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RE:WIEN – Neun Wiener Start-Ups mit dem besonderen Gemeinwohlfaktor

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie wollen wir leben, wie konsumieren?

rewien teilnehmerinnen
Foto: Anja Stevic Anja Stevic

Diesen Fragen stellten sich auch dieses Jahr neun mutige JungunternehmerInnen im Rahmen des Beratungsförderprogramms „RE:WIEN – Ideen für deine Stadt“ von OekoBusiness Wien und Impact Hub Vienna. Mit ihren Geschäftsideen zeigten sie im Rahmen des gestrigen Abschlussevents erneut das große Potenzial der Wiener Start-Up-Szene in Bezug auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit auf.

Heute Abend war es soweit. Je zwei Minuten hatten die neun RE:WIEN TeilnehmerInnen Zeit, ihre jungen Unternehmen vor einer fachkundigen Jury sowie zahlreichen ExpertInnen und interessierten BesucherInnen zu präsentieren. Neben Geschäftsmodellen und ersten Erfolgen sollten sie vor allem darstellen, wie sie mit ihrer Idee das Gemeinwohl der Wiener Bevölkerung positiv beeinflussen. Wenn auch keine zwei Millionen, so gab es vom Publikum jedenfalls ordentlich Applaus. „Der gestrige Abend war eine echte Belohnung für mich und das gesamte Team im Impact Hub. Die harte Arbeit hat sich gelohnt, unsere Jungunternehmerinnen und -unternehmer sind selbstbewusster und mutiger als je zuvor und gut gerüstet für die nächsten Schritte“, zeigt sich Ioana Constantin, Acceleration Lead des Impact Hub Vienna, stolz.
Vorangegangen waren den Pitches sechs intensive Monate, in denen die RE:WIEN-TeilnehmerInnen zahlreiche Workshops und Trainings absolvierten. „Wir haben heute Abend junge Gründerinnen und Gründer gesehen, die für ihr Unternehmen hart arbeiten und für ihre Ideen brennen. Damit sie das langfristig tun können, haben wir sie im letzten Halbjahr dabei unterstützt, den Nachhaltigkeitsaspekt in die gesamte Betriebsführung zu integrieren“, erklärt Thomas Hruschka, Programmmanager von OekoBusiness Wien, den Grundgedanken hinter RE:WIEN. Das Programm wurde vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Impact Hub Vienna ins Leben gerufen, um Betriebe von Anfang an nachhaltig aufzustellen und jene zu fördern, die einen Beitrag für das Zusammenleben in der Stadt leisten.

Viele Wege führen zu mehr Nachhaltigkeit
Die Business-Ideen und Branchen der RE:WIEN Start-Ups könnten dabei unterschiedlicher nicht sein: Von der Integration asylwerbender Menschen in den Arbeitsmarkt, über die „Fairmittlung“ von Sachspenden an NPOs, den Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln bis hin zum Traum von endlos fescher Mode – die Vielfalt der Start-Ups beeindruckte. „RE:WIEN macht deutlich, wie viel Potenzial es noch für innovative Ideen im Bereich der Nachhaltigkeit gibt“, so Hruschka. Die harte Arbeit hat sich jedenfalls gelohnt –
unter den zahlreich erschienenen Gästen fanden sich etablierte Betriebe, Mitglieder der Wirtschaftsagentur Wien sowie Beratungsunternehmen wie die Denkstatt, die sich von den JungunternehmerInnen sichtlich begeistert zeigten und Interesse an Kooperationen bekundeten. Nur ein Grund, die Initiative auch im nächsten Jahr fortzuführen.


RE:WIEN 2017: Die neun Start-Ups kurz vorgestellt


Endlos Fesch

Die erste „Mode-Bibliothek“ der Stadt! Gegen eine kleine Gebühr können Kleidungsstücke von hoher Qualität von jungen, lokalen DesignerInnen ausgeborgt werden. Das Unternehmen ist ein klares Statement gegen billig produzierte, kurzlebige Mode und trägt mit seinem Konzept zur Vermeidung von Müll und CO2-Emissionen bei.


die fairmittlerei

Eine Vermittlungsplattform für Sachspenden (aus dem Non-Food-Bereich) an soziale Einrichtungen – das ist die fairmittlerei. Produkte, die nicht mehr verkauft werden (können), vermittelt man über das Netzwerk an jene, die es am nötigsten brauchen, darunter SOS-Kinderdörfer, das Diakoniewerk und viele weitere.


KOCH DOCH!

Frisch & Vegan lautet das Motto von KOCH DOCH! Neben gesunden und köstlichen Gerichten für Unternehmen und Co-Working Spaces bietet die Gründerin auch gemeinsame Kochkurse für Unternehmen an. Im Zentrum stehen dabei immer regionale Zutaten, Wissensvermittlung und das bewusste Genießen.


lobu

Die Wiener Antwort auf Amazon & Co heißt lobu! Das junge Unternehmen bringt Bücher vom nächsten Buchgeschäft per Fahrrad zu ihren LeserInnen und bietet damit eine schnelle und vor allem umweltfreundliche Alternative zu den großen Onlinehändlern und stärkt damit den lokalen Buchhandel.


Nut & Feder

Handwerkskunst und Design mit Perspektive: Nut & Feder gibt geflüchteten Menschen durch Handwerk ein Perspektive am österreichischen Arbeitsmarkt. Dabei entstehen hochwertige Möbel aus heimischen Materialien.


Raumpioniere

Raum für urbane und kommunale Projekte bietet die „on –und offline“ Plattform Raumpioniere. Ziel ist es, innovative Ideen in den Nachbarschaften (Grätzel) Wiens zu fördern um die Entwicklung unserer Stadt gemeinschaftlich voranzutreiben.


Unverschwendet

Überschüssiges Obst oder Gemüse wird von Unverschwendet zu kleinen Köstlichkeiten im Glas verarbeitet. Mit den Marmeladen, Chutneys, Sirupen und mehr setzen die beiden
GründerInnen ein starkes Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. Nebenbei auch eine tolle und vor allem nachhaltige Geschenksidee!


WGE! - Gemeinsam Wohnen

Die Generationen-WG wird dank WGE! - Gemeinsam Wohnen Wirklichkeit. Ziel ist es, Jung und Alt auf einer Wohnfläche zusammenzubringen, aktiv den Lebensalltag zu gestalten, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Problemen, wie etwa die Verknappung von leistbarem Wohnraum, wird damit ebenso entgegengewirkt.


WisR

Gerade im Arbeitsalltag bringt der Austausch von erfahrenen Profis und jungen Talenten besonders viel Mehrwert. Darum will die Plattform ältere Menschen auf Jobsuche mit JungunternehmerInnen und innovativen Firmen zusammenbringen. Ein nachhaltiges Unternehmenskonzept, in dem Alter eine ganz besondere Rolle spielt!

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