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Raiffeisen Klimaschutz-Initiative Sustainability Award 2013/14

1. Platz ging an das Team "Ölfilter-Recycling-Anlage" nach Kärnten

Fotocredit: aws, Voglhuber (VOGUS)
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Bereits zum sechsten Mal konnten Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich ihre Ideen, Konzepte oder Projekte für den "Sustainability Award 2013/14" der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative einreichen. Dieser Award wird als Sonderkategorie im Rahmen des österreichischen Schülerwettbewerbs "Jugend Innovativ" jährlich vergeben.

Franz Fischler zeigte sich bei der Preisverleihung Ende Mai vom Siegerprojekt der "Ölfilter-Recycling-Anlage" beeindruckt: "In Summe ein überzeugendes und in allen Facetten hervorragend dargestelltes Projekt. Die Recyclingmethode beinhaltet einen robusten Schneidvorgang, denn die Ölfilter werden einzeln, simpel und effektiv in ihre Hauptbestandteile zerlegt. Außerdem arbeitet die Maschine zur Gänze automatisch. Durch Wettbewerbe wie diesen gelingt es - in der Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit - das dringend notwendige Bewusstsein zu schaffen."

Die Raiffeisen Klimaschutz-Initiative forscht nach Projekten, die Nachhaltigkeit fördern. Gesucht waren Arbeiten im Bereich erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz, soziale Projekte in Kombination mit Klimaschutzaspekten, ökologische bzw. soziale Projekte in Kombination mit Finanzprodukten, aber auch Awareness- bzw. Kommunikations-Maßnahmen zu Umweltthemen.

Bewertung
Bewertet wurden die Projekte von der Jury nach den Kriterien Kreativität und Innovationsgrad, Relevanz in der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit, vernetztes Denken, Kooperation mit externen Partnern ebenso wie schriftliche ökologische sowie wirtschaftliche Darstellung der Projektvorbereitung und Projektdurchführung.

Die Finalisten
Beim "RAMSES Test" der HTL Braunau wurde eine zentral steuerbare Schnittstelle für Solaranlagen erstellt (5. Platz). "Varroa Mite, Farewell!" der HTL Braunau widmete sich der Entwicklung eines natürlichen Mittels gegen die Varroamilbe und einer effizienten Behandlungsmethode (4. Platz). Mit dem Projekt "Gütesiegel Nachhaltigkeit" der HTL Mödling wurde ein Gütesiegel auf die Nachhaltigkeit von Elektrogeräten entwickelt, das über das derzeit existierende Siegel hinausgeht (3. Platz). Die Erfindung eines Reinigungsverfahrens für Biomasseheizkraftwerke, trotz laufenden Betriebs, stand im Mittelpunkt von "Wirkungsgrad spart Wald - Effiziente Biomasseverbrennung durch kontinuierlichen Wärmetauscher-reinigung" der HTL Wolfsberg (2. Platz).

Das Siegerprojekt "Ölfilter-Recycling-Anlage" der HTL 1 Lastenstraße
Auf Anregung eines Unternehmens in Costa Rica stellten sich Alexander Nowak, Peter Pichler und Alan Schwarz der Herausforderung, eine rentable, energieeffiziente und innovative Recycling-Anlage für Ölfilter zu entwickeln. Im Sinne einer Entlastung der Umwelt stellten die Schüler Recherchen an, orientierten sich an schon existierenden Anlagen und entwickelten letztlich eine Recyclinganlage, die die Filter in getrennt verwertbare Einzelteile zerlegt. Für die konkrete Umsetzung fuhren die drei Jugendlichen nach Costa Rica, wo sie innerhalb von rund drei Monaten die Maschine (zum Teil aus Recyclingmaterial) direkt vor Ort aufbauten.

Diese Topleistung der jungen Talente würdigte Andrea Weber, Geschäftsführerin der RKI: "Wir freuen uns mit dem Gewinner Team. Auch, weil dieses nun die Möglichkeit erhalten hat, seine nachhaltige Projektidee erneut unter Beweis zu stellen. Denn, es fährt 2015 zur INTEL ISEF - der Intel International Science and Engineering Fair nach Pittsburgh/Pennsylvania (USA)."

Ausschlaggebend bei der Jurorenbeurteilung war, dass das Siegerteam es geschafft hat, eine effiziente und zugleich kostengünstige technische Lösung zu finden, um die Wasserverunreinigung in Costa Rica durch gebrauchte Ölfilter zu reduzieren. Eine Maschine, die nicht nur gut durchdachte Theorie ist, sondern in Mittelamerika bereits praktisch eingesetzt wird. Die komplexe Aufgabenstellung wurde mit einer einfachen Lösung umgesetzt. Dabei wurden alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. So konnte der ökologische Nutzen überzeugend dargestellt werden. Darüber hinaus wurde der ökonomische Faktor ebenfalls bedacht. Die Maschine amortisiert sich bereits innerhalb eines einzigen Jahres. Reparaturen können leicht selbst durchgeführt werden. Auch die soziale Komponente fand durch die Einbeziehung der Sicherheit der Arbeiter entsprechende Berücksichtigung.

 

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