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Zukunftsdialog 2035 - Leitlinien für zukunftsfähiges Handeln

Die ÖGUT feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit der Präsentation von Leitlinien für zukunftsfähiges Handeln, die aus dem Zukunftsdialog 2035 entstanden sind.

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Ausgehend von den zentralen Herausforderungen - Ressourcen für eine zukunftsfähige Gesellschaft, gesellschaftlicher Zusammenhalt und zukunftsfähige Lebensstile - wurden im Rahmen des Zukunftsdialoges vier strategische Leitlinen ergänzt um konkrete Handlungsempfehlungen präsentiert.

Neben vielen einhelligen Handlungsfeldern zeigten sich zwei wesentliche Konfliktfelder in der Diskussion:

  1. Brauchen wir ein quantitatives Wirtschaftswachstum, ein qualitatives oder kann man ohne Wachstum auch gut leben?
  2. Reichen technologische Änderungen/Innovationen aus oder bedarf es einer Änderung der Gesellschaft?

Die Diskussion dieser Themen verlief quer durch alle Bereiche (Wirtschaft/NGO/Verwaltung) und auch quer durch alle Altersgruppen.

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Die vier Leitlinien für zukunftsfähiges Handeln

  • Leitlinie 1: Durch Innovation zu neuen Ressourcen: Österreich als weltweit führenden Standort für zukunftsfähige Technologien positionieren. Technik und Naturwissenschaft in Bildung und Wissenschaft. Ressourcen statt Arbeit besteuern. Von der Wegwerfwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft.
     
  • Leitlinie 2: Viele Menschen - eine Gesellschaft: Globale Wirtschaftskooperationen neu regeln. Grundsicherung und existenzsichernde Entlohnung. Gendergerchtigkeit erhöhen. Integration von ZuwanderInnen verstärken. Chancen durch Bildung ausbauen.
     
  • Leitlinie 3: Das gute Leben - zukunftsfähig: Lebensqualität messen. Die Folgen des Handeln erkennen. Zukunftsfähige Leitbilder erlebbar machen.
     
  • Leitlinie 4: Transparente Demokratie: Ausbau von Transparenz in der Gesellschaft. Zivilgesellschaft stärken. Entscheidungsfähige globale, europäische und regionale Strukturen bauen.
     

Zur Präsentation von Herbert Greisberger/ÖGUT

Statements von EntscheidungsträgerInnen

BM Doris Bures, bmvit: "In meinem Ressort gibt es keine Kürzungen in den Bereichen Energieeinsparung und Energieerzeugung. Wir wollen zu den TOPs in der Forschung gehören. Wir müssen jeden Kopf nützen, vor allem auch die der Frauen. Daher erhalten Forschungsprojekte mit einem hohen Frauenanteil höhere Förderungen. Unsere Aufgabe ist es, jungen Menschen die besten Bedingungen zu bieten."

Andreas Tschulik, Lebensministerium: "Die langfristige Vision ist, dass Österreich Energie-autark wird, über Einsparung und regionale und umweltgerechte Erzeugung. Daher fördern wir Klima- und Energiemodellregionen, die hier positive Ansätze vorzeigen können."

Anna Maria Hochhauser, WKO: "Unser Innovationspotential ist eine der wichtigsten Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg Österreichs. Österreich ist hier derzeit am 6. Platz. Unser Ziel muss sein, die Innovationsführerchaft zu übernehmen. Wichtig wäre auch, die Verwaltung zu reformieren. Sie sollte auf Veränderungen wie ein Unternehmen reagieren, Veränderung sollte ein permanenter Prozess sein. Der Österreich-Konvent hat hier sehr viele Möglichkeiten aufgezeigt."

Josef Plank, Renergie: "Wie stark muss die Veränderung sein? Auf diese Frage muss sich zuerst jede/r eine Antwort geben. Und dann braucht es Mut zu handeln. Als Einzelner, als Gruppe, als Politiker, in der Region oder östereichweit. Wenn wir auf die EU warten, werden wir lange warten."

Hildegard Aichberger, WWF: Wir sind uns über die Ziele einig. Aber der Weg dahin, die konkrete Umsetzung wird sehr unterschiedlich gesehen. Wenn man das aktuelle Budget ansieht, findet man keine Überschneidungen. Da stimmt die Richtung nicht. Klar ist auch, dass es Technologie UND soziale Innovation braucht."

ÖGUT-Umweltpreis 2010

Wieder wurden in fünf Kategorien und ein Sonderpreis vergeben:

Kategorie "Nachhaltige Kommune": Stadtgemeinde St. Johann im Ponau mit "Die umweltbewusste Stadt"

Kategorie "Frauen in der Umwelttechnik": Antonia Wenisch, Österr. Ökologie-Institut

Kategorie "Pioniere der Smart Production": Johannes Kepler Universität mit "Biologisch abbaubare Elektronik"

Kategorie "Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement": Das Team "Get Active" mit Josef Kreitmayer (Lebensart Gestalter 2010, NGO Platz 10)

Kategorie "Monika Polster-Sonderpreis für betrieblichen Umweltschutz": Rewe International mit "Green Building" und Xolar Renable Energy Group mit "Solarfabrik der Zukunft".

Sonderpreis der Bank Austria: Martina Feirer/Alexandra Frankel "Wir bauen uns ein Passivhaus-Kinderbuch".

Mehr über die Projekte der Nominierten und der Preisträger

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