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Weiterer Ausbau von Speichern für Energie aus Photovoltaik

Sowohl ein Stimmungsbarometer als auch Daten des Technikum Wiens zeigen, dass PV-Anlagen zunehmend um Speicher ergänzt werden. 

Photovoltaik-Panelen unter freiem Himmel
Während in Speicher investiert wird, stagniert der Neubau von PV-Anlagen. Symbolfoto: Ungrow emea / Unsplash

Das jährliche Stimmungsbarometer mit dem Titel "Erneuerbare Energien in Österreich 2026" von der Universität Graz, der Unternehmensberatung Deloitte Österreich und Wien Energie zeigt, dass rund die Hälfte der Befragten (49 Prozent), in deren Haus oder Wohngebäude eine Photovoltaikanlage installiert ist, auch über einen Stromspeicher verfügt. Sechs von zehn Speichern wurden in den vergangenen drei Jahren installiert - ein "Rekordhoch" heißt es in der Kurzfassung der Erhebung.

Neben einer deutlichen Zunahme der installierten Stromspeicher nimmt auch die Investitionsbereitschaft dafür wieder zu. "Ein Stromspeicher kann die Abdeckung des eigenen Stromverbrauchs durch die Photovoltaikanlage von 30 Prozent auf 60 bis 70 Prozent erhöhen", ist darüber hinaus zu lesen.

Insgesamt wurden 2024 rund 70.000 PV-Batteriespeicher installiert, um knapp 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigen die Daten des Technikum, die das Wirtschaftsministerium in einem Marktbericht über PV-Batteriespeichersysteme veröffentlichte. "Gründe dafür sind sowohl im Privat- als auch im Gewerbebereich weiterhin sinkende Investitionskosten in Verbindung mit nach wie vor hohen Strompreisen sowie steigenden Netzentgelten, aber auch der Wunsch nach Unabhängigkeit, Planungs- und Versorgungssicherheit", heißt es von Seiten des Ministeriums.

Bedarf an Speichern wächst deutlich

Der Bedarf an Speichervolumen – also die Menge an Energie, die verschoben werden muss, weil Erzeugung und Verbrauch zeitlich nicht übereinstimmen – steigt auf 41 TWh und damit auf das Sechsfache des heutigen Werts. Das zeigt eine Studie Bundesverbands Photovoltaic Austria (PV Austria), der Austrian Power Grid (APG), der TU Graz und der Unternehmensberatung d-fine analysiert erstmals detailliert den Bedarf an Batteriespeichern in Österreich bis 2030 und 2040. BUSINESSART berichtete.

Weniger Investitionen in neue PV-Anlagen geplant

Die Bereitschaft für neue Photovoltaikanlagen Geld auszugeben sinkt laut Stimmungsbarometer. Knapp ein Drittel jener die gar nicht oder erst später in PV-Anlagen investieren wollen, begründet das mit der Teuerung.

Dabei wird Photovoltaik unter verschiedenen erneuerbaren Energieprojekten in oder in der Nähe der Gemeinde 79 Prozent der Befragten, also am deutlichsten akzeptiert. Zum Vergleich 69 Prozent befürworten Kleinewasserkraftwerke, 59 Prozent können sich mit Windkraft anfreunden.