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Management: Sag mir, wo die Frauen sind...

Frauen in Führungspositionen sind in Österreich eine verschwindende Minderheit. Acht Thesen und Ansätze, wie wir das ändern können.

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Foto: Marten Bjork

1. Kommunikation & Information
"Neue Bedürfnisse unserer Kunden insbesondere in der Kommunikation erleichtern flexibles Arbeiten. Digitalisierung und Analogie sind kein Widerspruch sondern eine gemeinsame Chance in einem Overload an Informationen", sagt Klaus Riener / Leiter Partnerbetriebe Zürich Versicherungs AG.

Klaus Riener sitzt am Tisch und diskutiert
Klaus Riener, Leiter Partnerbetriebe Zürich Versicherungs AG. Foto: Arthur Michalek

2. Moderne Führungs- und Arbeitsstrukturen
"Führung auf Zeit, geteilte Führung mit einer 30-Stunden-Woche, variable Arbeitszeit-Modelle – das funktioniert wunderbar – wenn man sich traut", Manuela Vollmann, GF ABZ*Austria/Vorstand arbeit plus.

vollmann spricht ins Mikro und erzählt von ihren Erfahrungen
Manuela Vollmann, GF ABZ*Austria/Vorstand arbeit plus. Foto: Arthur Michalek

3. Die Rolle der Unternehmenskultur
"In modernen Unternehmen ist die Gleichstellung von Frauen und Männern selbstverständlich, Diversität ist ein Muss um erfolgreich zu sein", Michaela Novak-Chaid, Country Manager Austria at Apple.

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Michaela Novak-Chaid, Country Manager Austria at Apple. Foto: Arthur Michalek

4. Recruiting extern
"Spezialisierte Personalberater/innen begegnen stereotypen Zuschreibungen mit Fokus auf Persönlichkeit und Talent – ganz nach dem Motto „Hire for attitude, train for skills“ und schaffen es so, weibliche Talente für interessante Positionen zu inspirieren, an die sie bis jetzt vielleicht gar nicht gedacht haben", Alexandra Eperjesi-Hefner, GF Lindlpower, Beatrix Hausner, ÖGUT.

eperjesi-hefner spricht ins Mikro
Alexandra Eperjesi-Hefner, GF Lindlpowe Foto: Arthur Michalek

beatrix-hausner spricht ins Mikro
Beatrix Hausner, ÖGUT Foto: Arthur Michalek

5. Recruiting intern
"Profis im Umgang mit Stereotypen braucht es auch im internen Recruiting. Die Personalentwicklung definiert die richtigen Prozesse und macht den Blick für mehr Chancen auf", Traude Kogoj, Diversity Management ÖBB, Barbara Taussig-Schiebel, HR Schiebel Antriebstechnik.

kogoj spricht ins Mikrofon
Traude Kogoj, Diversity Management ÖBB Foto: Arthur Michalek

taussig-schiebel spricht ins Mikro
Barbara Taussig-Schiebel, HR Schiebel Antriebstechnik. Foto: Arthur Michalek

6. Frauen wollen führen
"Es gibt sie, die mutigen Frauen, die gestalten und führen wollen, und das auch zeigen", Gudrun Senk, Wien Energie.

senk diskutiert am Tisch
Gudrun Senk, Wien Energie Foto: Arthur Michalek

7. Erfolgreich auftreten
"Fünf Prinzipien der Klarheit, die Frauen ermöglichen, Perspektivenvielfalt zu leben und in Führung zu gehen", Martina Gleissenebner-Teskey.

gleissenebner-Teskey spricht ins Mikro
Martina Gleissenebner-Teskey Foto: Arthur Michalek


8. Frauen & Start Ups
"Frauen sind (noch) eine krasse Minderheit in der Start-Up-Welt. Das ändert sich gerade: Ermutigt von Eltern und LehrerInnen, die ihren Mädls mehr zutrauen, entdecken immer mehr junge Frauen, was in ihnen steckt", Lena Hödl, Female Founders.
lena hoedl spricht ins Mikro
Lena Hödl, Female Founders Foto: Arthur Michalek
Ergebnisse wurden auf das Tischtuch geschrieben
Arthur Michalek - vonMichalek Photography

Das können Unternehmen tun

  • Bekenntnis der Top-Führung zu einem höheren Frauenanteil im Unternehmen
     
  • Konkrete Zielvorgaben zum Frauenanteil auf allen Ebenen (Vorstand, Trainees, Lehrlinge,..)
     
  • Passende Unternehmenskultur:
    • Macht teilen wollen
    • Kultur des Vertrauens / Führen durch Vorbildwirkung
    • Tradiertes Rollenbild ändern: Männer ins Boot holen. Es braucht viel persönliche Kommunikation und es macht Sinn, die Veränderung der Unternehmenskultur durch Externe moderieren zu lassen
    • Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen
    • Auf die Sprache achten
    • Management by objectives -> arbeiten wo und wann man will -> Performance muss erreicht werden -> damit ist Vereinbarkeit kein Thema
    • Unterstützende Strukturen und Prozesse wie z.B. transparente Entwicklungspläne, standardisierte Vernetzung untertags, Besprechungen sind auch über Videokonferenzen möglich, neue Arbeitszeitmodelle, geteilte Führung,
    • Weg von starren Stellenbeschreibungen hin zu Zielen
    • Bei Jobprofilen die Wörter „flexibel“ und „exzellent“ vermeiden
    • Interne Netzwerke installieren
    • Die Digitalisierung kann die notwendige Flexibilität unterstützen
Menschen sitzen rund um Tische und diskutieren
Arthur Michalek - vonMichalek Photography

Dieser gesellschaftliche Rahmen ist notwendig

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen: Ganztägige Kinderbetreuung / Schulbetreuung / Pflegunterstützung / Flying Nannies
  • Eltern, die ihren Mädchen auch ungewöhnliche Wege zutrauen
  • Geänderte Rollenbilder

Das können Frauen tun

  • Frauen, die sich in technische Ausbildungen und Berufe wagen
  • Mehr Zutrauen zu sich selbst
  • Mehr Mut zum Risiko
  • Macht ausüben und gestalten wollen
  • Sich Ziele setzen
  • Authentisch und klar sein

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