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Scherben bringen Glück - 35 Jahre Glasrecycling

Scherbensucher sammelten schon im alten Rom Altglas für die Wiederverwertung. Seit 35 Jahren läuft in Österreich die Sammlung gebrauchter Glasverpackungen. Am 24.Oktober feierte die Austria Glas Recycling (AGR) ein Fest zum runden Geburtstag.

Österreich feiert 35 Jahre Glasrecycling: AGR Geschäftsführer Dr. Harald Hauke und Dr. Haymo Schöner mit Dr. Franz Fischler Fotoquelle: Austria Glas Recycling GmbH 35jahreglasrecyclingkl

„30.000 Tonnen waren es zu Beginn im Jahr 1977, heute werden jährlich 230.000 Tonnen einer Wiederverwertung zugeführt“, berichtet AGR Geschäftsführer Dr. Harald Hauke. Alleine 2011 konnten dadurch 161.000 Tonnen Quarzsand, 52.000 Tonnen Kalk und Dolomit, 40.000 Tonnen Soda, 564.000 m³ Abbauvolumen 221 Millionen Kilowattstunden Strom und 6 Millionen m³ Erdgas eingespart werden, ist im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht zu lesen. Alleine die Einsparung an elektrischer Energie entspricht dem jährlichen Bedarf von 50.000 Haushalten.

Mir einer Recyclingquote von rund 85 % beim Glas ist Österreich nicht nur Europameister. „Anhand der immer knapper werdenden Ressourcen wird die Wiederverwertung ein wichtiger globaler Wirtschaftsfaktor“, betont Hauke.

Festredner Dr. Franz Fischler, ehemaliger EU Agrarkommissar und Ehrenpräsident des Ökosozialen Forums, bestätigte Haukes Prognose. „Innovationen sind das Schwungrad hoch entwickelter Volkswirtschaften. In der Umweltwirtschaft sind wir Weltmarktführer, die gilt es auszubauen. Die soziale Marktwirtschaft und der Umweltschutz sind Geschäftsgrundlagen der EU, die Ziele sind in der Strategie 2020 formuliert - 20% weniger CO2, 20% der Energie aus erneuerbaren Quellen und 20 % Steigerung der Energieeffizienz - und auch die Konzepte sind vorhanden. Nur bei der Umsetzung hapert es.“

Der Ressourcenverbrauch in Österreich ist zwischen 1960 und 2008 um 73% gestiegen - von 114 Millionen Tonnen auf 197 Millionen Tonnen. Diesen gilt es zu reduzieren. Fischler: „Das erreichen wir durch das Schließen von Naturkreisläufen etwa durch die Rückführung nicht verwendeter Biomasse, durch eine Hierarchie bei der Nutzung der Rohstoffe, indem etwa Holz zuerst zur Veredelung, dann als Baumaterial, dann für die Papierindustrie und erst zuletzt für die Verbrennung verwendet wird, durch den Ersatz fossiler durch biogene Stoffe, vor allem in der chemischen Industrie und nicht zuletzt durch das Recycling. Mit 70% hat die kommunale Abfallwirtschaft die mit Abstand höchste Quote in Europa. Die Austria Glas Recycling leistet einen ganz wesentlichen Beitrag dazu.“

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