • 22. Markus Zeilinger, fair finance Holding: Engagiert sich für faire Finanzdienstleistungen und bietet Beratung zum Thema betriebliche und private Vorsorge an.
  • 23. Alexandra Amerstorfer, Kommunalkredit Public Consulting: Ist im Konzern für die Bereiche Klima und Energie zuständig und managt als Geschäftsführerin Umweltförderungen und Klimaprojekte.
  • 24. Friedrich Himmelfreundpointner, Sparkasse Neuhofen: Ein Sparkassendirektor zeigt, dass Nachhaltigkeit im Bankwesen wirklich möglich ist.
  • 25. Martin Pfanner, Omicron Electronics: Tealisiert Nachhaltigkeit im Unternehmen: Energieversorgung, Mobilität, Soziale Aspekte. 
     

(Fotorechte: Sonnentor, Petra Taucher, M.Liebert/gugler GmbH, GEA, H.Lehmann, KWB Biomasseheizungen, Grüne Erde, Eine Welt Handel AG, D.Stiplovsek, H.Reisinger, T.Topf, Lebensart, E.Visciotti, REWE International AG, JUFA, Bauer, Feistritzwerke-STEWEAG, Spar, Vinis, Verbund)

Zu den GestalterInnen 2009-2015

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