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Schwechats neues Sammelsystem für Textilien

Daniela Kisser vom Abfallverband Schwechat zeigt auf, wie die Qualität und Effizienz bei der Altkleidersammlung gesteigert werden kann. 

Ein kleiner, pinkfarbener Sammelcontainer für wiederverwendbare Gegenstände steht vor einem Gebäude mit Holzfassade. Die Tür des Containers ist geöffnet und gibt den Blick auf Regalböden mit Kartons im Inneren frei. Auf der Außenseite sind Illustrationen
Die Altkleidung, Haushaltsgeräte, Spiele, etc., die in "quitsche-pinken Boxen" gesammelt werden, werden im Re-Use Shop in Schwadorf verkauft. Foto: Abfallverband Schwechat

Was man in Sammelcontainern so alles findet? Häufig sind es nicht nur Damen-, Herren- und Kinderbekleidung für jede Jahreszeit, Bett- und Haushaltswäsche, vollständige Paare von Schuhen, Taschen, Gürtel, Hüte, Krawatten und vieles mehr. Vielmehr enthalten sie auch sogenannte "Störstoffe". Was damit gemeint ist? Da sind der Fantasie nur wenige Grenzen gesetzt. 

Daniela Kisser vom Abfallverband Schwechat präsentierte bei einem Webinar des Projekts "Team Kreislaufwirtschaft" zum Thema „Textilien in der Kreislaufwirtschaft“, wie das Sammelsystem der Stadt gezielt weiterentwickelt wurde, um u.a. den Störstoffanteil zu verringern und damit die Qualität der Sammlung zu verbessern.

Was macht die Altkleider-Sammlung effizienter? 

Konkret wurden dabei jeweils fünf Sammelsäcke an Haushalte verteilt. Auf diesen ist vermerkt was hinein darf. Benötigt jemand mehr davon, kann er sich neue in den Sammelzentren abholen.  

"Wir hoffen, dass die Leute weniger lose Ware hineinwerfen, die können wir nicht vermarkten", begründet Kisser das Verteilen. Werden die Säcke genutzt, müsse man nicht mehr „ein- und umsackeln“. Müssen Haushalte größere Mengen entsorgen, zum Beispiel bei Verlassenschaften gibt es Kartons. Diese könne man sich kostenlos abholen und bei den Sammelzentren abgeben.

"Wir hoffen, dass die Leute weniger lose Ware hineinwerfen, die können wir nicht vermarkten.“
– Daniela Kisser vom Abfallverband Schwechat

Die Maßnahme trägt dazu bei, dass der Anteil an brauchbarer Kleidung steigt. Sonst macht der Müllanteil bei Sammlungen oft 25 Prozent aus, verursacht wird dieser durch Plastiksäcke und auch hohe Feuchtigkeit. 

In Schwechat werden nun jährlich 70 Tonnen wiederverwendet, "nicht nur Altkleidung, sondern auch Geräte, Spiele, etc.", sagt Kisser. Die Inhalte der "quitsche-pinken Boxen" werden im Re-Use Shop in Schwadorf verkauft. "Das schafft Arbeitsplätze, schont die Umwelt und auch den Geldbeutel", heißt es auf der Homepage des Abfallverbands Schwechat.

Weitere Infos zu Altkleider-Sammel-Aktionen in ganz Niederösterreich liefert das Unternehmen "Friendly Energy" aus Rohrendorf bei Krems unter www.altkleidersindtragbar.at

Und zu den Inhalten des gesamten Webinars „Textilien in der Kreislaufwirtschaft“ geht es hier lang. Das Webinar fand im Rahmen des Projekts Team Kreislaufwirtschaft statt. Durchgeführt wird das Projekt vom Ressourcen Forum Austria, Circular Economy Forum Austria, Klimabündnis Österreich und dem Verein der Klima-Modellregionen Österreich und wird aus Mitteln der gemeinsamen Agrarpolitik von Bund, Ländern und Europäischer Union gefördert.