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Glossar

Von Audit über B-Corp bis hin zu Zero Emissions Research and Initiatives (ZERI). Ein kurzer Überblick über die wichtigsten CSR- und Nachhaltigkeitsbegriffe.

Jemand nimmt Bücher aus dem Bücherschrank
© Andreas G. Karelias

Audit. Untersuchungsverfahren zur Überprüfung und Bewertung von Prozessen bezüglich der Erfüllung von Anforderungen bzw. Richtlinien. Dies kann intern und nicht zertifiziert anhand von Richtlinien oder auch extern durch eine Zertifizierungsstelle durchgeführt werden. CSR-Standards und Zertifizierungen: OECD Corporate Governance, United Nations Global Compact, Global Reporting Initiative, Business Social Compliance Initiative, Social Accountability 8000, ISO 26000, ONR 192500, Supplier Ethical Data Exchange, Sedex Members Ethical Audit, Gemeinwohl-Bilanz, Eco Management and Audit Scheme, Österreichisches Umweltzeichen.

B Corp Zertifzierung. B Corp (Benefit Corporation) wurde 2006 gegründet und ist heute ein weltweites Netzwerk von Unternehmen, die wirtschaftlich erfolgreich, sinnstiftend und transparent sein und handeln wollen. Weltweit gibt es heute 1.900 zertifizierte B Corps in über 50 Ländern und 130 Branchen, darunter z.B. Ben&Jerry´s. In Österreich sind das Beratungsunternehmen plenum und der Energiedienstleister thermaflex zertifiziert. Interessierte Unternehmen werden vom ÖkoBusinessPlan Wien gefördert.


Better Life Index. Ein interaktives Online-Tool der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) zum Erstellen eines individuellen Indexes aus 11 Kriterien, anhand derer Länder verglichen werden können. Im Gegensatz zu Vergleichen anhand des monetären Wohlstandes eines Landes misst der Better Life Index das Wohlbefinden einer Gesellschaft anhand individueller Prioritätensetzung, die einerseits materielle Lebensaspekte (u.a. Einkommen, Arbeitsbedingungen, Wohnverhältnisse) als auch Aspekte der Lebensqualität (u.a. Umwelt, Bildung, Gesundheit, subjektives Wohlbefinden) beinhalten.

Blue Economy. Eine Weiterentwicklung des Grundgedankens der Green Economy. Sie sieht die innovative Nutzung von Ressourcen vor, und versteht Emissionen und Abfälle als Ressource, und demnach das Herstellen von „mehr“ aus „weniger“. Nach dem gleichnamigen Buch von Gunter Pauli. Blau bezieht sich hier auf die Erde als „blauen Planeten“.

Business Social Compliance Initiative (BSCI). Die BSCI will für transparente und verbesserte Arbeitsbedingungen in globalen Zulieferketten sorgen. Grundlage sind die zehn Punkte des BSCI-Verhaltenskodexes der auf ILO (International Labour Organisation) Kernarbeitsnormen aufbaut und zusätzlich Umweltaspekte, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung umfasst.

Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck oder -Bilanz). Gibt Auskunft über die Menge an Treibhausgas-Emissionen einer Population, einer Aktivität oder eines Systems, um beispielsweise die klimatischen Auswirkungen von Produkten über deren Lebenszyklus hinweg im Alltag eines Menschen ermitteln zu können. Wird in CO2-Äquivalenten ausgedrückt.

Cradle to Cradle (C2C, „von der Wiege zur Wiege“, im Gegensatz zu „Cradle to the Grave“ „von der Wiege bis ins Grab“). Zielt auf Optimierung von Materialien und Verfahren ab, um, vergleichbar mit Nährstoffzyklen in der Natur, nützliche, unschädliche Nebenprodukte sowie ausgediente Produkte als Ressource weiter verwerten zu können (re- oder auch upcycling) und damit geschlossene Kreisläufe zu erzeugen. C2C beinhaltet daher eine Analyse des gesamten Lebenszyklus eines Produktes vor dessen Herstellung.

Corporate Governance. → siehe OECD Corporate Governance.

Corporate (Social) Responsibility (C[S]R). Betrifft das Übernehmen von Verantwortung für die Folgen der Aktivitäten eines Unternehmens. Unternehmen haben innerhalb ihres Kerngeschäftes eine gesellschaftliche Verantwortung, da sie durch die Art wie sie ihre Gewinne erwirtschaften ökonomische, soziale und Umweltzustände auf der ganzen Welt beeinflussen (können).

Degrowth (Wachstumsrücknahme). Umfasst Konzepte zur Rücknahme von Konsum- und Produktionswachstum als Maßnahme gegen ein Wirtschaftswachstum schädlichen Ausmaßes (im Bezug auf Ressourcen, Umwelt und Soziales) ohne ein damit verbundenes Absinken der Lebensqualität. Stichworte für einen ressourcenschonenden Lebensstil bei steigender Lebensqualität sind „de-ownership“ (weniger Besitz), „de-materialization“ (weniger Produkte) und „de-monetization“ (weniger Geld).

Drei-Säulen-Modell. Theoretisches Modell zur nachhaltigen Entwicklung, das drei gleichrangige und gleichgewichtige Säulen der Nachhaltigkeit definiert: Wirtschaft, Ökologie und Soziales. Dieses Modell kann auf gesamtwirtschaftlicher, politischer, globaler und unternehmerischer Ebene angewandt werden. Für nachhaltige Veranstaltungen sehen die drei Säulen beispielsweise ein Schonen der Umwelt, Unterstützung der regionalen und lokalen Wirtschaft und soziales Handeln vor.

Eco Management and Audit Scheme (EMAS). Legt seinen Fokus auf kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Als zukunftsorientiertes Management- und Auditsystem hilft EMAS Unternehmen, ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern, Umweltbelastungen und Kosten zu verringern und ihre Glaubwürdigkeit zu steigern. Weltweit sind aktuell über 4.500 Organisationen und über 8100 Standorte registriert.

Gemeinwohl-Ökonomie (nach Christian Felber im gleichnamigen Buch). Wirtschaftsmodell, in dem Erfolg statt auf monetärem Gewinn auf Werten wie Vertrauensbildung, Wertschätzung, und Kooperation basiert, in dem Finanz vom Zweck zum Mittel verschoben wird. Eine Gemeinwohl-Bilanz kann von Pionierunternehmen und -vereinen freiwillig erstellt werden.Weitere Schlüsselfragen der G-Ö behandeln u.a. die optimale Größe von Unternehmen, Arbeitszeit und Freijahr, Stimmrechte und Eigentum an Großunternehmen, Begrenzung von Einkommens- und Vermögensungleichheiten, Überlegungen zu direkter, partizipative Demokratie, einer demokratische Bank, einer globalen Währungskooperation, einem festgesetzten Eigenwert von Natur und der Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. Der Verein zur Förderung der G-Ö hat derzeit über 5000 UnterstützerInnen, davon fast 1400 Unternehmen, und 56 Politiker.

Global Compact. → siehe United Nations Global Compact.

Global Reporting Initiative (GRI). Die GRI unterstützt die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Organisationen durch einen umfassenden Leitfaden. Dieser Berichtsrahmen legt die Prinzipien und Indikatoren dar, welche Organisationen nutzen können, um ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung zu messen, und macht sie zudem vergleichbar. 90% der Nachhaltigkeitsberichte in Österreich folgen dem GRI. Zur GRI Website

Green Economy. Wirtschaftsweise die sich an ökologischer Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, wirtschaftlicher Einträglichkeit und sozialer Gerechtigkeit sowie gesteigerter Lebensqualität orientiert. Weitergeführt im Gedanken der Blue Economy.
Greenwashing. Eigenbewerbung von Unternehmen oder einzelnen Produkten mittels sozialer oder ökologischer Leistungen, die nicht tatsächlich vorhanden oder minimal im Vergleich zu negativen Auswirkungen des Kerngeschäfts dieses Unternehmens sind. Ziel einer solchen PR-Strategie ist eine Image-Verbesserung ohne tatsächlich den Aufwand einer Umpositionierung in Richtung Nachhaltigkeit tragen zu müssen.

Happy Planet Index (HPI). Globaler Index nachhaltigen Wohlbefindens, reiht 151 Länder gemessen an Lebenserwartung und Lebenszufriedenheit per ökologischem Fußabdruck (also nach Menge an langen, glücklichen Leben per verbrauchter Fläche). Die Liste wird derzeit von Costa Rica angeführt, Österreich liegt auf 48. Stelle. Beide Länder weisen vergleichbare Werte bei Lebenserwartung und -zufriedenheit auf, jedoch ist der ökologische Fußabdruck von Österreich mehr als doppelt so groß.

High Level Political Forum (HLPF): Das Hochrangige Politische Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ist das entscheidende UN-Gremium zur Abstimmung der globalen Nachhaltigkeits-Politik. An den Sitzungen des HLPF nehmen alle UN-Mitgliedsstaaten teil. Jährlich berichten Staaten über ihre Fortschritte bzgl. der Sustainable Development Goals (SDGs). Österreich soll erstmals 2020 berichten.

ISO 26000. Umsetzungsleitfaden für Social Responsibility (SR). Kernthemen sind Organisationsführung, Menschenrechte, Arbeitsmethoden, Umwelt, Geschäftspraktiken, KonsumentInnenanliegen und Entwicklung der Gemeinschaft. Weltweite Organisation mit Anerkennung der ISO-Leitsätze in 163 Ländern und ca. 20.000 erarbeiteten Standards. Über die ONR 192500 auch zertifizierbar.
Nachhaltigkeit. Der 1713 in der Forstwirtschaft geprägte Begriff sieht eine Nutzung von Ressourcen bei Erhaltung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der Regenerationsfähigkeit eines  Systems vor, also eine Nutzung ohne langfristig negativen Folgen. Durch die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung wurde 1987 eine Entwicklung als nachhaltig definiert „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen hinsichtlich der Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu gefährden.“ Nachhaltigkeit umfasst dabei ökologische, ökonomische und soziale Aspekte.

Low-Profit bezeichnet Unternehmen oder Organisationen die sowohl Sachziele (z.B. nachhaltige Entwicklung, Katastrophenhilfe, Entwicklungszusammenarbeit) als auch einen „angemessenen“ im Sinn von „maßvollen“ Gewinn anstreben und sich damit zwischen Gewinnmaximierung und Non-Profit positionieren. Für einen finanziellen Erfolg muss eine ausreichende Menge von Investoren oder Mitgliedern gefunden werden, die bereit sind eine schmalere monetäre Rendite zu akzeptieren.
Low-Profit Unternehmen stehen sämtliche Rechtsformen, die wirtschaftlich tätig werden können, offen. Speziell definierte Formen stellen dabei L3C (low-profit limited liability company, USA) und community interest company (UK) dar.

Nachhaltigkeitskodex Deutschland Der Kodex wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung Deutschland im Dialog mit der Wirtschaft erarbeitet, getestet und immer wieder an die neuen Gegebenheiten angepasst. Mit seinen 20 Kriterien bietet er Unternehmen Orientierung für ihre strategische Ausrichtung und Kunden und Investoren eine wichtige Entscheidungshilfe durch mehr Transparenz und Vergleichbarkeit. Er knüpft an bestehende freiwillige internationale Berichtsstandards an. Die deutsche Bundesregierung unterstützt den Deutschen Nachhaltigkeitskodex als freiwilliges Instrument.

Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD). Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die 34 Mitgliedsstaaten umfasst. Gründung Anfang der 60er Jahre, Nachfolgeorganisation der OEEC (Organisation for European Economic Co-operation). Nachhaltige Entwicklung ist ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

OECD Corporate Governance. Grundsätze der Unternehmensführung durch die OECD, die Regierungen helfen, den rechtlichen, institutionellen und ordnungsrechtlichen Rahmen der Unternehmensführung in ihren Ländern zu evaluieren und zu verbessern. Diese Grundsätze stellen eine gemeinsame Grundlage für die Entwicklung effizienter Regeln der Unternehmensführung dar.
Ökologischer Fußabdruck. Ein Indikator für Nachhaltigkeit. Er spiegelt die Fläche an Biokapazität wider, die benötigt wird um die Ressourcen für einen Menschen, ein Unternehmen, eine Stadt, eine Region oder auch einen Staat abhängig vom Lebensstil bereitzustellen, und mit deren Abfällen fertig zu werden. Der weltweite Durchschnitt beträgt derzeit 2,7 Gha (globaler Hektar) pro Einwohner, verglichen mit der auf der Erde verfügbaren Biokapazität von 1,8 Gha pro Person.

Österreichisches Umweltzeichen. Österreichs wichtigstes, staatlich geprüftes Umweltgütesiegel. Produkte/Dienstleistungen mit dem Umweltzeichen müssen eine Reihe von Umweltkriterien sowie eine angemessene Gebrauchstauglichkeit und Qualität erfüllen und deren Einhaltung durch ein unabhängiges Gutachten nachweisen.

ONR 192500. Nationales normatives Dokument durch das Österreichische Normungsinstitut. ONR 192500 steht im engen Zusammenhang mit der Internationalen Norm ISO 26000, definiert aber auch inhaltliche Anforderungen und erlaubt einen Nachweis der Einhaltung der darin festgehaltenen Leitlinien und Grundsätze.

Postwachstumsökonomie. Eine Wirtschaft ohne Wachstum, die an das Ende des Wirtschaftswachstums anschließt, da dieses nicht stabil sein kann und in unbeschränkter Weise negative Folgen hat (Ausgangspunkt: Club of Rome-Studie „Die Grenzen des Wachstums“). Eine Postwachstumsökonomie stützt sich auf Konzepte wie Subsistenz, Suffizienz, Cradle-to-Cradle und Degrowth zur Überwindung der Wachstumsorientierung der Wirtschaft, der Reduktion arbeitsteiliger und monetärer Wertschöpfung bzw. deren Ersetzung durch nicht-monetäre Versorgungspraktiken.

Qualitatives Wachstum. Steht im Gegenzug zu einem Fokus auf Quantität, welches sich um die physische Vermehrung von Gütern dreht. Qualitatives Wachstum meint einen Wertzuwachs durch technologischen Fortschritt, Innovation und geringeren Ressourcenverbrauch – damit also die Möglichkeit einer gesteigerte Wertschöpfung bei sinkenden Stoffumsätzen.
Resilienz. Die Toleranz oder Widerstandsfähigkeit eines Systems gegenüber Störungen – wie gut es also mit Veränderung umgehen kann. Im Bezug auf Nachhaltigkeit bezieht es sich z.B. im Resilienz-Management somit darauf, wie krisensicher, wie widerstandsfähig ein System v.a. bzgl. klimatischer Veränderungen ist.

Sustainable Development Goals (SDGs): 17 Ziele für die Welt. 2015 wurde die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" von den Staaten im Rahmen der UNO verabschiedet. Die Ziele sind: 1. Keine Armut, 2. Kein Hunger, 3. Gesundheit und Wohlergehen, 4. Hochwertige Bildung, 5. Geschlechtergleichstellung, 6. sauberes Wasser und Sanitärversorgung, 7. bezahlbare und saubere Energie, 8. menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, 9. Industrie, Innovation und Infrastruktur, 10. weniger Ungleichheiten, 11. nachhaltige Städte und Gemeinden, 12. verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster, 13. Maßnahmen zum Klimaschutz, 14. Leben unter Wasser, 15. Leben an Land, 16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen, 17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Social Accountability (SA) 8000. International anerkannter Standard basierend auf Vorgaben  durch ILO (International Labour Organisation) und UN (United Nations) für Einhaltung der Rechte von ArbeitnehmerInnen. Enthält gleiche Anforderungen wie die Business Social Compliance Initiative ergänzt um ein Managementsystem identisch zur Norm DIN EN ISO 9001. Umfasst über 3000 zertifizierte Unternehmen in 65 Ländern.

Stakeholder. Interessierte Parteien im gesamten sozialökonomischen Kontext eines Unternehmens oder einer Organisation. Im Gegensatz zu Shareholder umfasst dieser Kontext nicht nur die Aktionäre sondern auch Mitarbeiter, Manager und Eigentümer (interne Stakeholder), sowie Zulieferer, Kunden, andere Einrichtungen, die Gesellschaft, die Natur und den Staat (externe Stakeholder), die verschiedene Ansprüche an das Unternehmen stellen und unterschiedlich aktiv auf dieses einwirken.

Steady State Economy. Eine Wirtschaft mit stabiler bzw. gering fluktuierender Größe, bei der der Verbrauch von Energie und Rohstoffen und  die Bevölkerungszahl stabil bleiben. Schlüsselelemente dazu sind die optimale physische Größe der Wirtschaft relativ zum umgebenden Ökosystem, und die gerechte und effiziente Verteilung von Ressourcen innerhalb des Systems.

Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) und SEDEX Members Ethical Audit (SMETA). SEDEX erlaubt das effiziente Teilen und Managen von Information um ethische und verantwortungsvolle Unternehmenspraktiken in weltweiten Lieferketten zu fördern. SEDEX/SMETA basieren auf dem Ethical Base Code der Ethical Trading Initiative und werden alle drei Jahre durchgeführt. Auditierte Unternehmen laden ihre Berichte in die SEDEX-Datenbank hoch und können diese dort für KundInnen freischalten.

Transition Towns. Gemeinden, die bewusst daran arbeiten ihre Resilienz zu erhöhen in dem sie  z.B. durch Reduktion des Verbrauchs fossiler Energieträger ihre Abhängigkeit von diesen verringern oder auch die Regionalwirtschaft stärken.

United Nations Global Compact. Freiwilliges Übereinkommen zwischen den Vereinten Nationen (UN) und über 9000 TeilnehmerInnen (davon 60 Unternehmen in Österreich). Unternehmen verpflichten sich zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Der „globale Vertrag“ bietet einen praxisorientierten Rahmen zur Entwicklung, Umsetzung und Offenlegung von Nachhaltigkeitsstrategien und -praktiken sowie ein breites Spektrum an Management-Werkzeugen und Ressourcen, die der Förderung nachhaltiger Geschäftsmodelle und Märkte dienen. Er stellt die weltweit größte Initiative zu CSR und Nachhaltiger Entwicklung dar.

Upcycling. Abfallmaterialien werden einer neuer Funktion zugeführt und dadurch aufgewertet. Beispiele dafür sind Taschen aus alten LKW-Planen, Schmuck aus alten Elektroteilen oder Geldbörsen aus Fahrradschläuchen. Dies steht im Gegensatz zu Downcycling, bei dem Abfall in ein Produkt minderer Wertung überführt wird.

Wachstum im Wandel. Eine Diskurs-Initiative des Lebensministeriums (2008). WiW beschäftigt sich mit der Frage was wachsen soll und welches Wachstum mit nachhaltiger Entwicklung vereinbar ist. Daraus entstanden bisher zwei Konferenzen, sowie das Zukunftsdossier “Alternative Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte”.

Wesentlichkeitsmatrix. Strategisches Tool zur Identifikation wesentlicher Themen aller Anspruchsgruppen oder Stakeholder eines Unternehmens um Handlungsfelder in ökonomischer, ökologischer, gesellschaftlicher oder sozialer Hinsicht aufzuzeigen und zu priorisieren.

Zero Emissions Research and Initiatives (ZERI). Eine Forschungsinitiative mit dem Ziel ein Geschäftsmodell zu entwerfen, dass ohne Abfall/Emissionen auskommt und diese als wichtige Ressource erkennt und nutzt. Die 1994 von Gunter Pauli (1994) gegründete Initiative nimmt sich dabei natürliche Ökosysteme als Vorbild.

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