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Handbuch "Leerstand mit Aussicht“ im neuen Gewand

Das Umweltministerium gestaltete eine Neuauflage des Handbuchs für alle österreichischen Gemeinden. 

Ausschnitt von 2 Dachfenstern unter dem Giebel eines stark renovierungsbedürftigen Hauses.
Das Handbuch bietet konkrete Hilfestellungen für Gemeinden, um Leerstände zu erkennen, zu bewerten und einer neuen Nutzung zuzuführen. Symbolfoto: Gamze Dilan Yilma / Unsplash

Drei Jahre nach der Erstausgabe gibt es nun eine aktualisierte Version des Handbuchs „Leerstand mit Aussicht“. Sie enthält neue Karten, neue Praxisbeispiele und ergänzende Fachinformationen, die Gemeinden praxisnah bei der Entwicklung nachhaltiger, integrierter Nutzungskonzepte unterstützen.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umwelt, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) unterstützt damit die nachhaltige Stärkung österreichischer Gemeinden und Regionen. Ziel ist, Leerstände zu reaktivieren und damit die neue Flächeninanspruchnahme gezielt zu reduzieren, Ortskerne zu beleben sowie kurze Wege und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu forcieren.

Praxisnahe Unterstützung für Gemeinden

Das erweiterte Handbuch bietet konkrete Hilfestellungen, um Leerstände zu erkennen, zu bewerten und einer neuen Nutzung zuzuführen. Neben bewährten Instrumenten wurden neue Themenmodule und Karten integriert, die Gemeinden und deren Verantwortliche für dieses Thema praxisnah bei der Planung und Umsetzung unterstützen. 
„Unsere Gemeinden leisten tagtäglich Großes – sie gestalten das Leben vor Ort. Mit praxisnahen Unterlagen wie diesem Handbuch unterstützen wir sie gezielt dabei, Leerstand nicht als Belastung, sondern als Potenzial zu sehen,“ so Totschnig.

„Leerstand mit Aussicht“ basiert auf einer vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) beauftragten Studie der Technischen Universität Wien, die zwischen Mai 2021 und April 2022 durchgeführt wurde. Ein interdisziplinäres Team arbeitete eng mit Leerstands-Pionierinnen und -Pionieren, Praktikerinnen und Praktikern sowie einer Begleitgruppe aus Fachexpertinnen und -experten zusammen.
Das Ergebnis ist ein Kartenset, das Wissen aus Forschung und Praxis vereint und Gemeinden ein leicht anwendbares Werkzeug für nachhaltige Ortsentwicklung bietet.

Revitalisierung der Altstadt in Hohenems als Praxisbeipiel

Bis 2018 war der Ortskern von Hohenems durch eine stark befahrene Landesstraße und eine schwache Altstadtstruktur belastet. Durch die enge Zusammenarbeit eines engagierten Bauherrn mit Stadt und Bundesdenkmalamt wurden historische Gebäude saniert, maßvoll nachverdichtet und wiederbelebt. Heute prägen eine neue Begegnungszone und hochwertig gestaltete Plätze das Zentrum, das dafür mehrfach ausgezeichnet wurde – zuletzt mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2024.

Plattformen WeLocally & Im Grätzl in Wien

Die regional verankerten Plattformen WeLocally und Im Grätzl Wien vernetzen Raum-Anbieterinnen und -Anbieter mit Raumsuchenden. Über Events und Workshops fördern sie Austausch und Kooperationen. Das Tool „Raumteiler“ unterstützt dabei, Räume und Kosten zu teilen, Leerstand zu aktivieren und neue Gemeinschaften zu schaffen.

Das Handbuch und weitere Informationen zum Thema Leerstand finden Sie hier.