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CSR-Circle: Leben auf leichtem Fuß

Der CSR-Circle lud gestern Abend unter dem Motto „Footprint – Ein neues Bild der Welt zu Vortrag und Podiumsdiskussion in den DSCHUNGEL WIEN, Theaterhaus für junges Publikum.
 

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Wolfgang Pekny, Gründer und Geschäftsführer der Plattform Footprint, skizzierte in seinem Vortrag nicht nur die Idee vom „guten Haushalten“, sondern auch die Vision echter Corporate Sustainability. Durch den Abend führte Roswitha Reisinger, Geschäftsführerin des Magazins LEBENSART.

Mehr als 50 EntscheidungsträgerInnen und Interessierte aus Wirtschaft, Verwaltung und der österreichischen Nachhaltigkeits-Szene folgten gestern Abend der Einladung des im Frühjahr gegründeten CSR-Circle zum Thema „Footprint – Ein neues Bild der Welt“. Wolfgang Pekny referierte über das naturwissenschaftliche Konzept „Ökologischer Fußabdruck“. „Bei Geld sind wir es gewohnt, auf die vorhandene Menge zu achten. Nicht so beim Umgang mit der Natur. Schulden gegenüber der Umwelt sind aber nicht verhandelbar“, begründet Roswitha Reisinger die Wahl des Themas.

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Peknys Grundlagen einer zukunftsfähigen Gesellschaft

Das Instrument „Footprint“ erlaubt mit den einfachen Schritten „Messen – Verstehen – Handeln“ komplexe globale Zusammenhänge zu finden. Der Footprint gilt als Maßzahl für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Von Energieverbrauch, Treibhauseffekt, Biodiversität und Wirtschaftswachstum über kulturelle Vielfalt, Zeitsouveränität und Lebensglück wird ein neues, ganzheitliches Bild der Welt und ihrer Grenzen vermittelt.
„Kann es sinnvoll sein, ständig Bedürfnisse für das Wachstum der Wirtschaft zu schaffen?“, fragt der Footprint-Berater ins Publikum. „Alle bisherigen Wirtschaftsmodelle sind in einer Welt ohne Grenzen entstanden. Moderne Ökobewertungssysteme müssen nun für den KonsumentInnen verständlich, für die Politik nützlich, die Wissenschaft messbar und zuoberst auch für die Wirtschaft
leistbar sein“, lautet sein Credo.

Unendliches Wachstum ist nicht möglich

Für einen weltweiten europäischen Lebensstandard würden wir schon heute drei Planeten als natürliche Ressource und Fläche benötigen - wir agieren, als hätten wir einen Reserveplaneten. „Die Welt ist kein unerschöpflicher Selbstbedienungsladen, sondern ein begrenztes Terrarium. Daher ist ein ökonomisches Modell, das mit physischen Grenzen umgehen kann, nötig. Das klingt kompliziert, aber wir haben im Rahmen der CSR mehr Möglichkeiten als wir denken“, so Pekny.

Die besten Aussagen

"Wir geben mehr Geld für Schlankheitskuren aus als für die Bekämpfung des Hungers in der Welt"

"Frauen leisten 60% aller Arbeit, besitzen aber weniger als 2%"

"Mehr als die Hälfte des jährlichen Vermögenszuwachses landet bei 0,1% der Menschen"

"Wir leben 50% über unserer biologischen Kapazität"

"Es gilt im Spannungsfeld Lebensqualität und Ressourcenverbrauch den richtigen Platz zu finden. Kuba ist schon nahe dran" (siehe auch Vortragsfolien)

"Wir brauchen nicht zurück in die Höhlen gehen. Es gäbe auch nicht genug davon."

"Die notwendige Lebensstiländerung ist gar nicht so groß: Weniger Fleisch essen, weniger Energie für heizen und Strom verbrauchen, weniger Auto fahren und fliegen und unseren Konsum bewusster gestalten, zum Beispiel den Papierverbrauch reduzieren."

Ausgewählte Vortragsfolien

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